Ein besonderer Abend für Marcel Müller: Zusammen mit Familie und Teamkollegen feierte der Routinier am Freitag beim 4:1 gegen Crimmitschau sein 1.000. Pflichtspiel.
Foto: H.-G. Schoofs
Zehnter Sieg in Serie für die Krefeld Pinguine in der DEL2 und 1.000 Pflichtspiele für Marcel Müller – der inzwischen unangefochtene Spitzenreiter der Zweiten Liga hatte am Freitagabend gleich doppelt Grund zur Freude. Perfekt passte dabei ins Bild, dass Müller (37) beim 4:1-Heimerfolg gegen Crimmitschau mit seinem Powerplay-Treffer zum 3:1 in der 53. Minute die Weichen auf Sieg für die Mannschaften vom Niederrhein stellte.
„Dass Malla für die Story zum 1.000. Spiel dann noch das Tor schießt, freut mich umso mehr“, sagte auch KEV-Trainer Thomas Popiesch auf der Pressekonferenz nach der über zwei Drittel sehr engen Partie zwischen dem Tabellenführer und dem aktuell neuntplatzierten Team aus Westsachsen. Den Großteil seiner seit Freitagabend 1.000 Pflichtspiele absolvierte der großgewachsene Stürmer übrigens nicht in der DEL2, in der er im Übrigen weit mehr als einen Scorer-Punkt pro Partie sammelt, sondern in Liga eins. 639 DEL-Spiele stehen in seiner Vita, genauso wie drei Partien in der NHL für die Toronto Maple Leafs in der Spielzeit 2010/11. Zum Jubiläumsspiel gab's übrigens fürs gesamte Team plus Staff Extra-T-Shirts (siehe Foto).
Etwas länger als gewöhnlich dauerte es am Freitagabend in Ravensburg, wo die heimischen Towerstars dem Erzrivalen aus Landshut beim 6:3 keine Chance ließen und ihren Top-Sechs-Platz in der DEL2 mit weiteren drei Punkten festigten. „Sechs Gegentore sind einfach zu viel. Unsere Fehler werden zurzeit gnadenlos bestraft. Durch diese Phase müssen wir durch“, urteilte Gästecoach Uwe Krupp nach der zweiten klaren Niederlage gegen einen direkten Tabellennachbar in Serie.
Für eine deutlich verlängerte Spielzeit sorgte derweil eine erforderliche Eisreparatur hinter dem Gästetor. In der 33. Minute wurde das Spiel jäh unterbrochen. Hinter dem Tor von Ravensburgs Schlussmann Ilya Sharipov klaffte am Bandenumlauf ein großes Loch. Nach ersten Reparaturversuchen entschieden die Hauptschiedsrichter nach Absprache mit den Teams, die zweite Drittelpause vorzuziehen. Nach knapp 35 Minuten Unterbrechung konnte das Spiel dann wieder fortgesetzt werden. „So eine lange Pause ist für beide Teams eine Herausforderung. Es ist schwer, danach schnell wieder in den Rhythmus zu finden. Aber wir haben das geschafft“, freute sich Ravensburgs Trainer Bo Subr, dessen Team zu Beginn des Schlussdrittels von 4:1 auf 6:1 davonzog.
Sebastian Groß/Frank Enderle
Landshuts Tor Immo und Ravensburgs Julian Eichinger begutachten skeptisch das durchaus massive Loch im Ravensburger Eis – das nach gut einer halben Stunde Pause aber ausgebessert werden konnte.
Foto: Kim Enderle