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Samstag, 22. Mai 2021

Das DEL2-Finale am Samstag Reverse Sweep perfekt: Bietigheim gewinnt in Kassel mit 5:2 und feiert die DEL2-Meisterschaft sowie die sportliche Erstliga-Qualifikation

Das Meisterfoto der Bietigheim Steelers.
Foto: Diekmann

Showdown in Kassel: Am Samstag kam es zur entscheidenden fünften Partie im DEL2-Finale. Neben der Meisterschaft stand für die Kassel Huskies und die Bietigheim Steelers auch die sportliche Qualifikation für die kommende PENNY DEL-Saison auf dem Spiel. Die Huskies knüpften zu Beginn der Serie an die dominante Hauptrunde an und führten bereits mit 2:0. Bei den letzten beiden Vergleichen belohnte sich jedoch das Team aus Baden-Württemberg für couragierte Auftritte und forcierte das fünfte Match. Letztlich machten die Steelers den „Reverse Sweep“ perfekt und siegten auswärts mit 5:2. Eine beeindruckende Leistung, da mit Kapitän Niki Goc sowie den Stürmern Riley Sheen und Brett Breitkreuz drei Schlüsselspieler fehlten.

Die erste Druckphase kreierten am Samstag die Gäste. Norman Hauner, Tim Schüle und Robin Just prüften Huskies-Torhüter Jerry Kuhn. Bei einem Konter entwischte Alexander Preibisch den Nordhessen und schoss knapp drüber. Aber: Stephan Tramm wanderte bei der Aktion aufgrund eines Stockschlags auf die Strafbank. Die Steelers in Überzahl schlugen eiskalt zu. Der Schuss von C.J. Stretch (8.) landete am Innenpfosten, die Scheibe kullerte über die Linie, ehe Hauner sie über die Linie bugsierte. Kassel fand nach dem Gegentor besser ins Spiel. Clarke Breitkreuz verpasste den postwendenden Ausgleich nur knapp. Die Schlittenhunde profitierten dann von einem Wechselfehler der Gäste. Tramm (15.) zog im Powerplay einfach mal ab, als Breitkreuz dem jungen Steelers-Goalie Leon Doubrawa die Sicht nahm. Lukas Laub vergab in der nächsten Situation eine Großchance. Vinny Saponari bediente den letztjährigen Bietigheimer mustergültig. Kuhn entschärfte vor der ersten Pause noch einen Alleingang von Evan Jasper.

Im Mitteldrittel rückte einmal mehr Vinny Saponari in den Mittelpunkt. Der ehemalige Krefelder brachte Kassel mit der Rückhand erstmals in Führung (27.). Für den Rechtsschützen war es bereits der dritte Finaltreffer. Doubrawa machte dabei keine gute Figur. Philippe Cornet und Ryan Olsen verpassten bei guten Gelegenheiten sogar das 3:1. Beinahe kassierten die Schlittenhunde daher den Ausgleich. Stretch und Hauner kamen nach einer Kombination aber nicht zum Schuss. Eine Unterzahlsituation gegen Ende des Durchgangs überstanden die Schlittenhunde durch zahlreiche Blocks und Saves von Kuhn. Doubrawa verhinderte mit einer tollen Parade gegen Cornet erneut den dritten Huskies-Treffer.

Das Spielstenogramm (1 Einträge)

 

 

Furios starteten die Huskies in in die finalen 20 Minuten. Mit einem Power Move zum Tor zwang Ryon Moser  Matt McKnight zu einer Strafe. In den letzten Sekunden der numerischen Überlegenheit vergab Kassel weitere Großchancen. Cornet traf nur den Pfosten – und auch der Rebound wollte nicht über die Linie. Das Team von Danny Naud machte es besser, stellte seine Comeback-Qualitäten wieder unter Beweis. Norman Hauner (46.) nahm in Überzahl Maß und traf per Handgelenkschuss. Corey Trivino saß in der Kühlbox. Evan Jasper (49.) schloss eine Einzelleistung mit einem Wrapround – und der Mithilfe von Huskies-Defender Troy Rutkowski – ab. In ähnlicher Manier war der Kanadier bereits am Donnerstag erfolgreich. Kassel rannte ran, ließ aber ein Powerplay ungenutzt. Stattdessen besorgte Hauner (55.) mit einem Schuss aus einem spitzen Winkel die erste Zwei-Tore-Führung. Kuhn verließ sein Tor schon drei Minuten vor Schluss zugunsten eines sechsten Skaters. Tim Schüle (59.) sorgte mit einem Empty-Net-Goal für die Vorentscheidung.

Für die Bietigheim Steelers ist es nach den Zweitliga-Meisterschaften 2009, 2013, 2015 sowie 2018 ein weiterer Erfolg in der jüngeren Vereinsgeschichte. Künfitg werden sie – aller Voraussicht nach – im deutschen Oberhaus antreten.

Tim Heß

Weitere Fotos der Bietigheimer Meisterfeier (6 Einträge)

 

Kurznachrichtenticker

  • vor 7 Stunden
  • Filip Rieger wechselt nun fest vom EHC 80 Nürnberg zu den Höchstadt Alligators. Der 19-Jährige wird zweiter Torhüter des Oberligisten, für den er in der Vorsaison schon per Förderlizenz im Einsatz war.
  • vor 14 Stunden
  • Jan Wächtershäuser hat seinen Vertrag bei der EG Diez-Limburg verlängert. Der 20-jährige Verteidiger wechselte im Sommer 2020 aus dem Nachwuchs der Düsseldorfer EG zum Oberliga-Aufsteiger und bestritt in der vergangenen Saison 41 Partien (zwei Assists).
  • gestern
  • Nord-Oberligist Saale Bulls Halle hat seine Verteidigung mit Pascal Grosse (22) vorerst komplettiert. Der Linksschütze trug in der vergangenen Saison 2020/21 das Trikot des Ligakonkurrenten Hannover Scorpions und verzeichnete bei insgesamt 33 Einsätzen sieben Scorer-Punkte (ein Tor, sechs Assists).
  • gestern
  • Die Hammer Eisbären (Oberliga Nord) haben Defender Tim Junge (20) und Angreifer Michel Limböck (22) verpflichtet. Junge kommt vom Ligakonkurrenten aus Leipzig (acht Punkte in 23 Matches), während Limböck in der vergangenen Saison zwei Tore in 33 Partien für Süd-Oberligist Deggendorfer SC erzielte.
  • gestern
  • Mike Sullivan, in der NHL Head Coach der Pittsburgh Penguins, wird bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking als Cheftrainer der US-Auswahl fungieren. Der inzwischen 53-Jährige holte mit den Pens 2016 sowie 2017 den Stanley Cup und gehörte beim World Cup 2016 als Assistent zum US-Trainerstab.
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