Am letzten Hauptrundenspieltag besiegten Goalie Justin Spiewok und die Höchstadt Alligators den EV Lindau mit 4:2. Die beiden Teams treffen nun auch in den Pre-Playoffs aufeinander.
Foto: Andreas Klupp
Die Hauptrunde der Oberliga Süd ist mit den Partien am Sonntag zu Ende gegangen. Bis zum Schluss blieb es spannend, einige Entscheidungen in Sachen Playoffs fielen erst am finalen Spieltag: Der EV Füssen hat mit einem überraschenden 4:3-Heimsieg gegen den Deggendorfer SC als letzter Club die Pre-Playoffs erreicht, weil zeitgleich die Passau Black Hawks erwartungsgemäß bei den Blue Devils Weiden mit 4:11 deutlich unterlagen. Durch die 2:4-Niederlage der Lindau Islanders in Höchstadt und die 3:4-Niederlage der Tölzer Löwen in Peiting kommt es nun ab Dienstag zu den Pre-Playoff-Duellen Bad Tölz gegen Füssen und – wie auch am Sonntag – Lindau gegen Höchstadt.
In Peiting ging der Gast aus Bad Tölz schnell durch Topi Piipponen in Führung (1.), Lukas Gohlke (4.) und Félix Brassard (15.) drehten das Spiel noch vor der ersten Pause. Piipponen legte seinen zweiten Treffer nach (32.) und glich die Partie wieder aus. Genauso machte der Finne es auch im letzten Drittel: Die erneute Führung für Peiting durch Marc Besl (43.) egalisierte Piipponen und komplettierte gleichzeitig seinen Hattrick (51.). Auf das vierte Tor des EC Peiting durch – wen sonst – Brassard hatte aber auch er keine Antwort mehr parat, womit die Punkte an diesem Abend im gallischen Dorf blieben.
Einen Blitzstart legte auch der Hauptrundenmeister Weiden in Passau hin, nach dem ersten Drittel stand es bereits 6:2 für die Blue Devils. Auch im zweiten Drittel ging es mit den Toren munter weiter, nach 40 Minuten stand ein 8:4 aus Sicht der Oberpfälzer auf der Anzeigetafel. Tomas Rubes mit seinem zu diesem Zeitpunkt schon vierten (!) Tor des Abends (44.) und James Bettauer (45.) machten den Spielstand auf Seiten der Weidender zweistellig, den Schlusspunkt zum 11:4-Sieg für Weiden setzte schließlich Nardo Naagtzaam (56.).
In Füssen ging der Gastgeber nach knapp 15 gespielten Minuten zunächst durch Philippe Bureau-Blais in Führung. Im zweiten Drittel glich Niklas Pill für Deggendorf aus (21.). Die erneute Füssener Führung durch Anton Zimmer (30.) egalisierte erneut Pill mit seinem zweiten Tor des Abends (32.). Im Schlussabschnitt brachte Alex Großrubatscher die Gäste erstmals in Führung (43.), doch Julian Straub und Bauer Neudecker brachten im Gegenzug die Füssener mit einem Doppelschlag (46./48.) wieder in Front. Die knappe Führung brachten die Gastgeber dann über die Zeit, auch mit gezogenem Torhüter konnte der DSC nicht mehr ausgleichen.
In Höchstadt war die Partie gegen den Tabellennachbarn aus Lindau lange ausgeglichen, erst in der 31. Spielminute brachte Lars Schiller die Alligators in Führung. Kurz vor der zweiten Pause glich Patrick Raaf-Effertz für die Islanders aus. Erst gut zehn Minuten vor Schluss stellten die Alligators durch Anton Seewald (51.), Sergei Topol (52.) und Klavs Planics (59., Empty-Net-Tor) die Weichen auf Sieg, Lindaus Maurice Becker konnte zwischenzeitlich nur zum 2:3 aus Sicht der Islanders verkürzen (55.).
Die Bayreuth Tigers schlugen sich in ihrem letzten Spiel der Saison erneut wacker. Gegen den Tabellenvierten aus Memmingen geriet man zwar Mitte des ersten Drittels durch Robert Peleikis in Rückstand, drehte die Partie aber durch Treffer von Mark Ledlin (17.) und Paul Fabian (25.). Danach hielten die Tigers lange dagegen, Jaroslav Hafenrichter gelang erst spät der Ausgleich für die Indians (53.). Youngster Samuel Schindler brachte Bayreuth kurz darauf sogar wieder in Führung (54.), Christopher Kasten hatte aber nur 20 Sekunden später die erneute Antwort parat. Den knappen Vorsprung brachte der Gast anschließend über die Zeit, die Tigers können sich auch im letzten Spiel der Hauptrunde nicht für einen engagierten Auftritt belohnen.
Der Tabellenzweite Heilbronn war in Garmisch-Partenkirchen zu Gast. Der SC Riessersee lag nach dem ersten Abschnitt mit 2:1 in Front, Niklas Jentsch (22.) und Nikita Tschwanow (26.) drehten die Partie im zweiten aber zu Gunsten der Falken. Riessersee versuchte alles, um den Ausgleich zu erzwingen, nahm kurz vor Schluss Torwart Andreas Mechel vom Eis und musste schließlich den Treffer zum 2:4-Endstand durch Oula Uski hinnehmen (59.).