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Donnerstag, 5. Februar 2026

Auftaktspiel am Donnerstagmittag Schwedisches Powerplay macht den Unterschied: DEB-Frauen unterliegen nach früher Führung mit 1:4

Der Auftakt in Mailand ist gemacht, Punkte gab es aber nicht: Die DEB-Frauen mussten sich Schweden am Donnerstagmittag trotz ordentlicher Leistung mit 1:4 geschlagen geben.
Foto: City-Press

Die DEB-Auswahl der Frauen hat ihr Olympia-Auftaktspiel gegen Schweden am Donnerstagmittag in Mailand mit 1:4 verloren. Der frühe Führungstreffer von Nina Jobst-Smith hatte vor den 2.455 Zuschauern in der ordentlich gefüllten Milano Rho Ice Hockey Arena nicht lange Bestand, ehe die Skandinavierinnen eine passende Antwort fanden. Mit zwei Powerplay-Toren brachte sich Schweden im zweiten Drittel dann auf die Siegerstraße, die das Team von Head Coach Ulf Lundberg auch nicht mehr verließ. Fürs DEB-Team von Bundestrainer Jeff MacLeod gab es zum Turnierauftakt somit keine Punkte. Und auch wenn der Sieg der Schwedinnen am Donnerstag in Mailand unter dem Strich ohne Frage in Ordnung ging: Die über weite Strecken der Auftaktpartie gezeigte Leistung gegen die mit vier PWHL-Profi-Spielerinnen und insgesamt zehn Nordamerika-Legionärinnen besetzten Schweden machte viel Hoffnung mit Blick auf den weiteren Turnierverlauf. Am Samstag geht es im zweiten Vorrundenspiel gegen Japan (ebenfalls 12:10 Uhr, live bei ARD und Eurosport) dann um die nächsten Punkt im Kampf um den Viertelfinaleinzug.

Die deutschen Frauen erwischen einen guten Start und nutzten gleich ihr erstes Powerplay zur Führung. Am klasse Schuss von Nina Jobst-Smith war Schwedens Torhüterin Ebba Svensson Träff zwar noch leicht mit der Fanghand dran, den gut platzierten Puck konnte sie jedoch nicht mehr abwehren. Es war der erste Olympia-Treffer für die DEB-Frauen nach zwölf Jahren des Wartens auf die nächste Teilnahme. Damals hatte Sara Seiler im russischen Sotchi gegen Japan getroffen. Die Führung der DEB-Auswahl hatte aber nur gute drei Minuten Bestand, dann kamen die Skandinavierinnen nach einem guten Powerplay im nächsten Wechsel zurück ins Spiel. Lina Ljungblom, die mit Sandra Abstreiter bei den Montreal Victoire in der nordamerikanischen Frauen-Profiliga PWHL zusammenspielt, stocherte den Puck zum Ausgleich über die Linie. Trotz des eindeutigen Schussverhältnisses von 14:6 für Schweden im ersten Drittel war das DEB-Team von Beginn an physisch präsent und läuferisch auch voll da.

Auch im zweiten Drittel hielt das deutsche Team gut dagegen, doch im dritten Powerplay des Tages schlugen die Schwedinnen nach schöner Kombination zu: Am Ende einer Passkombination stand erneut Ljungblom, die den Puck aus kürzester Distanz ins deutsche Tor drückte. Die beste deutsche Chance auf den Ausgleich hatte in der Folge Celina Haider, die vor dem gegnerischen Gehäuse zunächst schön verzögerte, die Gelegenheit aber nicht veredeln konnte. Und so waren es in der letzten Minute des zweiten Drittels erneut die Skandinavierinnen, die trafen. Ein weiteres Powerplay nach einer durchaus strittigen Strafe gegen Emily Nix verwerteten die Gelb-Blauen in Person von Mira Jungåker zum 3:1. Die NCAA-Defenderin setzte den Puck gekonnt oben ins lange Eck. Besonders bitter aus deutscher Sicht neben dem Zeitpunkt des Gegentreffers knapp 40 Sekunden vor Drittelende war auch die Tatsache, dass die Referees vor der Hinausstellung von Nix mehrfach harte Checks der Schwedinnen durchgehen ließen, darunter auch eine klare Behinderung an Haider.

Im letzten Abschnitt, in dem beide Teams insgesamt weniger hart zu Werke gingen als in den ersten 40 Minuten, bemühte sich das deutsche Team vergeblich um den 2:3-Anschlusstreffer. Auch zwei gefährliche Schüsse von Torschützin Jobst-Smith – insgesamt die beste und auffälligste DEB-Spielerin beim Turnierauftakt – fanden nicht ihren Weg ins Ziel. Und so sorgte ein schwedischer Konter für das 4:1 und die Entscheidung zugunsten der Skandinavierinnen: Thea Johansson hielt gekonnt die Kelle in einen starken Querpass von Hilda Svensson (52.). Damit war die Messe gelesen, viel passierte in der Folge nicht mehr. Beide Teams waren sich der vielen anstehenden Aufgaben in den nächsten Tagen bewusst. Sowohl das deutsche Team als auch die Schweden sind bereits am Samstag wieder im Einsatz.

Sebastian Groß

Das Spiel in der Statistik: (1 Einträge)

 

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Notizen

  • vor 9 Stunden
  • Jannik Herm vom Süd-Oberligisten Stuttgart Rebels erhält für seinen Check gegen den Kopf- und Nackenbereich seines Gegenspielers im Spiel gegen Bayreuth vom 1. Februar ein Spiel Sperre und eine Geldstrafe. Er fehlt den Rebels somit im Spiel am Freitag beim EV Füssen.
  • vor 10 Stunden
  • Förderlizenz für Moritz Kukuk: Der 20 Jahre alte Verteidiger der Düsseldorfer EG (DEL2) kann auch per Zweitspielrecht für die Hannover Scorpions in der Oberliga-Nord auflaufen.
  • vor 11 Stunden
  • Lukas Laub steht den Starbulls Rosenheim (DEL2) am Wochenende wieder zur Verfügung. Der Stürmer war seit Mitte Dezember ausgefallen.
  • vor 12 Stunden
  • Der EC Peiting (Oberliga Süd) muss für den Rest der Saison auf Angreifer Markus Czogallik verzichten. Er tritt im Rahmen seines Studiums ein Auslandssemester an und wird erst zur kommenden Spielzeit wieder in den Kader zurückkehren.
  • gestern
  • Der SC Riessersee hat das Nachholspiel in der Oberliga Süd beim Höchstadter EC mit 4:1 gewonnen. Spielentscheidend war dabei der Hattrick von Angreifer Nik Armstrong-Kingkade im Schlussdrittel. Das Spiel gehört noch zum 7. Spieltag der Saison.
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