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Freitag, 19. Februar 2016

Tagung der NL-Clubs Schweiz: Coaches Challenge kommt, Neuregelungen auch bei Spielervermittlern und Aktionären

Einen Doppelbesitz eines Aktionärs wie bei Genève-Servette (dunkle Trikots, hier Marco Pedretti) und dem HC Lausanne (weiße Trikots, hier Larri Leeger) durch Hugh Quennec soll es in der NLA in Zukunft nicht mehr geben.
Foto: imago

Gleich mehrere Neuerungen für das Schweizer Eishockey brachte die Tagung der NLA- und NLB-Clubs in Ittingen am Mittwoch mit sich. So werden sich die beiden obersten Schweizer Ligen unter anderem ein Beispiel an der NHL nehmen und zur kommenden Spielzeit ebenfalls die sogenannte Coaches Challenge einführen. Mit Hilfe dieser kann ein Trainer per Videobeweis überprüfen lassen, ob vor einem Gegentreffer seiner Mannschaft eine Abseitssituation vorgelegen hat. Wie in der stärksten Liga der Welt, in der die Coaches Challenge bereits seit Saisonbeginn praktiziert wird, wird ein Trainer allerdings sein Recht auf eine Auszeit oder eine weitere Coaches Challenge verwirken, falls die Überprüfung seinen Verdacht nicht bestätigt. Ausnahme bezüglich dieser Regelung: Geht es um einen spielentscheidenden Treffer in der Verlängerung, werden die Übungsleiter in der Schweiz immer die Coaches Challenge nutzen können, auch wenn sie zuvor im Spielverlauf bereits einmal falsch lagen.

Zudem einigten sich die Clubs darauf, ihre Zusammenarbeit mit Spieler- sowie Trainervermittlern zu vereinheitlichen. Durch diese Regelung soll offenbar erreicht werden, dass jene Akteure ihre Berater und Vermittler zukünftig selbst bezahlen müssen und nicht mehr die Clubs die Vermittlungsgebühren tragen müssen. Weitere Neuerung: Ab sofort darf kein Aktionär mehr mehr als 25 Prozent der Aktien bei mehr als einem Club innerhalb einer Liga besitzen. Sobald ein Aktionär mehr als 25 Prozent der Aktien eines Clubs besitzt und gleichzeitig in der operativen und/oder strategischen Leitung des Clubs tätig ist, ist eine Funktion bei einem zweiten Club aus derselben Liga ausgeschlossen. Hintergrund dieser Änderung ist der Ärger um den umstrittenen Kanada-Schweizer Hugh Quennec, der bis vor kurzem mit Genève-Servette und dem HC Lausanne - seine Anteile beim LHC verkaufte Quennec jüngst an den US-Amerikaner Ken Stickney, bisheriger Boss der Kloten Flyers - bei gleich zwei NLA-Clubs Mehrheitsaktionär gewesen war.

Angesichts der Verletzungsflut, welche die NLA in der laufenden Spielzeit beschäftigt, stand außerdem auch das Thema Gesundheitsschutz für die Spieler auf der Tagesordnung. Zu diesem Zweck wird angestrebt, mittelfristig die flexibleren modernen Sicherheitsbanden für alle NLA-Hallen vorzuschreiben. Die Clubs der Liga sind nun angehalten, mit ihren Hallenbesitzern und Hallenbetreibern entsprechende Gespräche zu führen, weitere Details sollen bei kommenden Tagungen erarbeitet werden.

Stefan Wasmer


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Notizen

  • vor 5 Stunden
  • Tim Lutz (25) hat seinen Vertrag bei den Eispiraten Crimmitschau (DEL2) um ein Jahr verlängert. Der Angreifer konnte in der abgelaufenen Saison verletzungsbedingt lediglich in der Endphase vier Matches bestreiten und verzeichnete dabei einen Assist.
  • vor 12 Stunden
  • Die PENNY DEL hat die Anfangszeiten der möglichen Spiele 7 in den noch nicht entschiedenen Viertelfinalserien festgelegt. Der Showdown zwischen München und Ingolstadt am Ostermontag würde um 16.30 Uhr beginnen, der zwischen Straubing und Berlin um 19 Uhr.
  • gestern
  • Wojciech Stachowiak (26) ist nach seinem Trade in die Organisation der Detroit Red Wings weiter in Topform. Der Nationalstürmer verzeichnete am Mittwoch beim 5:0-Sieg der Grand Rapids Griffins in Rockford ein Tor sowie zwei Assists und steht nun bei sieben Punkten in den jüngsten drei Matches.
  • vor 5 Tagen
  • Stürmer Roman Zap wird die Höchstadt Alligators nach einer Saison verlassen. Das gab der Oberligist bekannt. Der 22-Jährige suche eine neue Herausforderung. In 56 Spielen erzielte Zap 15 Tore und verbuchte zudem 19 Assists.
  • vor 6 Tagen
  • Matthew Pistilli bleibt bei den Stuttgart Rebels (Oberliga Süd) – und das gleich doppelt! Auch in der neuen Saison steht der 37-Jährige für das Team aus Baden-Württemberg auf dem Eis und geht gleichzeitig in sein zweites Jahr als Sportlicher Leiter des Clubs.
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