Ex-Teufel Mick Köhler (links) glich für Krefeld das Auswärtsspiel in Bad Nauheim aus, doch Parker Bowles (rechts) bescherte den Roten Teufeln letztlich den Sieg im Shootout.
Foto: Andreas Chuc
Siebenmal macht am Freitagabend in der DEL2 nur ein Tor den Unterschied, dennoch gingen nur zwei Partien über mehr als 60 Minuten: Die Erfolgsserie der Krefeld Pinguine nahm nach elf Siegen bei der 2:3-Niederlage nach Penalty-Schießen am Freitagabend in Bad Nauheim ein Ende. Und die Blue Devils Weiden verspielten im Kellerduell gegen Freiburg einen 3:0-Vorsprung und unterlagen mit 3:4 nach Verlängerung. Drei Heimpunkte gab es für Bietigheim (3:2 über Kaufbeuren), Landshut (2:1 gegen Weißwasser) und Regensburg (1:0 über Rosenheim). Drei Auswärtszähler sammelten Ravensburg (3:2 in Düsseldorf) und Kassel (3:2 in Crimmitschau) ein.
Die Siegesserie von DEL2-Spitzenreiter ist am Freitagabend in Bad Nauheim gerissen. Mit 2:3 mussten sich die Pinguine den Hessen im Shootout beugen, nachdem der Spitzenreiter zuvor noch einen 0:2-Rückstand im Schlussdrittel aufgeholt hatte. Kurios: Die Pinguine hatten mit Beginn des Schlussdrittels eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Spielverzögerung kassiert, weil das Team einige Sekunden zu spät aus der Kabine gekommen war. Als dann Bad Nauheim wenig später bei einem Wechsel sehr spät aufs Eis kam, handelte sich der verärgerte Gästecoach Thomas Popiesch eine Spieldauer-Disziplinarstrafe ein. Starke Premiere für Mate Arany als Interimstrainer des EC Bad Nauheim.
Die Blue Devils Weiden haben am Freitagabend die erste Pleite nach der Trennung von Head Coach Sebastian Buchwieser kassiert. Dabei sahen die Oberpfälzer auch im dritten Spiel nach dem Wechsel hinter der Bande lange Zeit wie der sichere Sieger aus. Doch die Wölfe bissen sich nach einem 0:3-Rückstand zurück ins Spiel. EHC-Angreifer Lukas Mühlbauer erzielte zuerst den 3:3-Ausgleich (47.) und später auch den Gamewinner für die Gäste in der Overtime.
Die Ravensburg Towerstars lieferten vor über 6.000 Zuschauern in Düsseldorf bis zur 57. Minute eine einwandfreie Auswärtsleistung ab und führten scheinbar ungefährdet mit 3:0 im PSD Bank Dome. Doch dann kam die DEG nochmal auf, stellte durch Tore von Yushiroh Hirano und Ture Linden auf 2:3 und schnupperte am Ausgleich. Der fiel jedoch nicht mehr und die Oberschwaben nahmen die drei Zähler mit in den Bus nach Hause. Huskies-Dauerbrenner Marco Müller überholte am Freitagabend mit seinem 623. Spiel für Kassel Manuel Klinge und ist nun neuer Rekordspieler der Schlittenhunde. Und auch als Team hatten die Nordhessen einen Grund zu feiern. Sie kamen beim 3:2-Auswärtssieg in Crimmitschau nach frühem Rückstand zurück, drehten das Match und antworteten auf den 2:2-Ausgleich der Eispiraten (52.) mit dem Siegtreffer von Yannik Valenti (53.).
Schwer taten sich die Bietigheim Steelers im Heimspiel gegen Schlusslicht Kaufbeuren. Zwar führten die Hausherren früh mit 1:0, kassierten im Schlussdrittel aber den 1:1-Ausgleich durch Tyson McLellan. Das bessere Ende hatten dennoch die Grün-Weißen für sich: Arne Uplegger in Überzahl und Alexander Preibisch in Unterzahl stellten in der Schlussphase auf 3:1. McLellan schnürte kurz vor Ende zwar noch seinen Doppelpack, doch die Allgäuer nahmen einmal mehr nichts Zählbares mit.
Der EV Landshut drehte sein Heimspiel gegen Weißwasser mit einem Doppelschlag in der 36./37. Minute. Nach dem frühen 0:1-Rückstand schossen David Elsner und Trevor Gooch die Niederbayern zum Heimdreier. Der erste Sieg für das Team von Uwe Krupp nach zuvor drei Nullnummern. Ein einziger Treffer entschied das faire – insgesamt nur sechs Strafminuten – bayerische Duell zwischen Regensburg und Rosenheim. David Morley erzielte in der 49. Minute das goldene Tor für die Eisbären.
Sebastian Groß