Jonas Müller (30) von den Eisbären Berlin steht vor seinen dritten Winterspielen und gehört damit zu den erfahrensten Olympia-Teilnehmern im Kader der deutschen Eishockey-Männer.
Foto: City-Press
Jonas Müller ist ein alter Olympia-Hase. Der 30-jährige Verteidiger der Eisbären Berlin steht vor seinen schon dritten Winterspielen und ist damit neben Moritz Müller sowie Dominik Kahun der erfahrenste Olympia-Teilnehmer im Kader der deutschen Eishockey-Männer. Wie seine ersten Eindrücke von den Bedingungen in Mailand sind, welche Unterschiede er bereits zu Pyeongchang 2018 und Peking 2022 festgestellt hat und wie seine Pläne neben dem Eis aussehen, verrät Jonas Müller im Interview.
Jonas Müller, wie lief die Anreise zu den Winterspielen, und wie sehen Ihre ersten Eindrücke vom Mailänder Eis aus?
Jonas Müller: „Die Anreise war gut. Wir sind mit dem Bus aus Bozen gekommen und haben uns im Dorf gut eingefunden. Das erste Training war ungewohnt auf dem kleinen Eis, aber wir haben ja noch ein paar Tage Zeit, um uns daran zu gewöhnen."
Ihr Teamkamerad Dominik Kahun hat gesagt, dass sich das Eis noch kleiner anfühlt als erwartet. Geht es Ihnen ähnlich?
Müller: „Ja, schon. Aus der Liga kennt man ja, dass es in Schwenningen schon ein bisschen kleiner ist, aber hier ist es nochmal ein bisschen anders, gerade auch die Winkel in der Ecke. Aber wie gesagt: Da muss man sich dran gewöhnen. Ich denke schon, dass die Tage bis zum ersten Spiel (Donnerstag gegen Dänemark; Anm. d. Red.) dafür reichen. Die anderen Mannschaften müssen damit ja auch spielen."
Sind Ihnen im Olympischen Dorf bereits nennenswerte Unterschiede zu 2018 und 2022 aufgefallen?
Müller: „Es ist alles ein bisschen kleiner, nicht ganz so weitläufig. Aber an sich ist das Dorf ganz cool gemacht. Die Zimmer sind solide. In Peking waren es mit Corona andere Bedingungen, da hatten wir eine große Wohnung, jetzt ganz normal ein Doppelzimmer. Aber so wie es ist, ist alles sehr gut geworden."
Ist das von den Sportlern oft hervorgehobene Olympia-Flair im Dorf bereits zu spüren?
Müller: „Ja, doch, es sind schon viele Athleten da. Ein paar Sachen haben ja auch schon angefangen. Es ist auf jeden Fall cool, die anderen Athleten alle zu sehen."
War die Eröffnungsfeier für Sie diesmal ein noch spezielleres Erlebnis, weil mit Leon Draisaitl ein Eishockeyspieler die deutsche Fahne getragen hat?
Müller: „Klar. Gerade für Leon freut es mich, dass er die Fahne tragen durfte. Man sollte es einfach genießen, wenn man da ins Stadion einläuft. Da startet das Turnier so richtig, und da kriegt man das richtige Feeling."
Wie sehen Ihre Pläne für Mailand neben dem Eis aus? Bleibt Zeit für Besuche bei anderen Sportarten?
Müller: „Ich weiß jetzt noch nicht, wie unser Trainingsplan in den nächsten Tagen ist, aber wenn möglich würde ich mir auf jeden Fall etwas anschauen – Eisschnelllauf, auch Eiskunstlauf und Shorttrack, also das, was bei uns in Mailand ist. Das würde ich mir schon gerne anschauen."
Von den Olympischen Winterspielen aus Mailand berichtet Stefan Wasmer