Die Krefeld Pinguine gastieren am Sonntagabend in Kassel.
Foto: Jan-Malte Diekmann
Alle Augen sind in der DEL2 am Sonntag auf das Spitzenspiel Kassel gegen Krefeld gerichtet. Die beiden Mannschaften sind die heimstärksten Clubs der Liga: Die Kassel Huskies sammelten vor dem Wochenende 45 Punkte in ihrer Heimstätte, die Pinguine 39. Und auch zuletzt liefen die beiden Aufstiegsfavoriten in Topform auf: Aus den letzten fünf Partien verbuchten die Sonntagskonkurrenten jeweils fünf Siege. „Unsere Einstellung passt richtig gut. Man spielt nicht die ganze Saison auf 110 Prozent und ich denke, wir haben jetzt wieder zu unserem Ursprung zurückgefunden“, begründet Kassels Verteidigertalent Manuel Schams den Positivtrend seiner Mannschaft in unserer aktuellen Ausgabe.
Für Bietigheim (7.) wird sich das Freitagsspiel gegen Crimmitschau (8.) wie ein Déjà-vu anfühlen. Letzte Woche war es ein direktes Duell gegen Regensburg, vor dem die beiden Teams sogar punktgleich waren. Dieses wichtige Spiel hatten die Steelers mit 1:5 verloren. Diesen Freitag steigt das direkte Duell gegen die Eispiraten – mit denen die Steelers aktuell punktgleich bei 50 Zählern auf den Plätzen sieben und acht stehen. Die Gastgeber aus Sachsen sind nach Krefeld das drittstärkste Heimteam der DEL2. Ebenso findet das Oberpfalz-Derby am Freitagabend statt, bei dem die Blue Devils Weiden (11.) auf die Eisbären Regensburg (5.) treffen. Für Weiden als direkter Verfolger der Top Ten bietet das Spiel die Chance, sich aus den Playdown-Plätzen herauszuarbeiten. Zuletzt machte der Club eher mit Finanzsorgen auf sich aufmerksam, weshalb sich die Ticketpreise bei den Blue Devils ab Februar deutlich erhöhen werden. Die bisherige Derbybilanz der beiden Teams 2025/26 ist ausgeglichen: Einmal gewann das Team von Head Coach Sebastian Buchwieser, einmal entschieden die Eisbären die Begegnung für sich.
Die Ravensburg Towerstars (6.) sind – nach anfänglichen Schwierigkeiten – nun auf Rang sechs der Liga und somit auf Playoff-Kurs. Sieht man sich die Statistiken allein aus dem Dezember an, so hat das Team von Cheftrainer Bo Subr 21 Punkte gesammelt und war damit das zweitstärkste Team im letzten Monat 2025. Nun treffen die Oberschwaben am Freitag auf die Starbulls Rosenheim (3.) und können sich an einem Team aus dem Spitzentrio messen. Ravensburgs Kapitän Robbie Czarnik weiß, wie wichtig die Kontinuität der bisherigen Leistungen ist: „Wir haben gesehen, dass wir nur erfolgreich sind, wenn wir als Team hart kämpfen. Wir können genauso schnell wieder fallen wie wir in der Tabelle hochgeklettert sind.“ Eine Baustelle haben die Towerstars noch: das Powerplay. Mit einer Quote von 12,4 Prozent bedeutet dies den Liga-Negativwert. Jedoch stehen die Rosenheimer nicht arg viel besser da: Die Mannschaft von Jari Pasanen belegt den zwölften Platz, was das Überzahlspiel angeht, mit 15,4 Prozent. Zudem steigt am Freitag um 19:46 Uhr das Jubiläumsspiel des ESV Kaufbeuren, bei dem „die größte Choreo“ erwartet wird, die es jemals in Kaufbeuren gegeben haben soll.
Lisa Taduschewski