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Sonntag, 26. Mai 2019

Nach Chancenwucher auf beiden Seiten Russland gewinnt Spiel um Platz drei gegen Tschechien mit 3:2 nach Penalty-Schießen und sichert sich WM-Bronze

Tschechiens Tomas Zohorna (weißes Trikot) gegen den russischen Goalie Andrei Vasilevsky sowie Evgeni Malkin und Nikita Zadorov (rechts).
Foto: imago images/Bildbyran/Joel Marklund

Nach dem verpassten Titelgewinn hat sich Topfavorit Russland bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Slowakei als Trostpreis zumindest seine dritte Bronzemedaille der vergangenen vier WM-Turniere gesichert. Die Sbornaja gewann das unterhaltsame und chancenreiche Spiel um Platz drei gegen Tschechien am Sonntagnachmittag in Bratislava mit 3:2 (1:2, 1:0, 0:0, 0:0, 1:0) nach Penalty-Schießen. Damit warten die Tschechen nun bereits seit sieben Jahren auf eine WM-Medaille.

Russland startete in der Ondrej Nepela Arena enorm schwungvoll, verpasste trotz guter Gelegenheiten jedoch zunächst den Führungstreffer. Als Tschechien gerade etwas besser in die Partie gefunden hatte, gelang der Sbornaja dann allerdings doch das 1:0 durch Mikhail Grigorenko, der einen Schuss von Defender Mikhail Sergachyov entscheidend abfälschte (14.).

Nur 41 Sekunden später gaben die Tschechen jedoch bereits die passende Antwort, als Verteidiger David Sklenicka mit einem langen Steilpass Michal Repik auf die Reise schickte und der Rechtsaußen den russischen Goalie Andrei Vasilevsky bei seinem Alleingang zum 1:1 tunnelte. Und spätestens jetzt entwickelte sich die kurzweilige und temporeiche Begegnung, in der beide Teams die neutrale Zone schnell überbrückten, zu einem offenen Schlagabtausch mit zahlreichen Torchancen auf beiden Seiten. Eine davon nutzte Dominik Kubalik mit einer Direktabnahme in den Winkel zum 2:1 für Tschechien (19.).

Zu Beginn des zweiten Drittels kamen dann allerdings wieder die Russen deutlich stärker und druckvoller aus der Kabine kamen und erzielten lediglich 39 Sekunden nach Wiederbeginn durch Artyom Anisimov, dessen Schuss vom Tschechen Radko Gudas unglücklich abgefälscht wurde, den Ausgleich. Im weiteren Verlauf des mittleren Abschnitts steigerte sich Tschechien daraufhin zwar wie schon im Auftaktdrittel, doch in der Endphase der zweiten 20 Minuten war es dann wiederum die Sbornaja, die dem 3:2 in einer weiterhin unterhaltsamen und chancenreichen Partie näher waren.

Und auch im dritten Abschnitt hielten sich beide Mannschaften nicht großartig mit Abwehrarbeit auf, sondern suchten ohne große Umschweife den Weg in die Offensive. Dabei waren es nun jedoch die Tschechen, die sich sowohl quantitativ als auch qualitativ ein Chancenplus erarbeiteten. Das Team von Head Coach Milos Riha scheiterte allerdings immer wieder am hervorragend aufgelegten Vasilevsky, teilweise jedoch auch am eigenen Unvermögen und vergab so einen möglichen Erfolg nach regulärer Spielzeit.

Und da beide Mannschaften auch in der zehnminütigen Drei-gegen-drei-Overtime Chancenwucher betrieben, musste die Entscheidung im Penalty-Schießen fallen. Dort ließ schließlich Vasilevsky passend zu seiner Leistung der vorigen 70 Minuten keinen einzigen tschechischen Versuch passieren, während Ilya Kovalchuk sowie Nikita Gusev für Russland trafen und dem Team von Trainer Ilya Vorobyov damit die Bronzemedaille sicherten.

Stefan Wasmer

Das Spiel im Stenogramm (1 Einträge)

 

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Notizen

  • vor 6 Stunden
  • Die NHL kommt im Rahmen ihrer Global Series im Dezember nach Deutschland. Schon Mitte November macht sie in Veikkaus Arena in Helsinki (Finnland) Halt. Am 12. und am 14. November messen sich dort die Carolina Hurricanes und die Seattle Kraken um Torhüter Philipp Grubauer in regulären Saisonspielen.
  • vor 6 Stunden
  • Die Tölzer Löwen (Oberliga Süd) haben die Zusammenarbeit mit ihrem Geschäftsführer Fabian Schlager bis einschließlich der Saison 2029/30 verlängert.
  • vor 9 Stunden
  • Stürmer Spencer Machacek hat sich einer Operation unterzogen. Der Leitwolf der Grizzlys Wolfsburg hatte sich im zweiten Spiel der Erstrunden-Playoff-Serie gegen die Schwenninger Wild Wings am Unterkörper verletzt.
  • vor 23 Stunden
  • Michael Fomin hat seinen Vertrag verlängert und trägt auch kommende Saison das Trikot der Füchse Duisburg. Der 27-jährige Angreifer geht somit in seine sechste Spielzeit für den Nord-Oberligisten.
  • vor 4 Tagen
  • Die Weltmeisterschaften der Division IIA (20. bis 26. April) und der Division IV (12. bis 18. April) findet wegen der Sicherheitslage im Nahen Osten nicht wie ursprünglich geplant in den Vereinigten Arabischen Emiraten beziehungsweise Kuwait statt. Der Status beider Turniere bleibt zunächst offen.
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