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Freitag, 17. September 2021

3. Spieltag in der PENNY DEL Straubing schlägt Ingolstadt, Köln fertigt Krefeld ab, Eisbären überzeugen an der Küste, Mannheim mit Mühe gegen Nürnberg

Kölns Verteidiger Maury Edwards erzielte beim 6:0-Erfolg der Haie in Krefeld gleich zwei Tore.
Foto: imago images/osnapix

Sechserpack am Freitagabend zum dritten Spieltag in der PENNY DEL. Kurios: Insgesamt gab es drei Shutouts, Tag der Torhüter also. Stark präsentierten sich Straubing und Köln, beide gewannen ihre Derbys gegen Ingolstadt und Krefeld mit 4:1 bzw. 6:0. Und auch Berlin kommt langsam in Fahrt, dem Meister gelang beim 4:0 ein deutlicher Sieg in Bremerhaven. Richtig schwer tat sich Mannheim, die Adler sackten durch ein 3:2 gegen Nürnberg aber die ersten Punkte ein. Wolfsburg und Iserlohn hielten sich ebenfalls schadlos.

Zur Sache ging es von Beginn an im Derby zwischen Straubing und Ingolstadt. Brandon Manning und Colton Jobke lieferten sich bereits nach sechs Minuten einen Faustkampf. Die folgende doppelte Überzahl für die Tigers nutzte Stephan Daschner per Schlagschuss zur Führung (8.). Dann wurden die Hausherren undiszipliniert, woraus die Schanzer aber kein Kapital schlagen konnten. Straubing war aber klar Chef im Haus. Ex-Panther David Elsner erhöhte (28.). Ingolstadt blieb harmlos, mit dem nächsten Straubinger Tor (Samanski/46.) im letzten Abschnitt war die Partie durch. Damit ein guter Saisonstart für die Tigers, Ingolstadt ist noch nicht ganz auf der Höhe.

Einen guten Auftakt erwischte auch Meister Berlin an der Küste. Kevin Clark hieß nach vier Minuten der erste Torschütze des Abends. Die Eisbären waren auch danach im Vorwärtsgang, lediglich Fischtown-Goalie Brandon Maxwell verhinderte Schlimmeres. Im zweiten Drittel fand erst Matt White eine Lücke (23.), ehe die Berliner Paradereihe so richtig heiß lief. Mit dem hohen Rückstand vor der Brust taten sich die Pinguins noch schwerer. Auch die Eisbären ließen es danach ruhiger angehen und zeigten sich defensiv stark verbessert. Am Ende stand ein Shutout für Tobias Ancicka und der zweite Sieg in Folge.

Die Spiele im Stenogramm (6 Einträge)

 

 

In Mannheim wurde es zunächst emotional. Der langjährige Stadionsprecher Udo Scholz, der im Juli des vergangenen Jahres verstarb, wurde per Zeremonie verabschiedet. Die dezimierten Adler hatten danach mit Nürnberg viel Mühe, auch wenn die Gastgeber mehr Möglichkeiten hatten. Beide Teams trafen übrigens zum 144. Mal aufeinander, öfter gab es kein anderes Aufeinandertreffen in der PENNY DEL. In der Folge merkten die Gäste, dass hier was gehen könnte. Und sieh an: Tim Fleischer markierte mit seinem ersten Treffer für Nürnberg nach einer knappen halben Stunde die Führung. Nigel Dawes brauchte aber nicht lange für die Antwort. Im dritten Drittel ging es hin und her, Mannheim verpasste den entscheidenden Punch. Den setzte dann aber Jason Bast in der 57. Minute. Den hauchdünnen Vorsprung zitterten die Kurpfälzer über die Zeit.

Längere Zeit torlos war es auch zwischen Wolfsburg und Düsseldorf, obwohl die DEG in den ersten beiden Saisonspielen elfmal traf. Beide Mannschaften neutralisierten sich aber zunächst. Den Bann brach erst Grizzly Darren Archibald in der 25. Minute. Danach passierte wieder eine ganze Weile nichts, die Rheinländer waren nicht zwingend genug. In der 42. Minute war wieder Chris DeSousa an der Reihe, der schon im letzten Spiel einen Hattrick für die Niedersachsen hinlegte. Danach spielte der Vizemeister der Vorsaison die Partie runter, Dustin Strahlmeier hielt seinen Kasten sauber.

Große Freude bei den Augsburger Panthern, denn nach über einem Jahr durften erstmals wieder Fans ins Curt-Frenzel-Stadion. Die mussten aber mit ansehen, wie die Fuggerstädter eine Reihe von Powerplays ungenutzt ließen. Und das bestrafte Nick Schilkey (29.). Es kam sogar noch besser für die Roosters, weil Sena Acolatse in Überzahl nachlegte (36.). Augsburg rannte weiter an, fand aber kein Durchkommen aufgrund vieler ungenauer Pässe. David Stieler brachte Augsburg dann doch nochmal ran, aber Kris Foucault stellte im Powerplay den alten Abstand wieder her. Am Ende feierten die Sauerländer den ersten Auswärtssieg der neuen Spielzeit.

Die Kölner Haie fanden nach zwei guten Partien am ersten Wochenende auch beim Rheinderby in Krefeld von Beginn an in die Spur. Maury Edwards schoss nach elf Minuten zur Führung für die Domstädter ein und legte wenig später sogar noch nach. Bereits die Saisontore zwei und drei für den Kanadier. Im zweiten Abschnitt zogen die Haie weiter davon, Krefeld hatte nichts entgegenzusetzen und präsentierte sich erneut desolat. Köln dagegen machte den guten Saisonstart mit einem Shutout für Torhüter Justin Pogge perfekt.

Tony Poland


Kurznachrichtenticker

  • vor 9 Stunden
  • Nach Zustimmung der Eisbären Berlin haben die Augsburger Panther eine weitere Partie verlegt. Das ursprünglich für den 12. Dezember 2021 angesetzte Heimspiel gegen den amtierenden Meister findet nun am Dienstag, 15. März 2022 um 19:30 Uhr im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion statt.
  • vor 11 Stunden
  • Schwerer Schlag für die Tilburg Trappers aus der Oberliga Nord: Wie der dreimalige Oberligameister am Samstag vermeldete, muss Torhüter Ian Meierdres aufgrund von anhaltenden Verletzungsproblemen seine Karriere kurz vor seinem 33. Geburtstag mit sofortiger Wirkung beenden.
  • gestern
  • Der Herner EV (Oberliga Nord) hat den Vertrag mit Alexander Komov verlängert. Der 20-jährige Angreifer kam während der vergangenen Saison aus dem Nachwuchs der Schwenninger Wild Wings zum HEV und bestritt seither 43 Oberligaspiele (vier Tore, acht Assists).
  • gestern
  • Die Bietigheim Steelers (PENNY DEL) leihen Maximilian Menner bis Saisonende an die Bayreuth Tigers (DEL2) aus. Im bisherigen Saisonverlauf kam der 19-jährige Verteidiger ausschließlich für Bietigheims Kooperationspartner, die Selber Wölfe (DEL2), zum Einsatz (zwölf Spiele, zwei Assists).
  • gestern
  • Daniel Maul wechselt innerhalb der Oberliga Süd von den Höchstadt Alligators zu den EHF Passau Black Hawks. Für Höchstadt kam der 20-jährige Angreifer saisonübergreifend zu 15 Oberligaeinsätzen (zwei Tore). In der Dreiflüssestadt trifft der gebürtige Deggendorfer auf seinen Cousin Sascha.
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