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Freitag, 6. Februar 2026

Die Zwischenrunde in der Oberliga Nord Heimsiege für Hannover Scorpions und Tilburg Trappers – Herford, Hamm und Erfurt mit Erfolgen in der Fremde

Mit zwei Toren und einer Vorlage avancierte Herford Ryley Lindgren zum Matchwinner der Ice Dragons gegen Herne.

Foto: Dirk Unverferth

Der zweite Spieltag der Zwischenrunde in der Oberliga Nord verlief wie der erste am vergangenen Sonntag. In Gruppe 1 setzen sich nach dem 3:0-Erfolg der Scorpions gegen Duisburg und dem Tilburger 6:2 gegen die Indians beide Heimmannschaften durch, während in Gruppe 2 jeweils die Gäste das Eis als Sieger verließen. In der torreichsten Partie schlugen die Hammer Eisbären die Rostocker Piranhas mit 6:5 nach Overtime, Herford setzte sich in Herne mit 6:4 durch und Erfurt fuhr einen 3:1-Erfolg in Leipzig ein.

Mit einem 3:0 gegen die Füchse Duisburg sind die Hannover Scorpions, die beim Beginn der Zwischenrunde der Oberliga Nord am vergangenen Sonntag spielfrei hatten, erfolgreich in die zweite Saisonphase gestartet. Vor 1.031 Besuchern sorgte Pascal Aquin im ersten Drittel für die Führung der Hausherren, die ihren Vorsprung im mittleren Abschnitt durch zwei Treffer binnen vier Minuten auf den späteren Endstand ausbauen konnten. Bei den Niedersachsen feierte Förderlizenz-Torhüter Leon Hümer sein sechstes Shutout der Saison, während Moritz Kukuk, sein verteidigender Teamkollege von der Düsseldorfer EG und seit kurzem ebenfalls mit einer Zweitspielberechtigung für die Scorpions ausgestattet, sein Debüt für die Mannschaft von Rico Rossi gab (ein Schuss, +1). Mit dem Dreier vor eigenem Publikum baute der Spitzenreiter seinen Vorsprung in der Tabelle auf die Hannover Indians auf acht Zähler aus und holte sich weiteres Selbstvertrauen vor dem Derby am Sonntag.

Die Indians hingegen vergeigten die Generalprobe vor dem Aufeinandertreffen mit dem Lokalrivalen, mussten sich in Tilburg den gastgebenden Trappers mit 2:6 geschlagen geben. Angetrieben von Verteidiger Mike Dalhuisen (zwei Tore, eine Vorlage) sowie Phil Marinaccio und Kobe Roth (je ein Treffer und zwei Assists) rehabilitierten sich die Niederländer vor 2.415 Fans für die 3:6-Auftaktpleite gegen Duisburg. Mit dem Erfolg auf eigenem Eis schob sich der amtierende Nord-Meister in der Tabelle an den Indians vorbei und rangiert mit 81 Zählern nun auf Platz zwei, mit sieben Punkten Rückstand auf die Scorpions.

Spiel-Stenogramme (5 Einträge)

 


Eine kurzweilige Partie mit mehreren Wendungen bekamen die 1.073 Besucher an der Schillingallee in Rostock zu sehen. In Spiel eins nach der Freistellung von Head Coach Lenny Soccio führten die Piranhas nach etwas mehr als elf Minuten bereits mit 2:0 gegen die Hammer Eisbären, die die Partie im mittleren Abschnitt auf 3:2 drehen konnten. Davon unbeeindruckt legten wiederum die Raubfische nach, nach einem Doppelschlag noch vor der zweiten Pause ging es mit einem 4:3 für das Team von Interims-Trainer Marius Pöpel in die Kabine. Im Schlussdrittel erhöhten die Gastgeber auf 5:3, ehe die Eisbären zunächst verkürzen (51.) und 27 Sekunden vor dem Ende noch ausgleichen konnten. Die anschließende Verlängerung war fast beendet, als Thomas Zuravlev sieben Sekunden vor dem Shootout REC-Keeper Sebastian Albrecht überwinden konnte und den Eisbären den zweiten Punkt sicherte.

