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Mittwoch, 15. Februar 2023

Ex-Mitspieler Christoph Schubert erinnert sich 1.000. Spiel des NHL-Stürmers: „Jamie Benn war für Hamburg, aber auch die ganze DEL eine Bereicherung“

Christoph Schubert (links) und Jamie Benn im November 2012 gemeinsam im Hamburger Trikot. Benn spielte während des Lockouts 19-mal für die Freezers in der DEL.

Foto: imago images/Oliver Hardt

1.000 Spiele sind etwas Besonderes. Vor allem in der NHL. Für diesen Meilenstein hatten sich die Kollegen von Jamie Benn von den Dallas Stars etwas Besonderes einfallen lassen: Alle hatten sich optisch ihrem Kapitän angepasst und ihre Haare streng nach hinten gegelt. Besondere Spiele erfordern eben ein besonderes Styling.  

„Es war ein toller Abend. Meine Familie war in der Halle, mein Bruder, mit dem ich lange zusammengespielt habe. Das war schon toll. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass die Fans, für die ich seit 14 Jahren spiele, mich an diesem Abend so gefeiert haben“, sagte Benn nach dem 3:2-Sieg nach Penaltyschießen gegen die Anaheim Ducks mit ruhiger und sanfter Stimme.

Ein Lautsprecher ist dieser James Benn, den alle nur Jamie nennen, bis heute nicht. Das weiß auch Christoph Schubert. Der ehemalige NHL-Verteidiger der Ottawa Senators und Atlanta Thrashers spielte während des Lockouts 2012/13 bei den Hamburg Freezers mit Benn zusammen. „Man konnte damals schon sehen, dass er ein ganz Großer wird. Ich erinnere mich noch an ein Spiel gegen Iserlohn, wo er sich in Unterzahl die Schiebe im eigenen Drittel geschnappt hat und über die linke Seite durchmarschiert ist, und anschließend die Scheibe locker durch die Beine des Keepers geschoben hat. Das war schon ein Wow-Moment.“

Nicht nur auf dem Eis war er bei den Freezers damals sehr beliebt. Benn hat auch die kulturellen Vorzüge der Hansestadt zu schätzen gewusst. „In der Kabine war er damals ein freundlicher junger Mann, der anfangs noch ein bisschen schüchtern war. Jamie war das erste Mal von zuhause weg, und ich kann sagen, dass er in seiner freien Zeit sich auch mal das Hamburger Stadtzentrum am Nachmittag angeschaut hat“, sagt Schubert und lacht. Heißt übersetzt: Es war damals ein offenes Geheimnis, dass Benn die Reeperbahn nicht nur vom Hörensagen kannte.

Bei den Hamburgern reichte es trotzdem zu 20 Scorerpunkte in 19 Spielen. „Wir hatten alle Spaß mit Jamie. Auf dem Eis, aber auch wenn wir mal weggegangen sind, war es sehr unterhaltsam. Benn war für Hamburg, aber auch die ganze DEL eine Bereicherung. Dass er jetzt 1000 NHL-Spiele absolviert hat und seit zehn Jahren Stars-Kapitän ist, spricht für sich“, sagt Schubert.

Alexander Berthold

Ein ausführliches Porträt über Jamie Benn lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Eishockey NEWS.


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Notizen

  • vor 13 Stunden
  • Die Kölner Haie (1:2 n.V. gegen den SC Bern) und die Straubing Tigers (2:3 gegen Dynamo Pardubice) haben ihre Halbfinals beim Hockeytown Cup im tschechischen Pardubice verloren und treffen am Sonntag (14 Uhr, kostenpflichtiger Livestream unter hockeytowncup.cz) im Spiel um Platz drei aufeinander.
  • gestern
  • Weißwassers Stürmer Nikita Knaus verletzte sich bei seinem Einsatz für die U19-Nationalmannschaft und wird den Rest der Saison ausfallen.
  • vor 4 Tagen
  • Julian Wäser wird den Hannover Indians am Freitag im Oberliga-Nord-Spiel gegen die Füchse Duisburg fehlen. Der Verteidiger ist nach seiner zweiten Fünf-Minuten-Strafe wegen Fighting in dieser Saison automatisch gesperrt.
  • vor 5 Tagen
  • Lukas Gohlke vom EC Peiting wird für seinen Check gegen das Knie seines Gegenspielers im Spiel gegen Heilbronn am 1. Februar für drei Oberliga-Süd-Partien gesperrt. Dies teilte die Liga am Sonntag mit.
  • vor 7 Tagen
  • Verteidiger Pascal Widmann und Angreifer Philipp Nuss von der U20 der Bietigheim Steelers erhalten eine Förderlizenz für die Heilbronner Falken (Oberliga Süd) und können damit im weiteren Saisonverlauf für den Club zum Einsatz kommen.
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