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Mittwoch, 15. März 2023

DEL2-Playoffs/Playdowns am Mittwoch Faber-Doppelpack bei souveränem Auftritt der Kassel Huskies, Krefeld schlägt Dresden – Auswärtssiege für Bad Nauheim und Selb

Kassels Stürmer Thomas Reichel scheitert hier aus spitzem Winkel an Weißwassers-Torhüter Nikita Quapp, dennoch setzten sich die Huskies beim Viertelfinal-Auftakt am Mittwoch souverän durch.
Foto: Jan-Malte Diekmann

Beim Viertelfinal-Auftakt in der DEL2 brachten Kassel (4:1 gegen Weißwasser) und Krefeld (4:2 gegen Dresden) ihre Heimspiele durch. Auch die Ravensburg Towerstars setzten sich dank drei Treffer in den letzten zehn Spielminuten und eines Doppelpacks des ehemaligen Landshuters Robbie Czarnik mit 4:1 zu Hause gegen den EVL durch. Bad Nauheim gewann in Kaufbeuren mit 4:2. Der erste Playdown-Vergleich zwischen Heilbronn und Selb ging bei einem Endstand von 1:2 an die gastierenden Wölfe. Crimmitschau wurde beim 3:0 in Spiel 1 seiner leichten Favoritenrolle im Vergleich mit Hauptrunden-Schlusslicht Bayreuth gerecht.

Kassels Trainer Bo Subr setzte im ersten Duell mit den Lausitzer Füchsen auf Torhüter Jake Kielly. Somit musste der kanadische Stürmer Tim McGauley auf der Tribüne Platz nehmen. Der Hauptrundensieger übte gegen Weißwasser, das ohne Leader Clarke Breitkreuz antreten musste, von Beginn an hohen Druck aus. Max Fabers Führungstreffer (13.) fiel allerdings im direkten Gegenzug nach einer Top-Chance für Roope Mäkitalo. Der Finne war nach einem sehenswerten Zuspiel von Hunter Garlent an Kielly gescheitert. Füchse-Schlussmann Nikita Quapp, der schon in den Pre-Playoffs überzeugt hatte, verhinderte Schlimmeres – unter anderem bei einem Alleingang von Goalgetter Tristan Keck. Im Mitteldrittel zeigte sich der Favorit effizienter. Lars Reuß (24.) drückte einen Rebound über die Linie, Faber (30.) traf von der Blauen Linie. Eric Hördler (33.) ließ bei den mitgereisten Füchse-Fans mit einem fulminanten Handgelenkschuss immerhin etwas Hoffnung aufkeimen. Doch die insgesamt dominanten Nordhessen ließen nichts anbrennen. Keck (43.) sorgte mit einer tollen Einzelleistung für die Vorentscheidung. Aus Sicht der Füchse besonders bitter: Stürmer Lane Scheidl kassierte nach einem unnötigen Stockschlag eine Spieldauer-Disziplinarstrafe.

Jack Doremus erzielte in Ravensburg die frühe Führung für die Gäste aus Landshut. Doch die Towerstars fanden in Person von Louis Latta die passende Antwort und glichen die Partie noch in der Anfangsphase aus. Danach fielen für lange Zeit keine Treffer mehr, ehe in der 51. Spielminute ausgerechnet der Ex-Landshuter Robbie Czarnik die Gastgeber erstmals in Front brachte. In Überzahl legte Offensivverteidiger Julian Eichinger das 3:1 für die Mannschaft von Peter Russell nach und sorgte so für die Vorentscheidung. Der letzte Treffer des Abends ging erneut auf das Konto von Czarnik, der gut 100 Sekunden vor dem Ende für das 4:1 der Oberschwaben sorgte.

Bereits nach acht Sekunden ließ Alexander Weiß das Gros der 5.504 Zuschauer in Krefeld erstmals jubeln. Der Routinier traf aus spitzem Winkel. In einer intensiven Partie erhöhte Mike Fischer (12.). Die Dresdner Eislöwen, die auf ihren angeschlagenen Stammgoalie Janick Schwendener verzichten mussten, kamen durch einen Powerplay-Treffer von David Suvanto (14.) zum Anschluss. Krefelds Verteidiger Michael Boivin (31.), der sich zuvor einen Faustkampf mit Ex-Pinguin Philipp Kuhnekath (7.) geliefert hatte, stellte den alten Abstand wieder her. In der Schlussphase sorgte Eislöwen-Defender Simon Karlsson (55.) mit dem 2:3 aus Dresdner Sicht nochmal für Spannung. Doch mehr ließen Sergey Belov (31 Paraden) und die Seidenstädter jedoch nicht mehr zu – obwohl das Torschussverhältnis im letzten Drittel 1:13 lautete. Top-Scorer Marcel Müller machte 53 Sekunden vor Schluss mit einem Empty-Net-Goal alles klar.

