Für Axel Jonsson-Fjällby und Brynäs IF wird es ein langer Weg zurück - sie müssen im Rückspiel bei Frölunda Göteborg ein 0:2 aufholen.
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Die Zeichen stehen nach den Halbfinalhinspielen in der Champions Hockey League auf ein rein schwedisches Finale. Während sich Frölunda Göteborg dank seiner Überlegenheit in den Special Teams und starker Defensive mit 2:0 bei Brynäs IF durchsetzte, holte auch Luleå Hockey einen hochverdienten Auswärtssieg (3:2 beim Schweizer Vertreter EV Zug). So gehen Frölunda und Luleå mit einem Polster in die Rückspiele vor eigenen Fans am kommenden Dienstag.
Frölunda startete als Favorit bei Brynäs in die Serie. Zum einen, weil der SHL-Tabellenführer zuletzt die bessere Form aufzeigte (sieben Siegen aus den neun Spielen seit dem Viertelfinalerfolg über den ERC Ingolstadt). Zum anderen, weil die Göteborger die bisherigen drei Saisonvergleiche gegen Brynäs gewonnen und dabei nur zwei Gegentore kassiert hatten. Ein Abriss für die Partie am Dienstag.
Die Göteborger hatten mit einem Pfostenschuss des auffälligen Offensivverteidigers Henrik Tömmernes die beste Chance der Anfangsphase am Dienstagabend. Den Unterschied besorgten in der Folge die Special Teams: Frölundas Supertalent Ivar Stenberg nutzte ein Powerplay zur Führung (11.). Kurz vor der Pause ließ Brynäs eine lange doppelte Überzahl ungenutzt. Wie auch bei Fünf-gegen-fünf stand Frölundas Defensive zumeist sicher, auch in den weiteren Unterzahlspielen (Disziplin - der einzige Vorwurf an Göteborg an diesem Abend). In einem ab dem Mittelabschnitt taktischer werdenden Spiel legte Frölunda abermals im Powerplay nach: Max Friberg stellte zehn Minuten vor Ende per Abstauber auf 2:0. Ein Endstand, der dem Spiel entsprach, Lars Johansson feierte den Shutout. Brynäs verließ noch vor der Zeremonie zum Spieler des Tages das Eis - Stenberg, der beim kommenden NHL-Draft als potenzieller Top-Pick gilt, erhielt die Ehrung.
Auch der Sieg von Luleå Hockey beim EV Zug spiegelte die Verhältnisse wider. Die Schweden verpassten dabei allerdings sogar, bereits vor dem Rückspiel für mehr Klarheit zu sorgen. Unbeeindruckt davon, dass ihre Schläger beim Umstieg am Flughafen Kopenhagen liegen geblieben waren und sie für umgerechnet rund 14.000 Euro Ersatz kaufen mussten, bestimmten sie von Beginn an konzentriert die Partie. Zug (in der Schweizer Liga zuletzt mit fünf Niederlagen in Folge) spielte sichtlich ohne Selbstbewusstsein und leistete sich teils unnötige Aufbaufehler. Kurz vor der ersten Pause gingen die Gäste nach mehreren Chancen in Front – Heikki Liedes traf, zu unbedrängt, aus der Zentrale (19.).
Erst im zweiten Abschnitt fand Zug zu Gefahr – Daniel Voženílek traf den Pfosten (26.). Der EVZ war plötzlich da und stellte in einem Powerplay auf 1:1 – Jan Kovar traf (31.). Der EVZ hätte in einem weiteren Überzahlspiel das Spiel drehen können – stattdessen kamen die Gäste zum Shorthander und rückten in Person von Isac Hedqvist den Spielstand wieder gerade. Ben Tardif sorgte kurz darauf mit einem Abstauber nach einem abgefälschten Fernschuss für den Zwei-Tore-Vorsprung der Schweden. Das ansonsten lange spielbestimmende Luleå leistete sich aber zu viele Strafen, was die individuell hochkarätig besetzen Schweizer erneut zu nutzen wussten, durch Tomas Tatar (48.). In der Schlussphase hatte der EVZ sogar mehrmals den Ausgleich auf dem Schläger. Fazit aber: Das eigene Powerplay und die schwache Chancenverwertung der Gäste gegen Leonardo Genoni hielten die Zuger Chancen fürs Rückspiel am Leben.
Die Halbfinalrückspiele der CHL steigen am kommenden Dienstag (20. Januar). Spielbeginn in Göteborg und in Luleå ist jeweils um 19 Uhr. Sporteurope.tv überträgt die Spiele live.
Martin Wimösterer