Allen Grund zum Jubeln hatte der Deggendorfer SC, der sich mit einem 5:1-Sieg in Stuttgart an die Tabellenspitze hieft. Foto: Roland Rappel
Mit dem Deggendorfer SC hat die Oberliga Süd einen neuen Spitzenreiter. Durch einen 5:1-Sieg in Stuttgart und die gleichzeitige 1:4-Niederlage der Bietigheim Steelers in Bayreuth eroberten die Niederbayern den Platz an der Sonne. Memmingen strauchelte gegen den SC Riessersee, fuhr am beim 5:4 nach Verlängerung aber doch noch zwei Punkte ein. Auch Heilbronn (5:1 in Bad Tölz), Lindau (3:2 in Passau) und Höchstadt (6:0 gegen Peiting) waren am Freitag erfolgreich.
Den Spitzenreiter vom Thron gestoßen haben die onesto Tigers Bayreuth. Mit einem 4:1-Sieg gegen die Bietigheim Steelers bestätigen die Oberfranken ihre aufsteigende Form. Nach einem torlosen Auftaktdrittel schlugen Lars Bergbauer, Dominik Piskor und Maximilian Menner im zweiten Abschnitt eiskalt zu und spielten eine 3:0-Führung heraus. Marek Racuk verkürzte im Schlussdrittel, Lucas Flade traf zum 4:1-Endstand bei leerem Steelers-Tor.
Nicht nur die Bietigheim Steelers strauchelten am Freitagabend, sondern auch die Memmingen Indians. Beim 5:4-Sieg gegen den SC Riessersee musste man in die Verlängerung. Nach drei Minuten brachte Alexander Höller den SC Riessersee erstmals in Führung. Tyler Spurgeon sorgte für den 1:1-Ausgleich. Markus Lillich drehte das Spiel und brachte Memmingen in Führung, Jan Niklas Pietsch hatte allerdings die umgehende Antwort parat und glich für den SCR aus. Bair Gendunov schließlich brachte die Garmischer erneut in Führung, die nur 68 Sekunden im Schlussabschnitt hielt, ehe Tobias Meier den 3:3-Ausgleich schoss. Dominik Meisingers Treffer zum 4:3 schien lange Zeit für die Entscheidung zu stehen, doch Alexander Höller traf zum 4:4-Ausgleich und erzwang die Overtime. Kurios: Der Treffer wurde erst nach Ablauf der regulären Spielzeit per Videobeweis anerkannt. In der Verlängerung sorgte Matej Pekr für den 5:4-Sieg der Indians.
Der Deggendorfer SC erfüllte die Pflichtaufgabe bei den Stuttgart Rebels und eroberte mit dem 5:1-Sieg die Tabellenführung. Nach dem ersten Abschnitt lag die Ehrenberger-Truppe bereits mit drei Treffern in Führung. Antonin Dusek, Julian Elsberger und Jaroslav Hafenrichter waren für die Niederbayern erfolgreich. Hafenrichter traf im zweiten Abschnitt zum vierten DSC-Tor. Im Schlussabschnitt konnte Viktor Buchner Stuttgart auf die Anzeigetafel bringen, Thomas Greilinger sorgte für den 5:1-Endstand aus Sicht des DSC.
Nichts entgegenzusetzen hatten die Tölzer Löwen im Duell der Tabellennachbarn gegen die Heilbronner Falken. Die Falken führten nach 20 Minuten bereits mit 3:0, das war schon eine mächtige Hypothek für die Hausherren. Luis Ludin, Calder Anderson und Sebastian Hon waren für die Gäste erfolgreich. Alec Zawatsky traf nach nur 94 Sekunden im Mittelabschnitt – ein rabenschwarzer Abend für die Tölzer Löwen. Robin Just sorgte im Schlussabschnitt mit dem 0:5 für die endgültige Entscheidung, Justi Späth erzielte den Ehrentreffer für die „Buam“.
Die Passau Black Hawks konnten ihren Sieg gegen jene Löwen nicht bestätigen. Einmal mehr zeigte die Vogl-Truppe, dass sie gegen Top-Mannschaften beherzt zu Werke geht, gegen direkte Tabellennachbarn aber regelmäßig das Eis als Verlierer verlässt. So auch gegen die Lindau Islanders, die mit einem 3:2-Sieg die Punkte aus Passau mitnehmen konnten. Valentin Busch traf im ersten Abschnitt für die Islanders, Zan Jezovsek erzielte das zweite Tor. Bereits nach 69 Sekunden im Schlussabschnitt verkürzte Artus Sevcenko auf 1:2, Vincenz Mayer stellte jedoch den alten Abstand wieder her. Der zweite Treffer von Sevcenko war letztendlich zu wenig, zumal sich Passau in den Schlussminuten durch eine Strafzeit selbst geschwächt hatte. Deutlich mit 6:0 bezwangen die Höchstadt Alligators den EC Peiting. Anton Seewald erzielte einen Doppelpack, Tim Zimmermann, Jack Bloem, Klavs Planics und Kevin Adam waren die weiteren Torschützen. Für den EC Peiting war es bereits die dritte Niederlage in Serie.
Roland Rappel