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Donnerstag, 14. März 2019

Spannende Hauptrunde Kommentar: Gestiegene Ausgeglichenheit in der DEL2 klar erkennbar

Frankfurts Adam Mitchell vor dem Tor von Bad Nauheims Felix Bick. Den Ersten und den Sechsten der Tabelle trennten in dieser Saison nur sieben Punkte. Foto: Storch

Zwei Jahre dauert es noch, bis es wieder einen sportlichen Aufsteiger in die DEL gibt. Dennoch: Die DEL2 schläft nicht, entwickelt sich stattdessen stetig weiter und stellt in dieser Saison so viele Mannschaften mit reellen Chancen auf die Meisterschaft wie noch nie zuvor. In der vergangenen Spielzeit führte der SC Riessersee die Tabelle nach der Hauptrunde mit 103 Punkten an. Das waren immerhin ganze 19 Zähler mehr als die sechstplatzierten Kassel Huskies. In dieser Runde trennten Primus Frankfurt und Bad Nauheim lediglich sieben Pünktchen. Bis zum letzten Wochenende der Hauptrunde war noch alles offen.

Überraschenderweise befanden sich weder die Kassel Huskies noch die Dresdner Eislöwen unter den sechs besten Teams der DEL2. Zum Saisonstart galten beide Teams gar als Top-Vier-Kandidaten. Beide Clubs mussten in den Pre-Playoffs antreten und können im Endeffekt sogar froh sein, dass sie den Gang in die Playdowns vermeiden konnten. Vor allem Dresden rüstete nach der Akquise des neuen Hauptsponsors ordentlich auf. Die Sommer-Verpflichtungen von Jordan Knackstedt, Jordan Heywood und Chris Billich waren ein vermeintliches Ausrufezeichen. Der gewünschte Effekt blieb aber aus. Stattdessen kämpften sich Teams wie der EC Bad Nauheim und die Lausitzer Füchse in die Spitzengruppe vor. Beide haben Voraussetzungen geschaffen, um sich dort zu etablieren - wie zuletzt der ESV Kaufbeuren, der nach der Ligagründung 2013 lange zu den Kellerkindern gehörte.

Seit Jahren gibt es in der DEL2 Ausreißer nach oben und unten. Das ist im Sport ja auch ganz normal. In der Vergangenheit gab es aber immer Teams, die sich an der Spitze absetzen konnten. Das ist erstmals nicht der Fall. Es wäre wahrscheinlich ein wenig vermessen, wenn man die Unterschiede zur DEL komplett ignoriert. Frankfurts Max Faber, der von DEL-Underdog Krefeld aussortiert wurde, überragte eine Etage tiefer. Das Tempo ist ein ganz anderes. Der deutliche Qualitätsunterschied ist vorhanden. Aber er wird kleiner.

All das sind Beweise für die gestiegene Ausgeglichenheit der DEL2. Extensives Aufrüsten wird nicht mehr automatisch mit einer Endrunden-Teilnahme belohnt.

Tim Heß

(Volontär)

Eishockey NEWS veröffentlicht ab sofort die Kommentare aus der aktuellen Printausgabe im Wochenverlauf auch online.



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Notizen

  • vor 3 Stunden
  • Zach Senyshyn, dessen Vertrag bei den Schwenninger Wild Wings vor einem knappen Monat aufgelöst wurde, stürmt nun für Vlci Zilina (Slowakei).
  • gestern
  • Zwei DEL-interne Testspiele bot der Freitag: Die Grizzlys Wolfsburg schlugen die Eisbären Berlin mit 5:3. Die Fischtown Pinguins Bremerhaven besiegten die Iserlohn Roosters mit 5:2. Heute steht um 17 Uhr die Partie Langnau (Schweiz) gegen die Adler Mannheim auf dem Testprogramm.
  • vor 2 Tagen
  • Niederlagen für DEL-Clubs gab es am Donnerstag bei zwei Testspielen. Mannheim unterlag beim Letzten der Schweizer National League Ajoie mit 2:3 (Tore: Reichel und O’Donnell), Schlusslicht Dresden verlor in Tschechien beim Tabellenvierten Liberec mit 1:3 (Tor: Chartier).
  • vor 3 Tagen
  • Verteidiger Moritz Kukuk fällt der Düsseldorfer EG (DEL2) für voraussichtlich drei Wochen aus. Der 20-Jährige hatte sich bei einem Schussblock im Bauchbereich verletzt.
  • vor 3 Tagen
  • Mehr Fans bei den Heimspielen der Dresdner Eislöwen: Anstatt bislang 4.412 dürfen künftig 4.576 Besucher in die Joynext Arena. Gutachten und eine Überprüfung des Brandschutzkonzepts sorgten für Grünes Licht.
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