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Donnerstag, 30. Januar 2020

Interview aus der aktuellen Ausgabe "Wir müssen zusehen, dass die Clubs schneller und mit kleineren Sanktionen reagieren“ – DEL2-Fanbeauftragtensprecher Mark Haberer

Mark Haberer, Fanbeauftragter beim DEL2-Meister Ravensburg Towerstars, ist zugleich einer der beiden Fanbeauftragtensprecher der DEL2. Im Interview spricht er über die Vorfälle des vorvergangenen Sonntags, die nicht ganz einfache Arbeit als Fanbeauftragter und seine Wünsche für die Zukunft.

Herr Haberer, drei Vorfälle an einem DEL2-Spieltag. Ein unglücklicher Zufall oder ein Tag, der ungute Tendenzen offenbarte?
Mark Haberer: „Dass es drei Vorfälle an einem Tag gab, ist schon sehr unglücklich. In der Relation zum Fußball ist es im Eishockey noch einigermaßen ruhig. Jedoch gibt es die Tendenz, dass es mehr wird. Das kann man nicht schönreden.“

Der Ruf der Ultragruppierungen hat nach den Vorfällen wieder einmal sehr gelitten. Die Ravensburg Towerstars handelten konsequent, machten von ihrem Hausrecht Gebrauch und schlossen die komplette „B1 Crew“ für alle restlichen Heimspiele dieser Saison aus. War das die richtige Reaktion?
Haberer: „Das ist schon ein schwieriges Thema. Medien und Fans stürzen sich natürlich auf diese Vorfälle. Doch Ultragruppierungen haben nicht nur schlechte Seiten. Ich sage immer: Es wäre schön, wenn sie von den guten Seiten noch etwas mehr hätten und von den schlechten deutlich weniger. Diese drastische Maßnahme der Towerstars war nun auch nötig, um ein Zeichen zu setzen und erst einmal für Ruhe zu sorgen. Man kann das so lösen, aber nun kommt es auch darauf an, das Gespräch mit den Beteiligten zu suchen und eine Lösung für die Zukunft zu finden.“

Was könnten die Gründe dafür sein, dass es nun vermehrt zu Ausschreitungen in der DEL2 kam?
Haberer: „Es hängt immer auch mit der Zusammensetzung der Liga zusammen und von der Frage ab, wie die Szenen miteinander können. Über die letzten Jahre waren die Konflikte da vielleicht etwas abnehmend, aber aktuell habe ich das Gefühl, es wird wieder etwas mehr.“

Muss eigentlich immer erst etwas passieren, damit Clubs und Medien auf solche Tendenzen aufmerksam werden?
Haberer: „Mir fehlt die Konsequenz der Clubs. Es gab auch Vorfälle, die schon früher von Vereinsseite geahndet hätten werden können. Als Beispiel: Es gibt an einem Standort einen ersten Vorfall, aber es wird darüber hinweggesehen. Dann passiert etwas zweites und drittes, aber es gibt immer noch keine Reaktion. Und dann passiert noch einmal etwas und es kommt die Keule. Wir müssen zusehen, dass die Clubs hier schneller und mit kleineren Sanktionen reagieren.“

Interview: Sebastian Groß

Das komplette Interview finden Sie in unserer aktuellen Print-Ausgabe.


Kurznachrichtenticker

  • vor 9 Stunden
  • Mit einer durchschnittlichen Eiszeit von 18 Minuten im Monat März, zehn Scorer-Punkten und „unermüdlichem Einsatz“ ist Gregory Saakyan vom EHC Freiburg von der DEL2 zum Förderspieler des Monats März gewählt worden.
  • vor 14 Stunden
  • Der Deggendorfer SC und Andrew Schembri konnten sich auf keinen neuen Vertrag einigen. Damit verlässt der 38-jährige Deutsch-Kanadier, der mit Ausnahme der Saison 2014/15 seit 2011 für den Süd-Oberligisten aktiv war, mit bis dato unbekanntem Ziel.
  • vor 14 Stunden
  • Parker Bowles hat seinen Vertrag bei den EC Hannover Indians verlängert. In der Spielzeit 2020/21 bestritt der 26-jährige Kanadier 40 Partien für den Nord-Oberligisten. Dabei erzielte der Angreifer 27 Treffer und lieferte 35 Assists.
  • vor 18 Stunden
  • Nächster Neuzugang beim Deggendorfer SC: Der Süd-Oberligist hat Center Mark Heatley vom Ligakonkurrenten EV Lindau Islanders verpflichtet. Der mittlerweile 36-jährige Deutsch-Kanadier verzeichnete in der aktuellen Saison 2020/21 bei 33 Einsätzen für Lindau 22 Scorer-Punkte (neun Tore, 13 Assists).
  • gestern
  • Augsburgs Verteidiger Layne Viveiros verletzte sich in der Partie am Donnerstag gegen Bremerhaven am Knie und kann in der Saison 2020/21 nicht mehr zum Einsatz kommen, wie der Club aus der PENNY DEL am Samstagabend bekannt gab.
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