Hannovers zweite Sturmreihe stellte die Verteidigung der Saale Bulls beim 5:2-Heimsieg der Indians vor so einige Probleme.
Foto: Florian Petrow
Der erste Spieltag der neuen Zwischenrunde in der Oberliga Nord ist in den Büchern. In der Zwischenrunde 2, in welcher die fehlenden drei Playoff-Teilnehmer ermittelt werden, starteten die Herne Miners mit einem wichtigen 4:1-Auswärtssieg in Erfurt. Die Rostock Piranhas und die Herford Ice Dragons überraschten unterdessen mit Auswärtssiegen in Leipzig und Hamm. In der Zwischenrunde 1, in der die fünf besten Teams der Hauptrunde um das Heimrecht in der ersten Playoffrunde spielen, war es vor allem für die beiden Heimmannschaften ein gelungener Auftakt: Die Füchse Duisburg schlugen die Tilburg Trappers mit 6:3, die Hannover Indians bezwangen die Saale Bulls Halle mit 5:2. Die Hannover Scorpions werden als Tabellenführer der Hauptrunde erst am kommenden Freitag wieder ins Spielgeschehen eingreifen.
Das erste Spiel in der neu eingeführten Zwischenrunde 2 bestritten am Sonntagnachmittag die Black Dragons Erfurt und die Herne Miners. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet gingen mit 4:1 als Sieger vom Eis und das obwohl die Partie für die Hausherren eigentlich gut begann. Nach einem Stockschlag von Hernes Nick Ford schlug das zweitbeste Überzahlspiel der Liga in Person von Joe Kiss zur Führung für Erfurt zu. Doch noch im ersten Spielabschnitt kamen die Gäste durch Dennis Palka zum Ausgleich. Das zweite Drittel gehörte dann den Miners, die sich mit zwei Treffern absetzen konnten. Marc Hofmann setzte dann mit seinem Treffer zum 4:1 den Schlussstrich unter den Herner Auswärtssieg. Die Miners holen damit tabellarisch auf die Black Dragons auf.
Der Tabellenletzte aus Rostock konnte sich in Leipzig ebenfalls über einen Auswärtssieg freuen. Die Piranhas beendeten durch den 4:1-Sieg eine Serie von drei Niederlagen zum Abschluss der Hauptrunde. Der Mann des Abends war dabei Rostocks Kilian Steinmann, der erst das 0:2 durch Joey Luknowksy auflegte und im letzten Spielabschnitt durch seinen Doppelpack den Sieg klar machte. Die IceFighers kamen zwar noch zum Ehrentreffer durch Chad Bassen, mussten sich dennoch zum ersten Mal in der Saison vor heimischem Publikum den Piranhas geschlagen geben.
Mit den Herford Ice Dragons gewann auch der Vorletzte der Hauptrunde sein Auftaktspiel in der Zwischenrunde. In Hamm gab es für das Team von Coach Henry Thom ebenfalls einen 4:1-Erfolg. Ice Dragons Stürmer Leon Köhler und Verteidiger Simon Moberg steuerten je eine Vorlage und einen Treffer zum Sieg hinzu.
Durchaus torreich war auch der Auftakt in der Zwischenrunde 1, die aus den fünf besten Teams der Hauptrunde besteht. Die Füchse Duisburg schlugen zu Hause die Tilburg Trappers mit 6:3, die Hannover Indians gewannen mit 5:2 gegen ihre Gäste aus Halle.
In Duisburg gab es gleich mehrfachen Grund zum Feiern: Vor dem Spiel gegen die Tilburg Trappers wurde Stürmer Martin Schymainski für sein 1.100. Profi-Spiel geehrt. Im darauf folgenden Spiel taten die Hausherren alles, um die Feierlichkeiten weiter auszuweiten. Doch das Spiel startete mit einem kurzen Stimmungsdämpfer, denn in der dritten Minute brachte Kilian van Gorp die Gäste aus den Niederlanden in Führung, Doch in der 10. Minute war es dann ausgerechnet Martin Schymainski, der den Ausgleich für die Füchse erzielte, die noch zwei weitere Male im ersten Drittel erfolgreich waren. Im zweiten Spielabschnitt zeigten sich beide Teams nochmal in Torlaune und erzielten je zwei Treffer, bis dann Michael Fomin nach Vorlage von Martin Schymainski im letzten Drittel den 6:3 Endstand bescherte.
Auch in Hannover gingen die Gäste aus Halle im ersten Spielabschnitt in Führung, ehe die heimischen Indians mit drei Treffern, zwei davon innerhalb von 28 Sekunden, die schnelle Antwort fanden. Der Verlauf der Partie entwickelte sich ebenfalls ähnlich zur Partie der Füchse und Trappers, die Saale Bulls kamen zwar noch zu ihrem zweiten Treffer, suchten aber erfolglos nach einem Weg zurück in die Partie. Vor allem die vielen ungenutzten Chancen in Überzahl wurde den Gästen zum Verhängnis. Für die Indians wurde vor allem die Sturmreihe um Doppeltorschütze William Jerry zum Matchwinner beim 5:2 Heimsieg.
Hanna Füller