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Donnerstag, 19. November 2015

„World Legends Hockey League“ Pavel Bure und Landshut - da war doch schon einmal was? Rückblick und Vorschau auf ein ganz besonderes Spiel

Pavel Bure

Pavel Bure 1994 im Trikot des EV Landshut.
Foto: Gerleigner

Ein absolutes Highlight für Eishockey-Nostalgiker steigt an diesem Samstag in Landshut: Im Rahmen der neugeschaffenen "World Legends Hockey League", einem Turnier für ehemalige Nationalspieler der Jahrgänge 1971 und älter, treffen die Legendenmannschaften von Deutschland und Russland aufeinander. Los geht's im Stadion am Gutenbergweg um 18 Uhr, die Veranstalter rechnen mit mehr als 3.000 Besuchern. Der Sieger der Begegnung qualifiziert sich sicher für die Finalrunde des Cups, die im Februar in Moskau ausgetragen wird. Weitere Teilnehmer sind Finnland, Schweden, Tschechien sowie die Slowakei.

Während für die deutsche Auswahl unter anderem Uli Hiemer, Jürgen Rumrich, Lenny Soccio und der aktuelle DEB-Präsident Franz Reindl die Schlittschuhe schnüren werden, dürfen sich die Fans bei den Russen auf zahlreiche frühere Top-Angreifer aus der NHL freuen, darunter der gerade in die Hockey Hall of Fame aufgenommene Sergei Fedorov, Alexander Mogilny, Valeri Kamensky sowie Alexei Zhamnov. Hinzu kommen in der Verteidigung etwa Slava Fetisov, Alexei Kasatonov und Igor Kravchuk.

Angeführt wird das russische Team jedoch von Pavel Bure, der auch der Initiator der World Legends Hockey League ist. Und viele Eishockeyfans in Deutschland werden sich erinnern: Es ist für Bure nicht das erste Gastspiel in Niederbayern. Während der NHL-Lockout-Saison 1994/95 lief der legendäre Torjäger, der in insgesamt 702 NHL-Partien sagenhafte 437 Treffer erzielte, für ein Spiel im Trikot des EV Landshut auf. Ein spektakulärer, allerdings auch kostspieliger Coup des damaligen EVL-Managers Max Fedra, der dem Verein bundesweite Schlagzeilen - unter anderem war Bure im ZDF Sportstudio zu Gast - und mehr als 6000 Zuschauer beim Heimspiel gegen die Eisbären Berlin am 28. Oktober 1994 bescherte.

"Sein Auftritt ist ein Danke an unsere Fans", sagte der Landshuter Trainer Bernie Johnston damals in der Eishockey NEWS. "Warum soll man die Chance nicht nutzen, den Eishockey-Freunden so einen Weltklassemann zu präsentieren?" Neben Akteuren wie Glenn Anderson, Vincent Damphousse, Brendan Shanahan oder Doug Weight gehörte Bure zu den größten ausländischen Stars, die der NHL-Streik in die DEL lockte.

Und der zu diesem Zeitpunkt 23-Jährige sollte seinem großen Namen auch gerecht werden. Zwar entpuppte er sich neben der Eisfläche nicht unbedingt als einfacher Charakter und ließ die eine oder andere Allüre durchblitzen, doch während der 60 Minuten demonstrierte Bure eindrucksvoll, warum er sich in Nordamerika den Spitznamen "The Russian Rocket" verdient hatte. Der von mannschaftstaktischen Aufgaben befreite Rechtsaußen eröffnete den Torreigen und steuerte später zwei weitere Treffer zum 8:5-Erfolg des EVL bei. "Durch die größere Eisfläche hat man hier mehr Zeit als in der NHL", kommentierte der Superstar, der den Rest des Lockouts mit Benefizspielen in seiner Heimat Russland sowie einem weiteren Kurzgastspiel bei Spartak Moskau verbrachte, seinen einzigen Auftritt in der DEL hinterher gegenüber Eishockey NEWS.
Nun also nach mehr als 21 Jahren die Rückkehr nach Landshut. Da kann Bure dann beweisen, dass er sich auf europäischem Eis immer noch besonders wohlfühlt.
Stefan Wasmer


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Kurznachrichtenticker

  • vor 11 Stunden
  • Die Tilburg Trappers haben Angreifer Raymond van der Schuit unter Vertrag genommen. Der 25-jährige niederländische Nationalspieler kommt von den Nijmegen Devils aus der BeNeLiga zum Tabellenführer der Oberliga Nord.
  • vor 11 Stunden
  • Robby Hein hat seinen Vertrag bei den Hannover Indians bis zum Ende der Saison 2020/21 verlängert. Der momentan verletzte Angreifer steht bereits seit 2015 durchgängig für den Nord-Oberligisten auf dem Eis.
  • vor 12 Stunden
  • Das DEL-Spiel zwischen den Eisbären Berlin und den Adler Mannheim am 16.02.2020 wird bereits um 13.15 Uhr stattfinden (statt 14:00 Uhr). Grund für die Vorverlegung ist das Pokalfinale der Basketball-Bundesliga zwischen Alba Berlin und den Baskets aus Oldenburg (20:30 Uhr).
  • vor 14 Stunden
  • Die deutsche U19-Nationalmannschaft bestreitet vom 4. bis 8. Februar 2020 ein 5-Nationen-Turnier in Berlin. Im Wellblechpalast misst sich die DEB-Auswahl, die von U20-Bundestrainer Tobias Abstreiter betreut wird, mit Finnland, der Schweiz, Schweden und Tschechien.
  • vor 19 Stunden
  • Der EC Peiting (Oberliga Süd) muss voraussichtlich für weitere fünf Wochen auf seinen teaminternen Top-Scorer Nardo Nagtzaam verzichten. Der 29-jährige Niederländer, der in 28 Partien 14 Treffer erzielte und 35 Assists lieferte, laboriert an einer nicht näher genannten Unterkörperverletzung.

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