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Donnerstag, 18. Juni 2020

Großveranstaltungsverbot mit Ausnahmen "Werden alle Anstrengungen unternehmen, um so viele Zuschauer wie möglich in die Hallen zu bekommen" – Tripcke (DEL), Rudorisch (DEL2) und Schaidnagel (DEB) optimistisch gestimmt

DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch (Mitte) und DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke (rechts).
Foto: imago images / Pressefoto Baumann

UPDATE. Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) und die Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL2) haben die am Mittwochabend beschlossene Verlängerung des bundesweiten Verbots von Großveranstaltungen bis Ende Oktober entspannt zur Kenntnis genommen – weil es die Möglichkeit für Ausnahmeregelungen offen lässt. Das Verbot gilt nämlich nur für Veranstaltungen, „bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich sind“. Andere könnten unter Umständen und je nach Einschätzung der Behörden vor Ort erlaubt werden. Das lässt die Tür für eine Eishockey-Saison mit Zuschauern zumindest ein Stück weit offen – so sehen das auch die beiden Liga-Geschäftsführer.

„Wir nehmen zur Kenntnis, dass es kein allgemeines Verbot gibt und werden zusammen mit den Arenen alle Anstrengungen unternehmen, um so viele Zuschauer wie möglich in die Hallen zu bekommen", sagt DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke in einer ersten Reaktion, und ergänzt: "Selbstverständlich muss dabei die Wirtschaftlichkeit gegeben sein.“

Auch DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch äußerte sich gegenüber Eishockey NEWS in einer ersten Reaktion entspannt. "Die Aussagen habe ich zur Kenntnis genommen. Inhaltlich muss man die Bedeutung aber natürlich prüfen. Nach aktuellem Stand lässt man eine Entscheidung und klare Aussage zu Sportveranstaltungen, was die Spiele der DEL2 betreffen würde, meines Wissens noch offen", so Rudorisch zur Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen bis Ende Oktober. Er verweist deshalb darauf, dass Sportveranstaltungen nicht unbedingt von dieser Regelung betroffen sein müssen: "Insofern ist sicher der Ansatz richtig, Großveranstaltungen wie Volks- und Stadtfeste von organisierbaren Sportveranstaltungen zu trennen. Bezüglich Ablauf und Kontakterfassung sind wir eher mit Kinoaufführungen und Theaterveranstaltungen zu vergleichen, welche in einigen Bundesländern bereits wieder möglich sind." Unter Berücksichtigung welcher Maßnahmen Eishockeyspiele schon ab August/September sogar mit Zuschauern möglich wären, daran arbeitet die vom DEB ins Leben gerufene Task Force Eishockey derzeit.

„Der Beschluss der Bundesregierung ist für uns ein absolut ermutigendes Signal. Es liegt jetzt an allen Beteiligten im deutschen Eishockey, auf dieser Grundlage einen tragbaren Plan zu präsentieren, der die Politik überzeugt. Genau dies ist die Aufgabe der Task Force, die sich seit Wochen unter Federführung des DEB intensiv damit beschäftigt und bis Mitte Juli die entsprechenden Ergebnisse vorweisen wird", betonte auch DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel am Donnerstag auf Nachfrage von Eishockey NEWS, dass der aktuelle Beschluss dem Eishockeysport durchaus Möglichkeiten bietet – und nannte dabei auch ein konkretes Beispiel: „Es gibt keine Veranlassung, von unserem Fahrplan mit einem pünktlichen Saisonstart abzuweichen. Auch für den Deutschland Cup haben wir nun eine klare Perspektive und wollen im November in Krefeld vor Zuschauern spielen."

Sebastian Groß/Stefan Wasmer


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Notizen

  • vor 14 Stunden
  • Die deutsche Nationalmannschaft hat bei den Paralympics auch das letzte Gruppenspiel verloren. Gegen Italien gab es am Dienstag ein 1:2. Die Auswahl erzielte dabei ihr erstes Tor seit den Spielen 2006. Weiter geht es am Donnerstag mit dem ersten Platzierungsspiel um Platz fünf.
  • vor 22 Stunden
  • Mit Mark Waldhausen (36) verlässt die Erding Gladiators. Seit 2019 stand der Deutsch-Kanadier im Team. In der vergangenen Saison kam er in 52 Spielen auf zwei Tore und elf Vorlagen. Er soll noch einen „gebührenden Abschied“ erhalten, heißt es von Seiten des Clubs.
  • vor 22 Stunden
  • Im ersten Playoff-Spiel gegen die Lindau Islanders zog sich Klavs Planics von den Füchsen Duisburg, der erst kürzlich sein Comeback gefeiert hatte, nach einem Zweikampf an der Bande eine schwere Verletzung zu. Für ihn ist die Saison damit vorzeitig beendet.
  • gestern
  • Mit 18 Stichen ist Linus Wernerson Libäck nach seiner foulbedingten Verletzung beim Spiel in Bad Tölz genäht worden. Es gehe ihm den Umständen entsprechend so weit gut, teilen die Hammer Eisbären mit. Der Stürmer muss sich nach der Rückkehr nach Hamm weiteren Untersuchungen unterziehen.
  • vor 3 Tagen
  • Jake Ustorf, Stürmer der Nürnberg Ice Tigers, fällt bis Saisonende aus. Grund ist eine Handverletzung.
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