Die Minnesota Wild haben sieben Siege in Folge eingefahren. Kirill Kaprizov hat in den vorigen sechs Spielen gepunktet.
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Die Mannschaften von sechs deutschen NHL-Legionären traten in der Nacht auf Samstag an. Nur Nico Sturm siegte – seine Minnesota Wild gewannen 3:2 nach Penaltyschießen gegen die Colorado Avalanche. Sturm, der sein drittes Spiel nach einer längeren Verletzungspause bestritt, centerte den vierten Sturm und erhielt etwas mehr als sieben Minuten Eiszeit. Matthew Boldy entschied die Partie im Shootout. „Diese Spiele machen Spaß", meinte Boldy danach und befand mit Blick auf den Gegner Colorado: „Sie sind das beste Team der Liga momentan." Vielleicht sind es derzeit aber auch die Wild: Für sie war es der siebte Sieg in Serie, Stürmer Kirill Kaprizov hat in den zurückliegenden sechs Spielen gepunktet. Die Wild sind nun, nach dem Sieg im Spitzenspiel, Dritter der Western Conference.
Nationalstürmer JJ Peterka blieb im dritten Spiel in Folge ohne Punkt. Der 23 Jahre alte Stürmer unterlag mit den Utah Mammoth bei den Dallas Stars mit 3:4 – und dies trotz 2:0-Führung. Die Special Teams sorgten für den Unterschied: Dallas traf im Powerplay zum Anschluss und auch zum Sieg. Wyatt Johnston ist mit bereits zehn Überzahltoren in dieser Saison auch ein ausgewiesener Spezialist.
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— Minnesota Wild (@mnwild) November 28, 2025
Eine knappe Niederlage steckten auch die Vancouver Canucks ein – ebenfalls wegen zweier Gegentreffer in eigener Unterzahl. Sie verloren nach zweimaliger Führung bei den San Jose Sharks mit 2:3. Nationalstürmer Reichel, um den sich bereits neuerliche Trade-Gerüchte halten, kam nicht einmal fünf Minuten zum Einsatz. Trainer Adam Foote sprach die vielen Strafen auf beiden Seiten an, ärgerte sich über die ausgelassenen Möglichkeiten. „Ich mochte unsere Schussauswahl nicht. Wir wurden zu berechenbar und werden darüber sprechen." Er meinte: „Wir hatten das Spiel eigentlich unter Kontrolle. Wir müssen von der Strafbank wegbleiben und unsere Chancen nutzen."
Auch Moritz Seiders Detroit Red Wings gingen in Führung – auch sie unterlagen (bei einem Unterzahl-Gegentor und einem Emptynetter), mit 3:6 vor heimischem Publikum gegen die Tampa Bay Lightning. Verteidiger Seider nahm knapp 23 Minuten Eiszeit, konnte aber den sechsten Sieg in Folge der Lightning nicht verhindern.
Die Boston Bruins unterlagen den New York Rangers in heimischer Spielstätte mit 2:6. Auch sie hatten zwei Gegentore durch eine gegnerische Powerplay-Formation erhalten und zudem einen Emptynetter. Die Mannschaft um Cheftrainer Marco Sturm hatte zwischenzeitlich mit zwei schnellen Treffern im Schlussabschnitt auf 2:4 nochmal für ein paar Minuten Hoffnung geschnuppert. Sie stecken wie auch die Red Wings in der unteren Hälfte der Eastern Conference fest.
Auch die Ottawa Senators um Tim Stützle verloren, 3:4 bei den St. Louis Blues. Sie waren im zweiten Abschnitt in Führung gegangen, doch die Blues drehten die Partie noch im Schlussabschnitt. Stützle blieb ohne Punkt bei einer Plus/Minus-Bilanz von -3.
Martin Wimösterer