Die Echte Helden Arena in Freiburg.
Foto: City-Press
Der EHC Freiburg aus der DEL2 hat aus Kostengründen den Mietvertrag mit der Stadt Freiburg über die Echte Helden Arena zum Saisonende (Mai 2022) hin gekündigt. „Nach dem Mietvertrag zwischen der Stadt und dem EHC Freiburg trägt der EHC unter anderem die gesamten Energiekosten der Halle und bekommt von der Stadt einen Zuschuss“, erklärte der EHC die Lage in einem Statement am Freitagnachmittag. Für den Club bedeute dies in Zeiten steigender Energiepreise „eine Mehrbelastung von rund 100.000 € bis Saisonende“, wie die Breisgauer mitteilten und daraufhin die Notbremse zogen.
„Wir haben sofort den Kontakt zum Sportamt der Stadt Freiburg gesucht und darauf hingewiesen, dass wir diese Mehrbelastung nicht stemmen können. Von dort wurde aber keine Hilfe in Aussicht gestellt, sondern wir wurden auf den nächsten Doppelhaushalt verwiesen. Dadurch gerieten wir unter enormen Zeitdruck. Der Mietvertrag mit der Stadt sieht nämlich nur eine einzige Kündigungsmöglichkeit vor, den 30.11. eines jeden Jahres. Wir haben uns deshalb im Interesse des Vereins entschlossen, den Vertrag zu kündigen", begründete der Club den drastischen Schritt.
Die Hoffnung des DEL2-Clubs ist nun, die Konditionen über die Nutzung der Eishalle neu zu verhandeln. „Der EHC ist der einzige Verein der Stadt Freiburg, der ein städtisches Gebäude in dieser Dimension und mit diesen hohen Energiekosten auf eigene Verantwortung und auf eigenes Risiko betreibt. Eine gute Lösung wäre daher, wenn dieses Risiko der letztlich unkalkulierbaren Energiekosten für Verein zumindest weitgehend abgefedert würde. Die Echte Helden Arena ist die am meisten genutzte Breitensporteinrichtung in Freiburg“, heißt es in der Mitteilung der Wölfe zu einem möglichen Lösungsweg.