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Samstag, 4. Oktober 2025

Vor dem 8. Spieltag Nirgends in Europas Top-Ligen fallen mehr Tore als in der PENNY DEL, Duell der Präzision-Teams am Sonntag

Die Grizzlys Wolfsburg sind die Tor-Maschine der Liga. Fabio Pfohl (Zweiter von links) punktete am Freitag vierfach.
Foto: City-Press

Die 14 Teams der PENNY DEL sind äußerst torhungrig in die Saison gestartet. 378 Tore haben sie nach sieben Spieltagen bereits geschossen. Das bedeutet eine Quote von 6,53 Treffern pro Partie. Das ist - Stand Samstagmittag - der höchste Schnitt unter den europäischen Ligen. Lediglich in der austro-internationalen ICE Hockey League (6,19 Treffer pro Partie) sehen die Fans auch sechs Treffer in einem Durchschnittsspiel.

Allein am siebten Spieltag fielen 53 Treffer. Die Tor-Könige Grizzlys Wolfsburg schossen auch ohne den verletzten Liga-Topscorer Jimmy Lambert (fällt voraussichtlich sechs Wochen aus) sieben Mal ein. Grizzlys-Trainer Mike Stewart sagte nach dem 7:5 in München: „Wir sind ein bisschen dezimiert zur Zeit und neue Spieler haben neue Rollen bekommen – sie haben es sehr gut gemacht. Wir haben die Chancen sehr gut ausgenutzt.“ Wolfsburg hat laut der „Expected Goals“-Statistik 13 Tore mehr geschossen als zu erwarten stand. Einerseits, weil sie gegen München einige Erfolgsprinzipien zeigten: lange Aufbaupässe über Ex-Stürmer Fabio Pfohl auf schnelle Stürmer. Die Geschwindigkeit des Gegners beeindruckte auch Münchens Trainer Oliver David: „Es ist eine Sache zu wissen, was kommen wird und eine andere Sache, es dann zu erfahren.“ Doch ein guter Angriff profitiert im Fehler-Spiel Eishockey auch immer von Pass- und Stellungsmängeln – und da hat München den Grizzlys zugeliefert. David: „Wir hatten in dem Spiel Tempogegenstöße gegen uns für eine gesamte Saison. Es war fast im zweistelligen Bereich.“ München fing sich in dieser Saison neun Tore mehr als gemessen an den Statistiken zu erwarten stand.

Während die Red Bulls vor dem Gastspiel am Sonntag bei den Schwenninger Wild Wings dringend diese Baustelle schließen müssen, kommt es im Norden zum Duell der beiden kaltschnäuzigsten Teams der PENNY DEL: Wolfsburg empfängt die Fischtown Pinguins, die vor dem 8. Spieltag ebenfalls 15 Punkte gesammelt haben. Sie gehören zu dem Verfolgerkreis der Adler Mannheim. Die Adler um Kapitän Marc Michaelis haben am Sonntag die Iserlohn Roosters zu Gast. Für die Sauerländer sind es Tage der Gegensätze: Nun müssen sie gegen den Tabellenführer ran, nachdem sie am Donnerstag noch dem bisherigen Schlusslicht Löwen Frankfurt in der Schlusssekunde unterlegen waren. Auch Iserlohns Trainer Stefan Nyman sprach die Gegenstöße, die dem Gegner zwei Tore einbrachten, als Baustelle an: „Das ist etwas, über das wir viel gesprochen haben und das wir kontrollieren sollten.“ Und: „Die 50-50-Zweikämpfe solltest du gewinnen.“ Gerade gegen Mannheim, dessen Torhüter mit 95 Prozent Fangquote wie eine Wand stehen.

Die Rote Laterne ist von Frankfurt auf Aufsteiger Dresdner Eislöwen übergewandert. Die Sachsen haben bereits 34 Gegentore zugelassen – so viele wie kein anderer. Trainer Niklas Sundblad sprach das höhere Tempo sowie das engere Stellungsspiel als Hauptunterschiede gegenüber der zweiten Liga an. Jetzt empfangen die Eislöwen die Augsburger Panther. Ein Schlüsselspiel für beide Teams – gerade für Augsburg, das mit einer Niederlage in den Abstiegskampfstrudel gezogen würde. Ein Augenmerk liegt auf den Bullys, bei denen beide Teams besonders schwach abschneiden – wer die Anspiele gewinnt, kann agieren und Tore schießen.

Trainer Serge Aubin war zwar nach dem Sieg in Augsburg über die durchbrochene Negativserie erfreut, nicht aber mit der Leistung seiner Eisbären Berlin: „Wir haben noch eine gute Strecke vor uns.“ Gegen den ERC Ingolstadt sollen die nächsten Schritte unternommen werden. Die Panther haben sich am Freitag im Derby gegen die Straubing Tigers durchgesetzt, die nur am ersten Spieltag ganz ohne jeden Punkt blieben. Die Niederbayern empfangen die Nürnberg Ice Tigers.

Schon am Samstagabend haben die Löwen Frankfurt die Kölner Haie zu Gast. Dies sind die einzigen beiden Mannschaften der Liga, neben Schwenningen, die zuletzt zwei Siege in Folge einfuhren. Auch, weil sie dabei die Gegentorquote im Griff hatten.

Martin Wimösterer

Die Spiele im Überblick mit den Quoten von INTERWETTEN.DE


Das Spiel am Samstag, 04.10.2025

19:00 Frankfurt - Köln 3.10|4.10|2.00


Die Spiele am Sonntag, 05.10.2025

14:00 Wolfsburg - Bremerhaven 2.05|4.10|2.95
14:00 Schwenningen - München 2.60|4.10|2.25
14:00 Berlin - Ingolstadt 1.95|4.10|3.15
16:30 Straubing - Nürnberg 1.73|4.40|3.75
16:30 Mannheim - Iserlohn 1.70|4.30|3.90
19:00 Dresden - Augsburg 2.25|4.10|2.65


(Stand: 04.10.2025, 12.45 Uhr)

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Notizen

  • gestern
  • Der HC Davos hat sich als erstes Team für die Champions Hockey League 2026/27 qualifiziert. Der Traditionsclub kann seit Samstag nicht mehr von den ersten beiden Plätzen in der Hauptrunde der National League in der Schweiz verdrängt werden.
  • vor 2 Tagen
  • Pavel Avdeev, vor der Saison ein Neuzugang des Herforder EV (Oberliga Nord), hat seinen deutschen Pass erhalten und kann daher ab sofort für die Ice Dragons spielen. Der 23-jährige Stürmer hatte sich bei Regionalligist Eisadler Dortmund (18 Spiele, 27 Punkte) fit gehalten.
  • vor 2 Tagen
  • Das NHL-Ergebnis am Freitag: Chicago – Columbus 2:4.
  • vor 3 Tagen
  • Die Hammer Eisbären haben den Vertrag mit Ugnius Cizas aufgelöst. Der Litauer kam in 38 Einsätzen auf zwölf Tore und sieben Assists für den Nord-Oberligisten. „Wir beobachten den Markt, werden aber keine voreiligen Schlüsse ziehen“, so Geschäftsführer Martin Köchling über eine Nachverpflichtung.
  • vor 4 Tagen
  • Die Adler Mannheim (PENNY DEL) haben die Arbeitspapiere mit Co-Trainer Curt Fraser und Torwarttrainer Petri Vehanen verlängert. Der 68-jährige US-Amerikaner Fraser kam 2023 aus der KHL nach Mannheim. Vehanen gehört indes schon seit der Spielzeit 2021/22 zum Trainerteam der Adler.
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