Anzeige
Anzeige
Freitag, 29. März 2019

Spiel 6 des DEL-Playoff-Viertelfinales am Freitagabend Dramatischer Comeback-Erfolg sichert DEG ultimativen Showdown, Schütz schießt Köln zu Spiel 7, München im Halbfinale

<p>Mit der zehnten gewonnenen Playoff-Serie in Folge stellten die Akteure des EHC Red Bull München am Freitagabend eine neue DEL-Bestmarke auf.<br/>Foto: City-Press<br/></p>

Mit der zehnten gewonnenen Playoff-Serie in Folge stellten die Akteure des EHC Red Bull München am Freitagabend eine neue DEL-Bestmarke auf.
Foto: City-Press

Im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga kommt es am Sonntag zweimal zum ultimativen Showdown um den Halbfinaleinzug: Sowohl die Kölner Haie, die mit einem ganz starken ersten Drittel den Grundstein für einen 5:2-Auswärtserfolg beim ERC Ingolstadt legten, als auch die Düsseldorfer EG, die ihre Heimpartie gegen die Augsburger Panther nach einem zweimaligen Zwei-Tore-Rückstand noch in dramatischer Manier mit 4:3 nach Verlängerung gewann, verhinderten am Freitagabend in Spiel 6 den vorzeitigen Playoff-K.o. und sicherten sich vor allem dank der Matchwinner Felix Schütz und Jaedon Descheneau ein alles entscheidendes siebtes Spiel. Selbiges vermeiden konnte dagegen Titelverteidiger EHC Red Bull München, der sich mit einem 4:3-Sieg bei den Eisbären Berlin sein Halbfinalticket sicherte und für eine neue DEL-Bestmarke sorgte.

Ein ganz starkes erstes Drittel zeigten die Kölner Haie bei ihrem Gastspiel in Ingolstadt. Das Team von Head Coach Dan Lacroix kombinierte immer wieder ansehnlich, und auch von Schwierigkeiten in Sachen Chancenverwertung war bei den Domstädtern diesmal zunächst nichts zu sehen. So schossen der glänzend aufgelegte Alexander Oblinger (5.) sowie zweimal Felix Schütz (12., 14.) eine schnelle 3:0-Führung für die Haie heraus. Im zweiten Abschnitt änderte sich die Statik der Partie dann allerdings komplett, nahm Ingolstadt das Zepter nun doch eindeutig in die Hand. Defender Benedikt Kohl (27.) und Brett Olson (34.) verkürzten für die Schanzer auf 2:3, und sogar der Ausgleichstreffer lag im Mitteldrittel durchaus in der Luft. Auch im dritten Abschnitt machte Ingolstadt weiter Druck, doch Köln war an diesem Abend die abgezocktere Mannschaft und erzielte wiederum durch Matchwinner Schütz das erneut hervorragend herausgespielte 4:2 (55.). Es folgten noch eine größere Keilerei und der 5:2-Schlusspunkt durch Jason Akeson (59.), der den Haien mit seinem Empty-Net-Goal gegen in der Schlussphase undisziplinierte Panther endgültig Spiel 7 am Sonntag um 14 Uhr sicherte.

Die sechsten Viertelfinalpartien in der Statistik (3 Einträge)

 

Einen absoluten Albtraumstart erwischte die Düsseldorfer EG gegen die Augsburger Panther, denn obwohl die DEG durch Philip Gogulla die erste große Torgelegenheit der Partie hatte, lagen die defensiv zu Beginn indisponierten und schlecht sortierten Gastgeber nach nur etwas mehr als sechs Minuten durch einen Doppelschlag von Matt Fraser (6.) sowie Drew LeBlanc (7.), der in Unterzahl traf, bereits mit 0:2 hinten. Im zweiten Drittel brachte einmal mehr Jaedon Descheneau (32.) Düsseldorf dann zwar auf 1:2 heran (32.), doch gut zwei Minuten später leistete John Henrion seiner Mannschaft einen Bärendienst: Der DEG-Rechtsaußen erhielt nach einem Bandencheck gegen Christoph Ullmann, der mit einer Trage vom Eis gebracht werden musste, eine Spieldauer-Disziplinarstrafe, und Verteidiger Brady Lamb nutzte das resultierende fünfminütige Powerplay zum 3:1 für Augsburg. Wie bereits in Spiel 5, als Düsseldorf eine 3:1-Führung im dritten Abschnitt verspielt hatte, hatte diese Serie allerdings auch diesmal ein Comeback parat: Kapitän Alexander Barta mit einer sehenswerten Einzelaktion (50.) sowie ein von Panther-Defender Arvids Rekis abgefälschter Schuss von Verteidiger Kevin Marshall 52 Sekunden vor dem Ende retteten die DEG in die Verlängerung, und in dieser dauerte es dann lediglich 36 Sekunden, ehe Descheneau erneut zuschlug und den ISS Dome mit seinem willensstarken Solo zum Kochen brachte. Somit bekommt auch diese Serie ein alles entscheidendes siebtes Spiel am Sonntag (16.30 Uhr).

