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Sonntag, 25. Mai 2025

Aufnahmen in IIHF Hall of Fame Emotionaler Frans Nielsen gesellt sich mit Chara, Lundqvist, Vyborny & Co. unter die Legenden

Die Neuaufnahmen in die Hall of Fame der IIHF 2025, darunter Henrik Lundqvist, Frans Nielsen und Zdeno Chara (von links).
Foto: IMAGO / justpictures.ch

„Es ist so krass, hier mit ein paar der besten Eishockeyspieler aller Zeiten auf der Bühne stehen zu dürfen“, sagte Ex-Eisbär Frans Nielsen, der erste NHL-Spieler aus Dänemark, am Sonntagvormittag in Stockholm zu seiner Aufnahme in die Hall of Fame der IIHF. „Als ich aufgewachsen bin, wurden wir ausgelacht, als es um meinen Wunsch ging, eines Tages in der NHL zu spielen“, blickte Nielsen zurück. Doch die Zeiten änderten sich: 2003 wurde Nielsen in der dritten Runde von den New York Islanders gedraftet, in der Saison 2006/07 gab er sein Debüt in der besten Liga der Welt. Am Ende seiner großartigen Karriere wechselte der defensivstarke Center und herausragende Penalty-Schütze nach 949 NHL-Spielen für seine letzte Spielzeit als Aktiver zu den Eisbären Berlin und gewann 2022 die Meisterschaft in der PENNY DEL mit den Hauptstädtern. Bei seiner Ehrung am Sonntagvormittag in Stockholm war Nielsen mehrfach zu Tränen gerührt und dankte in seiner Rede seiner Familie und allen Wegbegleitern.

Sehr emotional nahm auch die schwedische Torhüterin Kim Martin Hasson ihre Aufnahme in die Hall of Fame der IIHF auf. Als 15-Jährige bekam sie bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City das Vertrauen, im Spiel um Platz drei zu halten, und führte Schweden beim 2:1-Sieg über Finnland zu Bronze. Vier Jahre später in Turin wurde die 1,66 Meter kleine Torhüterin mit 19 Jahren als beste des Turniers ausgezeichnet und holte Silber mit Schweden – ihr größter Erfolg. Als zweite Frau wurde die Kanadierin Vicky Sunohara aufgenommen, die siebenmal mit den Kanadierinnen Weltmeister wurde und zweimal Olympisches Gold holte und bei ihr Ehrung eine sehr emotionale und auch witzige Rede vorbrachte.

Aus Tschechien wurde der fünffache Weltmeister David Vyborny aufgenommen, der die mit Abstand kürzeste Dankesrede des Vormittags vorbrachte und dabei seiner Familie für die Unterstützung dankte. Die beiden wohl größten Eishockeylegenden, die 2025 neu in die Hall of Fame der IIHF aufgenommen wurde, waren Verteidiger Zdeno Chara (Slowakei) und Torhüter Henrik Lundqvist (Schweden). Letzterer führte Schweden zum Olympia-Sieg 2006 in Turin und 2014 zu Silber in Sochi (Russland). Chara holte neben seinen Erfolgen in der NHL zweimal WM-Silber mit der Slowakei, nahm an drei Olympischen Spielen und sieben Weltmeisterschaften teil.

Für seine Verdienste rund um das finnische Eishockey wurde Kai Hietarinta aufgenommen. Der 92-Jährige hatte großen Anteil an der Entwicklung des Eishockeys in Finnland, angefangen im Ausbau der Infrastruktur in Sachen Eisflächen. Von 1984 bis 1997 war er Präsident des finnischen Eishockeyverbands, In seiner Amtszeit krönte sich Finnland zum ersten Mal zum Eishockey-Weltmeister (1995).

Hier finden Sie die Hall-of-Fame-Aufnahme 2025 im Video!

Sebastian Groß


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Notizen

  • gestern
  • Julius Ramoser muss zum Auftakt der ersten Playoffrunde zusehen. Der DEL-Disziplinarausschuss sperrte den Stürmer der Grizzlys Wolfsburg wegen eines Kniechecks zu Hauptrundenabschluss in Augsburg für ein Spiel. Dazu wird ihm eine Geldstrafe nicht genannter Höhe auferlegt.
  • vor 3 Tagen
  • Die deutsche Auswahl hat bei einem Paralympics-Comeback Platz sechs belegt. Im Spiel um Platz fünf unterlag das Team am Samstag gegen Italien trotz zweimaliger Führung mit 2:5. Drei Tore der Gastgeber im Schlussdrittel brachten die Entscheidung. Bernhard Hering erzielte beide deutschen Treffer.
  • vor 4 Tagen
  • NHL in der Nacht auf Samstag: Die Edmonton Oilers unterlagen bei den St. Louis Blues nach 2:0-Führung (eine Vorlage von Leon Draisaitl) mit 2:3 nach Verlängerung. Die New York Islanders unterlagen den Los Angeles Kings mit 2:3.
  • vor 5 Tagen
  • Die Rostock Piranhas haben den Vertrag mit ihrem bereits seit Anfang Februar beurlaubten Ex-Coach Lenny Soccio (58) nun „im gegenseitigen Einvernehmen" aufgelöst. Der deutsche Ex-Nationalstürmer hatte den Nord-Oberligisten mehr als drei Jahre lang trainiert.
  • vor 5 Tagen
  • Tom Geischeimer von den Hammer Eisbären wurde für sechs Spiele gesperrt und erhält zudem eine Geldstrafe. Geischeimer hatte im ersten Playoff-Spiel der Eisbären gegen die Tölzer Löwen am vergangenen Sonntag seinen Gegenspieler mit einem harten Check gegen den Kopf- und Nackenbereich getroffen.
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