Jubel nach dem späten Ausgleich: Münchens Yashin Ehliz (Mitte) nach seinem 2:2 in Wolfsburg.
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Die Kölner Haie eilen in der PENNY DEL weiter von Sieg zu Sieg. Im Top-Spiel gegen Straubing gelang dem Spitzenreiter am Freitag beim 4:2 gegen Straubing der achte Erfolg nacheinander. Die Rheinländer bauten ihren Vorsprung auf den neuen ersten Verfolger München damit auf sechs Zähler aus. Der gerade erst vom Spengler Cup zurückgekehrte Nate Schnarr traf doppelt für die Haie. Der EHC Red Bull feierte beim 3:2 nach Penalty-Schießen in Wolfsburg den sechsten Auswärtssieg nacheinander. Nach 0:2-Rückstand gelang Yasin Ehliz erst 58 Sekunden vor Ende der Ausgleich. Im Shootout erzielte Veit Oswald den entscheidenden Treffer.
Heimniederlagen setzte es für zwei andere Top-Teams. Die 2:5-Pleite vom bisherigen Zweiten Mannheim gegen Schlusslicht Dresden war die größte Überraschung des Spieltags. Jussi Olkinuora wehrte beim erst dritten Auswärtssieg der Eislöwen 37 Schüsse ab. Erst zum dritten Mal in dieser Saison musste sich Ingolstadt auf eigenem Eis geschlagen geben. Colt Conrad führte Bremerhaven mit einem Doppelpack zum 3:2-Sieg.
Boden gutmachen im Tabellenkeller konnte Dresden aber trotz des unerwarteten Coups nicht, da auch Frankfurt (3:2 in Berlin) und Iserlohn (4:3 gegen Nürnberg) gewannen. So beträgt der Abstand zum rettenden Ufer für den Aufsteiger weiter 13 Punkte. Jakob Lilja erzielte für die Löwen in der 50. Minute den Siegtreffer beim Meister, der nun sechs der vergangenen sieben Partien verloren hat. Drei Tore binnen neun Minuten im Mitteldrittel brachten die Roosters, die nach dem ersten Drittel 1:2 in Rückstand gelegen hatten, in die Erfolgsspur.
Die verrückteste Begegnung des Abends gab es aber in Augsburg, Die Panther setzten sich im Duell am Playoff-Strich gegen Schwenningen bei einem 13-Tore-Spektakel mit 7:6 durch. 4:0 lagen die Hausherren, die durch den Sieg nach Punkten zu den Wild Wings aufschlossen, nach nicht einmal elf Minuten in Front. Der Arbeitstag von Gästekeeper Joacim Eriksson war daraufhin früh beendet. Aber auch sein Gegenüber Michael Garteig sollte das Spielende nicht auf dem Eis erleben. Er wurde nach 40 Minuten ausgewechselt, denn die Wild Wings trafen im Mittelabschnitt fünfmal und glichen zum 5:5 aus. Im Schlussdrittel fiel die Entscheidung dann binnen 37 Sekunden. Die beiden Doppelpacker Anthony Louis und Alexander Blank schossen Augsburg doch zum erst zweiten Erfolg in den vergangenen elf Auftritten. Schwenningen kassierte hingegen trotz der furiosen Aufholjagd die zehnte Schlappe in den zurückliegenden elf Partien.