Einen lange relativ offenen Schlagabtausch lieferten sich unterdessen im ersten Drittel die Eisbären Berlin und der amtierende deutsche Meister EHC Red Bull München, ehe sich die Partie in der Schlussphase des Auftaktabschnitts zu Gunsten der Roten Bullen entwickelte: Nachdem Austin Ortega mit einem Penalty an Goalie Danny aus den Birken scheiterte (15.) und damit das mögliche 2:2 für die Eisbären verpasste, schossen Kapitän Michael Wolf (17.) sowie Justin Shugg (18.) mit einem Powerplay-Doppelschlag einen vermeintlich beruhigenden 4:1-Vorsprung für München heraus. Berlin ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken und machte die Begegnung durch Marcel Noebels (30.) sowie Goalgetter Jamie MacQueen (34.) im zweiten Drittel wieder spannend. Der Ausgleichstreffer für die Hausherren sollte allerdings nicht mehr fallen, und so durften sich die Roten Bullen nach der Schlusssirene über den Halbfinaleinzug und mit der zehnten gewonnen Playoff-Serie in Folge über eine neue DEL-Bestmarke freuen.

Stefan Wasmer


Anzeige
Anzeige

Anzeige

Kurznachrichtenticker

  • vor 19 Stunden
  • Die Saale Bulls Halle (Oberliga Nord) haben die Verpflichtung von Moritz Schug bestätigt. Der 22-jährige Allrounder spielte zuletzt für den Ligakonkurrenten Herner EV und kam in der vergangenen Saison zu 54 Einsätzen (neun Tore, zehn Assists).
  • gestern
  • Verteidiger Radek Havel (25) – zuletzt beim EHC Freiburg in der DEL2 unter Vertrag — spielt künftig für Piráti Chomutov in der zweiten tschechischen Liga. In 60 Einsätzen für die Breisgauer kam der Defensivspezialist auf elf Scorer-Punkte.
  • vor 2 Tagen
  • Nach insgesamt 289 Pflichtspielen für Heilbronn wird Richard Gelke in der kommenden Saison nicht mehr im Falkenkader stehen. Der 27-jährige Stürmer einigte sich mit den Verantwortlichen auf eine Vertragsauflösung und hat sich für einen Wechsel zu den Selber Wölfen (Oberliga Süd) entschieden.
  • vor 2 Tagen
  • Lubos Velebny hat seinen Vertrag beim EV Füssen (Oberliga Süd) nochmals um ein Jahr verlängert. Der 37-jährige Routinier kam in der Aufstiegssaison zu 35 Einsätzen. Dabei erzielte er 14 Treffer und lieferte 17 Assists.
  • vor 3 Tagen
  • Tobias Fuchs hat seinen Vertrag bei den EV Lindau Islanders (Oberliga Süd) um ein Jahr verlängert. In der Spielzeit 2018/19 kam der 33-jährige Verteidiger zu 54 Einsätzen (ein Tor, 15 Assists). Künftig nicht mehr für Lindau auf dem Eis stehen werden dagegen Martin Wenter und Christian Schmidt.

Die Eishockey NEWS-App

Lesen Sie jetzt alles über die schnellste Mannschaftssportart der Welt auf Ihrem Tablet oder Smartphone. Alle deutschen Ligen, die NHL und die europäischen Clubs finden Sie auf einen Klick. Mit allen Artikeln und Bildern.
Anzeige
Anzeige