Aaron Reinig und die Saale Bulls Halle zogen durch einen 4:2-Erfolg gegen Duisburg (rechts Elvijs Biezais) noch an den Füchsen vorbei auf Rang vier.
Foto: Saale Bulls/Mick Winkler
Der 44. Spieltag beendete am Freitagabend die Hauptrunde der laufenden Oberliga-Nord-Saison. Schon am Sonntag startet Phase zwei der Spielzeit, die sogenannte Zwischenrunde. Während das Teilnehmerfeld für die beiden Gruppen dieser Runde bereits vor den Freitagsspielen feststand, konnten neben Hauptrundenmeister Hannover Scorpions und den Tilburg Trappers auch Erfurt, Herford und Halle mit Siegen Schwung für die bevorstehenden Platzierungsphase holen.
Die Scorpions gaben sich gegen Herne keine Blöße, das fünfte Shutout der Saison von Goalie Leon Hümer bescherte den Mellendorfern den ungefährdeten 4:0-Sieg, womit die Gäste aus Herne zum Hauptrundenende den neunten Platz behalten und somit am Sonntag in Erfurt in die Zwischenrunde starten.
Dahinter gehen die Herforder Ice Dragons ins Ziel. Sie gaben die rote Laterne am letzten Spieltag noch ab, weil ihnen ein 6:4-Überraschungserfolg am Pferdeturm gelang. Nach dem frühen 1:0 für die Indians waren die Ice Dragons mit vier Toren am Stück davongezogen und brachten den Sieg letztlich über die Ziellinie. Als Elfter und somit Tabellenletzter geht damit Rostock in die Zwischenrunde. In Erfurt gelang zwar spät der 1:1-Ausgleichstreffer (54. Minute), doch Erfurts Miro Markkula traf keine zwei Minuten später zur erneuten Führung und komplettierte am Ende auch seinen Hattrick mit einem Treffer ins leere Tor zum 3:1-Sieg für die TecArt Black Dragons.
Aus dem Spitzentrio siegte zudem Tilburg dank einer Schlussoffensive – im letzten Drittel erzielten sie drei Treffer binnen sechs Minuten – souverän mit 4:1 in Leipzig und bleibt somit Zweiter. Tilburgs Phil Marinaccio ist zum zweiten Mal in Folge Top-Scorer der Hauptrunde und hat mit 85 Punkten ein deutliches Polster auf Hernes Nick Ford mit 62 Zählern. Dahinter tauschten Halle und Duisburg nochmal die Plätze vier und fünf: Durch den knappen 4:2-Heimsieg im direkten Duell zogen die Saale Bulls an den Füchsen vorbei. Halle drehte dabei einen frühen 0:2-Rückstand noch in einen Sieg um.
Nun also heißt es: ab in die Zwischenrunde. Die Punkte aus der Hauptrunde werden dabei mitgenommen. Die Hannover Scorpions und Indians, sowie Halle, Duisburg und Tilburg spielen dabei in Gruppe 1 um die finalen Platzierungen und damit auch um das Heimrecht im Playoff-Achtelfinale (Plätze eins bis vier). Um noch mehr geht es in Gruppe 2: Zwischen Hamm, Leipzig, Erfurt, Herne, Rostock und Herford sind noch drei Playoff-Plätze zu vergeben, die zur Teilnahme am Achtelfinale berechtigen, welches dann verzahnt mit der Oberliga Süd ausgetragen wird.
Michael Wutz