Iserlohns Angreifer Joe Whitney.
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Ohne den gesperrten Brody Sutter empfingen die Iserlohn Roosters am Dienstagabend die Eisbären Berlin zum Top-Spiel in der Nord-Gruppe der PENNY DEL. Die Hauptstädter hatten dabei die Gelegenheit die Spitzenposition von den Kölner Haien zurückzuerobern. Im Sauerland musste das Team von Serge Aubin aber einen frühen Rückschlag verkraften: Direkt im ersten Roosters-Powerplay sprang die Scheibe genau auf den Schläger von Casey Bailey, der Mathias Niederberger problemlos überwinden konnte. Weitere Chancen auf beiden Seiten blieben zunächst ungenutzt.
Eine Strafzeitenflut sorgte im Mitteldrittel für Brisanz. Eisbären-Youngster Lukas Reichel glich per Rebound aus. Brent Aubin (32.) antwortete mit seinem ersten Treffer im Iserlohner Trikot in ähnlicher Manier. Danach bekam Berlins Matt White viel zu viel Platz und bezwang Andy Jenike mit einem Schuss aus dem Handgelenk, ehe Alex Grenier die Gastgeber per One-Timer zum dritten Mal in Führung brachte. Alle Treffer wurden in Überzahl erzielt, Reichel und Grenier waren sogar in zweifacher numerischer Überlegenheit erfolgreich.
Für die erstmalige Zwei-Tore-Führung benötigte die Mannschaft von Jason O’Leary im Schlussabschnitt nur zehn Sekunden. Joe Whitney überraschte Niederberger nach einem schnellen Angriff im kurzen Eck. Der SHL-Neuzugang (zuletzt Linköping) hatte vorher schon drei Vorlagen gegeben. Dank guter Saves von Jenike, couragierten Roosters und dem Empty-Net-Goal in Unterzahl von Bailey blieben die drei Punkte schließlich im Sauerland, obwohl Berlin deutlich mehr Torschüsse abgab. In der Tabelle tauschten beide Clubs die Positionen – Iserlohn ist jetzt Zweiter, Berlin steht auf Rang drei.
Tim Heß