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Mittwoch, 12. Juni 2024

„Leon besitzt alles, um ein Superstar zu sein“ Oilers-Legende Mark Messier über Eishockey im Süden und seine Verbindung zur Familie Draisaitl

Mark Messier vor dem zweiten Finalspiel zwischen den Florida Panthers und den Edmonton Oilers
Foto: Ivo Jaschick

Mark Messier hat in seiner Karriere sechs Mal den Stanley Cup gewonnen – fünfmal mit den Edmonton Oilers und einmal mit den New York Rangers. Im Interview spricht er über das Eishockey in Florida und seine Verbindungen zu Familie Draisaitl.

Mark, Sie sind eine lebende Legende. Was denken Sie über das Eishockey hier im Süden der USA?
Mark Messier: „Wie das Eishockey hier gewachsen ist, seit ich 1979 als Profi angefangen habe, ist schon herausragend. Ich denke, ein entscheidender Faktor dabei war, dass Wayne Gretzky zu den Los Angeles Kings gewechselt ist (1988, Anm. d. Aut). Das hat die Fan-Base stark wachsen lassen. Mittlerweile sehen wir, wie unglaublich erfolgreich das Eishockey im Süden ist. Die Organisationen haben gute Arbeit geleistet und viel Basisarbeit in ihren Communities gemacht. Diese Kids werden Fans ihres Team. Der Erfolg im Süden der USA wird immer größer.“

Die Panthers stehen zum zweiten Mal in Folge im Finale. Was bedeutet das für Eishockey im Gesamten. Orientiert es sich mehr südlich?
Messier: „In erster Linie fangen die Kids an, Eishockey zu spielen. Wir sehen, dass die Basis-Programme immer mehr werden, Hallen werden gebaut. Auch die Spieler selbst haben Kids, die sie hier in Florida coachen. Wenn man es nicht sieht, kann man es nicht glauben, und wenn man etwas nicht glaubt, kann man es nicht erreichen. Ich denke, dass die Kinder die Spiele sehen und dann selbst spielen, ist ein wichtiger Teil des Wachstums.“

Was denken Sie über die Finalpaarung? Ich schätze mal, Edmonton ist ihr Club.
Messier: „Natürlich. Wir sind stolz, dass die Oilers wieder im Finale stehen. Ich wurde in Edmonton geboren und bin hier aufgewachsen, habe zwölf Jahre dort gespielt und großartigen Erfolg mit einem tollen Team (fünf Stanley Cups zwischen 1984 und 1990, Anm. d. Red), durfte mit Wayne Gretzky. Aber die Panthers sind ein wirklich starker Gegner – und sie sind sehr hungrig. Es ist so ein dynamisches Finale mit so vielen Geschichten drumherum. Connor McDavid, Leon Draisaitl und die anderen großartigen Spieler in Edmonton gegen ein junges, hungriges Panthers-Team mit Matt Tkachuk, Aleksander Barkov, Gustav Forsling und natürlich Goalie Bobrovsky. Wer immer diese Serie gewinnt, muss sich das verdienen.“

Sie haben gerade Leon Draisaitl erwähnt. Was können Sie über ihn sagen?
Messier: „Ich glaube, ich kann nichts mehr sagen, was nicht schon gesagt wurde. Er ist ein großartiger Eishockeyspieler, ein Spieler, der alles besitzt was man braucht, um ein Superstar in dieser Liga zu sein: Er hat die Größe, die Stärke, ist ein super Skater, Stickhandler, Scorer, Spielmacherqualitäten, das Verlangen. Ich kenne natürlich auch seinen Vater Peter aus der Zeit, als mein Bruder zusammen mit ihm in Mannheim gespielt hat (1984 bis 1990, 434 Punkte in 303 Spielen). Es ist toll zu sehen, dass sich der Kreis nun schließt. Ich wünsche Leon nur das Beste!“

Interview: Ivo Jaschick


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Notizen

  • vor 6 Stunden
  • Stürmer Roman Zap wird die Höchstadt Alligators nach einer Saison verlassen. Das gab der Oberligist bekannt. Der 22-Jährige suche eine neue Herausforderung. In 56 Spielen erzielte Zap 15 Tore und verbuchte zudem 19 Assists.
  • gestern
  • Matthew Pistilli bleibt bei den Stuttgart Rebels (Oberliga Süd) – und das gleich doppelt! Auch in der neuen Saison steht der 37-Jährige für das Team aus Baden-Württemberg auf dem Eis und geht gleichzeitig in sein zweites Jahr als Sportlicher Leiter des Clubs.
  • vor 3 Tagen
  • Die PENNY DEL hat die Anfangszeiten für die möglichen Spiele 5 und 6 im Viertelfinale festgelegt. Am 2. April würde ab 19.30 Uhr gespielt. Am 4. April würde so gestartet: 14 Uhr Ingolstadt - München, 15 Uhr Köln - Schwenningen, 16.30 Uhr Berlin - Straubing, 19 Uhr Bremerhaven - Mannheim.
  • vor 3 Tagen
  • Die Erding Gladiators und Stürmer Marc Schmidpeter gehen zur kommenden Saison getrennte Wege. Der 31-Jährige kam in der vergangenen Saison auf 18 Tore und 20 Vorlagen in 42 Spielen.
  • vor 3 Tagen
  • Don Granato trainiert die US-Männer bei der bevorstehenden A-Weltmeisterschaft in der Schweiz (15. bis 31. Mai). Der 58-Jährige folgt auf Ryan Warsofsky (San Jose Sharks), der die USA 2025 zu WM-Gold geführt hatte. Granatos bis dato letzte Station als Chef waren die Buffalo Sabres von 2021 bis 2024.
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