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Dienstag, 22. November 2022

Champions Hockey League am Dienstag Wolfsburg verliert denkbar knapp in Luleå und scheidet aus – Straubing verpasst gegen Frölunda ebenfalls den Sprung ins Viertelfinale

Die Straubing Tigers um Mike Connolly und Parker Tuomie verpassten gegen starke Gäste aus Frölunda die große Überraschung und scheiterten im CHL-Achtelfinale.
Foto: Schindler

Die beiden deutschen Teilnehmer, die am Dienstag in der Champions Hockey League im Einsatz waren, ereilte im Achtelfinale das Aus. Bis zur Schlusssirene bestand bei den Grizzyls Wolfsburg berechtigte Hoffnung, die 2:3-Hinspielniederlage gegen Luleå noch umbiegen zu können. Letztlich mussten sich die Niedersachsen aber knapp mit 1:2 geschlagen geben und schieden ebenso aus wie die Straubing Tigers. Die Niederbayern zogen nach der 0:4-Niederlage aus dem Hinspiel auch im Rückspiel vor heimischer Kulisse gegen Frölunda Göteborg mit 2:3 den Kürzeren und verpassten damit den Sprung unter die besten acht Teams. Eine zugegebenermaßen kleine Chance auf das Erreichen des Viertelfinals hat noch der EHC Red Bull München, der mit der Hypothek einer 1:5-Heimniederlage aus dem Hinspiel am Mittwoch (um 19:45 Uhr; Live-Einstieg bei Sport1) in sein Rückspiel beim EV Zug (SUI) geht. Der Sieger dieses Duells trifft im Viertelfinale auf den tschechischen Vertreter Mountfield HK, der gegen Färjestad BK (SWE) eine 3:4-Niederlage mit einem 4:2-Erfolg nach Verlängerung noch wettmachte.

Einen bis zur Schlusssirene tollen Fight lieferten die Grizzlys Wolfsburg dem favorisierten Luleå HF. Nach torlosen ersten 30 Minuten verwertete Tyler Morley einen Abpraller von Gastgebertorhüter Matteus Ward zur Wolfsburger Führung. Damit war der mitgenommene 2:3-Rückstand aus dem Hinspiel egalisiert und es wäre in die Verlängerung gegangen. In Überzahl sorgte allerdings Konstantin Komarek mit einem Onetimer im Schlussdrittel für den Ausgleich der Schweden. In der Folge wurde zunächst ein weiterer Treffer von Luleå nach Videobeweis wegen Torhüterbehinderung aberkannt. In den Schlussminuten – in denen die Grizzlys zudem selbst in Überzahl agierten – nahm Wolfsburgs Head Coach Mike Stewart Goalie Dustin Strahlmeier zu Gunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis, um den abermaligen Führungstreffer zu erzwingen. Dies gelang jedoch nicht mehr. Im Gegenteil: Oscar Engsund beseitigte eine Sekunde vor dem Ende mit dem zweiten Treffer des Abends für die Hausherren die letzten Zweifel an deren Weiterkommen. Luleå trifft damit im Viertelfinale auf den finnischen Club Mikkelin Jukurit (2:1 nach Verlängerung siegreich gegen Fribourg-Gottéron).

Die deutschen Spiele in der Statistik (2 Einträge)

 

Noch einmal alles in die Waagschale geworfen, um das große Comeback zu schaffen, haben auch die Straubing Tigers. Doch die Hypothek der 0:4-Niederlage aus dem Hinspiel gegen Frölunda war zu groß. So war das Weiterkommen der souverän auftretenden Schweden spätestens ab deren 1:0-Führungstreffer durch Ryan Lasch mehr oder weniger fix. Brandon Manning glich aber noch vor der ersten Pause für Straubing aus. Und mit zwei Spielern mehr auf dem Eis (unter anderem war Frölundas Andreas Borgman zuvor mit einer Matchstrafe bedacht worden) brachte Marcel Brandt den ausverkauften Pulverturm Mitte des zweiten Drittels zu beben, als er die Hausherren in Führung brachte. Kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts glich jedoch Patrik Carlsson abermals für die Gäste aus Göteborg aus. In der Schlussphase nahm Tigers-Coach Tom Pokel während eines Powerplays sogar noch Goalie Hunter Miska zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. In diesen Minuten führte aber ein missglückter Rückpass zu einem Straubinger Eigentor und damit dem 3:2-Siegtreffer für Frölunda. Da es bekanntlich im Eishockey keine Eigentore gibt, wurde der Treffer Torhüter Frederik Dichow gutgeschrieben, der als letzter Gästeakteur die Scheibe berührt hatte. Göteborg trifft damit im Viertelfinale in einem rein schwedischen Duell auf Skelleftea AIK (4:1 siegreich bei den ZSC Lions).

Den Sprung in die Runde der besten Acht schaffte auch Tappara Tampere, denen nach einem 1:0-Hinspielsieg gegen den HC Davos ein 2:2-Unentschieden zum Weiterkommen reichte. Im Viertelfinale treffen die Finnen auf den schwedischen Vertreter Rögle BK, der gegen den EC Red Bull Salzburg eine 1:3-Niederlage aus dem ersten Duell mit einem 5:1-Sieg noch wettmachte.

Sebastian Saradeth

Die weiteren Ergebnisse vom Dienstag im Überblick: (1 Einträge)

 

Notizen

  • gestern
  • Gergely Majoross, zuletzt in der DEL2 bei den Ravensburg Towerstars als Cheftrainer an der Bande, ist neuer Head Coach der ungarischen Nationalmannschaft. Majoross wurde in Ravensburg nach einer Saison (Aus im Viertelfinale) entlassen und durch Bo Subr ersetzt.
  • vor 3 Tagen
  • Frank Gentges bleibt Cheftrainer der Ratinger Ice Aliens in der Regionalliga West. In den ersten beiden Spielzeiten unter ihm als Chef an der Bande wurden die Ice Aliens zweimal Hauptrunden-Sieger und standen in beiden Jahren im Playoff-Endspiel. 2024 wurde Ratingen Meister.
  • vor 3 Tagen
  • Rangers-Kapitän Jacob Trouba hat den Mark Messier NHL Leadership Award erhalten. Dieser geht an den Spieler mit den größten Führungsqualitäten für eine Mannschaft, auf und abseits des Eises. Mit der Auszeichnung wird auch sein Einsatz für die Rangers-Community gewürdigt.
  • vor 8 Tagen
  • Red Bull Salzburg hat am Freitagvormittag bestätigt, dass U20-Nationalspieler Philipp Sinn, der 2022/23 bereits zwei DEL-Spiele für München absolviert hat, in Salzburg bleibt. Er absolvierte 49 Spiele für den österreichischen Meister (zehn Punkte) und spielte auch neunmal für die Hockey Juniors.
  • vor 8 Tagen
  • Das Gerüst der U23-Perspektivspieler der Augsburger Panther für die kommende Saison steht. Die Verträge der jungen Stürmer Justin Volek, Moritz Elias, Marco Niewollik und Christian Hanke sowie des U23-Verteidigers Leon van der Linde wurden verlängert.
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