Lukas Bender (vorne) war einer der Torschützen der Islanders beim Lindauer 3:2-Coup in Selb.
Foto: Mario Wiedel
Am 44. Spieltag der Oberliga Süd rückte das Sportliche wieder etwas mehr in den Vordergrund als dies noch zwei Tage zuvor, gute 48 Stunden nach der Insolvenz der Heilbronner Falken der Fall war. Die Falken traten auswärts in Peiting an und der ECP dezimierte sich schon nach 24 Sekunden selbst, weil Lukas Gohlke wegen eines Knie-Checks gleich wieder duschen gehen konnte. In der Folge spielt Peiting allerdings eine gute Partie und schoss bis kurz nach der ersten Pause einen 3:0-Vorsprung heraus. Nachdem die Falken per Doppelschlag verkürzt hatten, nutzte Carson MacKinnon einen Fehler im Spielaufbau der Falken zum vorentscheidenden 4:2. Am Ende hieß es schließlich 6:3 gegen eine Falkenmannschaft, die trotz der mental belastenden Lage und dezimiertem Kader vollen Einsatz zeigten.
Wichtige Punkte im Rennen um die Pre-Playoffs – und gleichzeitig Schützenhilfe für Peiting im Kampf um Platz sechs – bedeutete Stuttgarts Sieg gegen Bayreuth. Beim 4:2 trafen Rückkehrer Elvis Gorontzy-Slack und der in dieser Saison große Fortschritte machende Nico Geidl jeweils doppelt für die Rebels, die aktuell Rang elf belegen. Dieser würde momentan die Pre-Playoffs bedeuten, da Heilbronn am Ende der Saison auf den letzten Platz der Tabelle zurückgesetzt wird.
Spitzenreiter Deggendorf gab sich unterdessen beim SC Riessersee keine Blöße und siegte mit 4:1. Damit konnte der DSC den Vorsprung auf Verfolger Memmingen auf sieben Punkte ausbauen. Die Indians duellierten sich im Spitzenspiel des Abend nämlich mit dem Dritten aus Bad Tölz und fanden keinen Weg an Löwen-Goalie Matthias Bittner. Er feierte sein erstes Shutout der Saison, während Topi Piipponen, Dominik Daxlberger und Ludwig Nirschl per Doppelpack zum 4:0-Sieg für die Löwen trafen.
Der Goalie war es auch, der den knappen 4:3-Sieg des EV Füssen in Passau festhielt: Rihards Babulis brachte die Führung durch seine Paraden am Spielende über die Zeit, während die Black Hawks mit gezogenem Goalie auf den Ausgleich drückten. Der EVF gibt somit die Rote Laterne an Erding ab – die Gladiators unterlagen zeitgleich mit 1:3 in Höchstadt.
Eine kleine Überraschung gelang außerdem den Lindau Islanders. Das Team vom Bodensee siegte in Selb mit 3:2 und festigt somit einen Platz in den Top sechs, der die direkte Qualifikation für das Playoff-Achtelfinale bedeuten würde.
Michael Wutz