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Donnerstag, 2. März 2023

25-Jähriger verletzte sich Anfang Februar schwer Diagnose Querschnittslähmung: Spendenkampagne für Rosenheims Angreifer Mike Glemser

Die Rosenheimer Fans drückten beim Heimspiel gegen Füssen am 05. Februar ihre Unterstützung für Mike Glemser aus, der sich zwei Tage zuvor schwer verletzt hatte.
Foto: Ziegler

Am 03. Februar setzten sich die Starbulls Rosenheim in der Oberliga Süd mit 4:1 beim SC Riessersee durch, doch das sportliche Resultat jenes Abends rückte auf tragische Weise in den Hintergrund. Starbulls-Angreifer Mike Glemser hatte sich bei einem Sturz in die Bande schwere Verletzungen im Wirbelsäulenbereich zugezogen. Nach minutenlanger Erstversorgung auf dem Eis wurde der 25-Jährige in das nahegelegene Unfallklinikum Murnau gebracht, das auf Verletzungen der Wirbelsäule spezialisiert ist.

Nach rund zehn Tagen im künstlichen Koma und zwei Operationen lautet die Diagnose Querschnittslähmung, auf Bruch des vierten und fünften Halswirbels, wobei einer der beiden Wirbel zwischenzeitlich durch ein künstliches Implantat ersetzt wurde. Durch den Bruch erlitt das Rückenmark schwere Verletzungen, was dazu führt, dass Glemser ab dem Halswirbel abwärts gelähmt ist. Aufgrund dessen kann Glemser weder seine Beine noch seine Hände und teilweise unkontrolliert seine Arme bewegen. Auch die Atmungsaktivität ist durch die Lähmung des Zwerchfells beeinträchtigt, was dazu führt, dass er nach wie vor künstlich beatmet werden muss.

Aktuell fokussieren sich die täglichen Behandlungsmaßnahmen auf den Versuch der Wiederherstellung der grundlegenden Körperfunktionen wie selbständiges Atmen und Verdauen. Darüber hinaus wird versucht, durch Mobilisierung positiven Einfluss auf den Bewegungsapparat zu nehmen.

Marcus Thaller, Vorstand der Starbulls, zeigt sich von der Situation schwer getroffen: „Da nimmst du dir so viel vor für eine Saison, die ganze Mannschaft und der Club arbeiten so hart an den Zielen, und dann holt dich so ein Ereignis komplett auf den Boden zurück. Wir haben Mike selbstverständlich unsere bestmögliche Unterstützung zugesagt und sind in enger Abstimmung mit seiner Familie. Hierbei haben wir neben der tragischen, emotionalen Situation auch die finanziellen Unwägbarkeiten für die nahe Zukunft beziffert, wo von mindestens EUR 250.000 Euro auszugehen ist. Auf das gesamte Leben gesehen, geht man im Rahmen einer idealen medizinischen Betreuung von Kosten zwischen 500.000 und 750.000 Euro aus. Ich kann nur noch einmal alle dazu aufrufen, für Mike zu spenden und ihn damit auf seinem so unglaublich schwierigen Weg zu unterstützen.“

Die Familie und die Freundin von Mike Glemser haben ein Spendenkonto eingerichtet, an welches ab sofort gespendet werden kann. Zur Spendenkampagne geht es hier, außerdem kann sich jeder Interessierte auf Instagram über die weiteren Schritte und die Verwendung der Spenden informieren. Für eine maximale Reichweite und eine breite Unterstützungscommunity dient zusätzlich der Hashtag #97BeStrong für jegliche Art von Unterstützungsbekundungen.


Notizen

  • vor 3 Tagen
  • Die Kassel Huskies aus der DEL2 kooperieren weiterhin mit den Hammer Eisbären aus der Oberliga Nord.
  • vor 4 Tagen
  • Mit Manuel Kofler (zuletzt Nürnberg Ice Tigers) und Fredrik Norrena (U20-Trainer bei TPS Turku) haben die Kölner Haie zwei Co-Trainer für das Team um Head Coach Kari Jalonen verpflichtet. Dazu bleibt Thomas Brandl dem Trainerstab als Development Coach erhalten.
  • vor 6 Tagen
  • Marco Sturm ist mit seinen Ontario Reign aus den Playoffs in der AHL ausgeschieden. Sein Team verlor auch Spiel 3 der Best-of-five-Serie (Finale Pacific Division) gegen gegen die Coachella Valley Firebirds, diesmal mit 2:3.
  • vor 8 Tagen
  • Gergely Majoross, zuletzt in der DEL2 bei den Ravensburg Towerstars als Cheftrainer an der Bande, ist neuer Head Coach der ungarischen Nationalmannschaft. Der Vertrag von Majoross wurde in Ravensburg nach einer Saison (Aus im Viertelfinale) nicht verlängert, Bo Subr ist dort neuer Head Coach.
  • vor 11 Tagen
  • Frank Gentges bleibt Cheftrainer der Ratinger Ice Aliens in der Regionalliga West. In den ersten beiden Spielzeiten unter ihm als Chef an der Bande wurden die Ice Aliens zweimal Hauptrunden-Sieger und standen in beiden Jahren im Playoff-Endspiel. 2024 wurde Ratingen Meister.
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