Dem EC Bad Nauheim gelang gleich zum Auftakt der Viertelfinalserie beim ESV Kaufbeuren ein Break. Die Kurstädter gewannen im Allgäu mit 4:2. Zwar investierte der Tabellendritte der Hauptrunde gerade anfangs deutlich mehr ins Spiel, doch die Roten Teufel erzielten zum richtigen Zeitpunkt ihre Treffer, wie zum Beispiel beim zu diesem Zeitpunkt noch recht schmeichelhaften 1:1-Ausgleich in der Schlussminute des ersten Abschnitts. Und auch auf die erneute Joker-Führung hatten die Gäste mit zwei Treffern die richtige Antwort: Ein von ESVK-Verteidiger Nicolas Appendino bitter ins eigene Tor abgefälschter Puck und Grayson Pawlenchuk nach einem Zwei-auf-eins Konter brachten Bad Nauheim erstmals in Front. EC-Goldhelm Tim Coffman sorgte gegen zunehmend verzweifelte Gastgeber im Schlussdrittel für den 4:2-Endstand zu Gunsten der Bad Nauheimer, die sich somit Spiel 1 in der Fremde sicherten.

Die Spielstenogramme (6 Einträge)

 

 

Selb legte beim Playdownmatch in Heilbronn durch Daniel Schwamberger (9.) vor. Der Lette Egils Kalns (21.) verdoppelte die Führung unmittelbar nach der ersten Pause. Freddy Cabana (31.) brachte die Falken mit einem Tor in Überzahl zurück ins Spiel. Doch den knappen Vorsprung verteidigten die Oberfranken bis zum Schluss. Torhüter Michael Bitzer machte 30 Saves. Bitter für Heilbronn waren die zwei späten Stockcheck-Strafen von Jeremy Williams (57:43 und 59:48).

Den erwartet zähen Kampf gegen den Abstieg sahen die Zuschauer am Mittwochabend in Crimmitschau, wo die Eispiraten auch dank Torhüter Ilya Sharipov einen 3:0-Arbeitssieg feierten. Alexis D’Aoust (33.) und Patrick Pohl sowie Timo Gams kurz vor dem Ende trafen für die Westsachsen, die damit den ersten von vier nötigen Siegen für den Klassenerhalt einfahren konnten.

Sebastian Groß/Tim Heß


Notizen

  • gestern
  • Gergely Majoross, zuletzt in der DEL2 bei den Ravensburg Towerstars als Cheftrainer an der Bande, ist neuer Head Coach der ungarischen Nationalmannschaft. Majoross wurde in Ravensburg nach einer Saison (Aus im Viertelfinale) entlassen und durch Bo Subr ersetzt.
  • vor 4 Tagen
  • Frank Gentges bleibt Cheftrainer der Ratinger Ice Aliens in der Regionalliga West. In den ersten beiden Spielzeiten unter ihm als Chef an der Bande wurden die Ice Aliens zweimal Hauptrunden-Sieger und standen in beiden Jahren im Playoff-Endspiel. 2024 wurde Ratingen Meister.
  • vor 4 Tagen
  • Rangers-Kapitän Jacob Trouba hat den Mark Messier NHL Leadership Award erhalten. Dieser geht an den Spieler mit den größten Führungsqualitäten für eine Mannschaft, auf und abseits des Eises. Mit der Auszeichnung wird auch sein Einsatz für die Rangers-Community gewürdigt.
  • vor 9 Tagen
  • Red Bull Salzburg hat am Freitagvormittag bestätigt, dass U20-Nationalspieler Philipp Sinn, der 2022/23 bereits zwei DEL-Spiele für München absolviert hat, in Salzburg bleibt. Er absolvierte 49 Spiele für den österreichischen Meister (zehn Punkte) und spielte auch neunmal für die Hockey Juniors.
  • vor 9 Tagen
  • Das Gerüst der U23-Perspektivspieler der Augsburger Panther für die kommende Saison steht. Die Verträge der jungen Stürmer Justin Volek, Moritz Elias, Marco Niewollik und Christian Hanke sowie des U23-Verteidigers Leon van der Linde wurden verlängert.
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