Einen nicht minder spektakulären und ähnlichen Spielverlauf boten die Herner Miners und die Herforder Ice Dragons den Fans beim HEV-Duell. Das Team vom Gysenberg führte nach einer Viertelstunde vor eigenem Publikum mit 2:0, ehe die Ostwestfalen das Duell zur Spielmitte zu ihren Gunsten drehten (31.). Noch vor der zweiten Pausenansprache stellten die Miners mit dem 3:3-Ausgleich das Duell wieder auf Anfang, auch den vierten Drachen-Treffer (48.) egalisierten die Gastgeber postwendend (49.). Als Herford drei Minuten vor dem Ende zum fünften Mal einnetzen konnte, setzten die Miners alles auf eine Karte und zogen Keeper Lukas Schulte zu Gunsten eines sechsten Feldspielers. Das Risiko wurde nicht belohnt. Ryley Lindgren nutzte die Chance und versenkte den Puck 13 Sekunden vor Abpfiff im verwaisten Gehäuse zum 6:4-Endstand für die Eisdrachen, die in der Tabelle nach Punkten (45) mit Herne gleichzogen und sich aufgrund des besseren Torverhältnisses auf Platz vier der Gruppe 2 schoben.

Auf Rang drei mit 51 Zählern stehen die TecArt Black Dragons Erfurt, die sich mit 3:1 in Leipzig durchsetzen konnten und sich bis auf drei Punkte an die KSW IceFighters heranschoben. Beim Auswärtssieg in der Messestadt war erneut das finnische Stürmer-Duo der Sieggarant für die Thüringer. Durch einen Doppelpack von Santeri Haarala (31., 59.) und einen Treffer von Miro Markkula (59.) führten die Drachen bis 17 Sekunden vor Ende mit 3:0, ehe Tim Detig mit dem Leipziger Ehrentreffer den Traum vom Patrick Glatzel im Erfurter Gehäuse vom ersten Shutout der Saison platzen ließ.

Mario Schoppa


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Notizen

  • vor 3 Stunden
  • Tim Lutz (25) hat seinen Vertrag bei den Eispiraten Crimmitschau (DEL2) um ein Jahr verlängert. Der Angreifer konnte in der abgelaufenen Saison verletzungsbedingt lediglich in der Endphase vier Matches bestreiten und verzeichnete dabei einen Assist.
  • vor 10 Stunden
  • Die PENNY DEL hat die Anfangszeiten der möglichen Spiele 7 in den noch nicht entschiedenen Viertelfinalserien festgelegt. Der Showdown zwischen München und Ingolstadt am Ostermontag würde um 16.30 Uhr beginnen, der zwischen Straubing und Berlin um 19 Uhr.
  • gestern
  • Wojciech Stachowiak (26) ist nach seinem Trade in die Organisation der Detroit Red Wings weiter in Topform. Der Nationalstürmer verzeichnete am Mittwoch beim 5:0-Sieg der Grand Rapids Griffins in Rockford ein Tor sowie zwei Assists und steht nun bei sieben Punkten in den jüngsten drei Matches.
  • vor 5 Tagen
  • Stürmer Roman Zap wird die Höchstadt Alligators nach einer Saison verlassen. Das gab der Oberligist bekannt. Der 22-Jährige suche eine neue Herausforderung. In 56 Spielen erzielte Zap 15 Tore und verbuchte zudem 19 Assists.
  • vor 6 Tagen
  • Matthew Pistilli bleibt bei den Stuttgart Rebels (Oberliga Süd) – und das gleich doppelt! Auch in der neuen Saison steht der 37-Jährige für das Team aus Baden-Württemberg auf dem Eis und geht gleichzeitig in sein zweites Jahr als Sportlicher Leiter des Clubs.
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