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Dienstag, 24. August 2021

Trainerstimmen vor dem Auftakt Pavel Gross: „Jetzt geht es schon um die Wurst" – Vier deutsche Teams starten ab Donnerstag in die neue Saison der Champions Hockey League

Saisonauftakt in der Champions Hockey League: Für Münchens Trevor Parkes, Bremerhavens Brandon Maxwell, Mannheims Dennis Endras sowie Eisbär Jonas Müller (von links) wird es in dieser Woche bereits ernst.
Fotos: imago images/GEPA pictures/Thomas Bachun, Eibner-Pressefoto, Sörli Binder, City-Press

„Eine Möglichkeit, sich auf einem wirklich hohen Level zu messen“ – so beschreibt Münchens Head Coach Don Jackson die Champions Hockey League. Für Jacksons EHC Red Bull sowie drei weitere deutsche Teams beginnt in dieser Woche mit den ersten beiden Spieltagen die CHL, die sich nach einer einjährigen Corona-Zwangspause zurückmeldet. Wie gewohnt kämpfen dabei insgesamt 32 Mannschaften in acht Vierergruppen um die 16 Achtelfinalplätze.

Ein einfaches Unterfangen dürfte die Qualifikation für die Runde der letzten 16 in der bevorstehenden Saison für die Teams aus der PENNY DEL allerdings nicht werden. Die Eisbären Berlin beispielsweise waren als amtierender deutscher Meister im ersten Lostopf gesetzt, erwischten mit dem HC Lugano (Schweiz), Skelleftea AIK (Schweden) um die beiden deutschen Nationalstürmer Tom Kühnhackl und Stefan Loibl sowie Tappara Tampere (Finnland) aber nichtsdestotrotz ausschließlich Gegner aus europäischen Spitzenligen. „Es wird wirklich schwierig für uns, das ist eine sehr starke Gruppe. Wir werden auf verschiedene Spielstile treffen und müssen unser bestes Eishockey spielen“, stellte Serge Aubin dementsprechend am Dienstagnachmittag im Rahmen der digitalen CHL-Saisoneröffnungspressekonferenz fest. „Die deutschen Mannschaften haben gezeigt, dass sie mit jedem mithalten können“, hakt der Eisbären-Cheftrainer, dessen Schützlinge zum Auftakt am Freitagabend (20.15 Uhr) Tappara empfangen, den Wettbewerb jedoch keineswegs bereits vor dem Start ab.
 

 

Zumindest auf dem Papier deutlich dankbarere Auftaktgegner warten allerdings auf München sowie die Adler aus Mannheim: Während die Roten Bullen am Donnerstag (20.15 Uhr) beim dänischen Continental-Cup-Champion SønderjyskE Ishockey gastieren, reisen die Quadratestädter nach Wales und treffen dort am selben Abend (20 Uhr) auf die Cardiff Devils. „Wir werden keine Mannschaft unterschätzen“, versichert Pavel Gross. Der Adler-Chefcoach sieht sein Team „physisch gut vorbereitet, mental natürlich auch“ und geht mit einem unmissverständlichen Ziel in den CHL-Start: „Das ist keine Vorbereitung mehr. Jetzt geht es schon um die Wurst. Wir wollen uns gut präsentieren und unser erstes Spiel sofort gewinnen.“ Die weiteren Vorrundengegner der Kurpfälzer kommen mit Lukko Rauma sowie Justin Kruegers Lausanne HC aus Finnland beziehungsweise der Schweiz, München bekommt es in der Gruppe D darüber hinaus mit Rögle BK (Schweden) und dem EV Zug (Schweiz) zu tun.

Unter erschwerten Bedingungen beginnen unterdessen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, einer von insgesamt sechs CHL-Debütanten im diesjährigen Teilnehmerfeld, ihre Premierensaison in der Champions Hockey League: Weil parallel zu den ersten beiden Gruppenspieltagen nämlich auch die finalen Olympia-Qualifikationsturniere stattfinden, müssen die Norddeutschen am Freitagabend (18 Uhr) in Finnland bei TPS Turku sowie am Sonntagnachmittag (14.35 Uhr) beim schwedischen Meister Växjö Lakers auf ihr starkes Slowenen-Angriffstrio – Jan Urbas, Ziga Jeglic und Miha Verlic – verzichten. Bei Thomas Popiesch ist die Vorfreude auf die CHL nichtsdestotrotz „wahnsinnig groß. Für Bremerhaven ist das eine wahnsinnige Geschichte, dass wir uns mit der europäischen Spitze messen können. Wir sind unglaublich stolz, dass wir mitspielen dürfen.“ Und selbst den prominenten Ausfällen kann der Cheftrainer der Fischtown Pinguins, die sich in der Vorrunde auch mit dem tschechischen Traditionsclub Sparta Prag duellieren werden und somit eine echte Hammergruppe erwischt haben, etwas Positives abgewinnen: „Das ist eine gute Möglichkeit für andere Spieler, sich zu zeigen und in den Special Teams aufzulaufen.“

Stefan Wasmer


Kurznachrichtenticker

  • gestern
  • Nach Zustimmung der Eisbären Berlin haben die Augsburger Panther eine weitere Partie verlegt. Das ursprünglich für den 12. Dezember 2021 angesetzte Heimspiel gegen den amtierenden Meister findet nun am Dienstag, 15. März 2022 um 19:30 Uhr im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion statt.
  • gestern
  • Schwerer Schlag für die Tilburg Trappers aus der Oberliga Nord: Wie der dreimalige Oberligameister am Samstag vermeldete, muss Torhüter Ian Meierdres aufgrund von anhaltenden Verletzungsproblemen seine Karriere kurz vor seinem 33. Geburtstag mit sofortiger Wirkung beenden.
  • vor 2 Tagen
  • Der Herner EV (Oberliga Nord) hat den Vertrag mit Alexander Komov verlängert. Der 20-jährige Angreifer kam während der vergangenen Saison aus dem Nachwuchs der Schwenninger Wild Wings zum HEV und bestritt seither 43 Oberligaspiele (vier Tore, acht Assists).
  • vor 2 Tagen
  • Die Bietigheim Steelers (PENNY DEL) leihen Maximilian Menner bis Saisonende an die Bayreuth Tigers (DEL2) aus. Im bisherigen Saisonverlauf kam der 19-jährige Verteidiger ausschließlich für Bietigheims Kooperationspartner, die Selber Wölfe (DEL2), zum Einsatz (zwölf Spiele, zwei Assists).
  • vor 2 Tagen
  • Daniel Maul wechselt innerhalb der Oberliga Süd von den Höchstadt Alligators zu den EHF Passau Black Hawks. Für Höchstadt kam der 20-jährige Angreifer saisonübergreifend zu 15 Oberligaeinsätzen (zwei Tore). In der Dreiflüssestadt trifft der gebürtige Deggendorfer auf seinen Cousin Sascha.
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