Die Teams beim Benefizspiel in Landshut.
„Wir müssen das Ganze erst einmal sacken lassen.“ Thomas Schwalbe, der 1. Vorsitzende der LA Ice Breakers war am Sonntagvormittag immer noch völlig begeistert. Mehr als 3.000 Zuschauer waren am Samstagnachmittag ins Landshuter Eisstadion gekommen und hatten dort das Benefizspiel der LA Ice Breakers gegen die Eishockey Oldtimers Germany gesehen, das mit einem gerechten 7:7 endete. „Es war einfach richtig cool!“
Nicht aber das Ergebnis, sondern der gute Zweck stand bei diesem Spiel im Vordergrund. Mit den Spenden und Einnahmen des Spiels unterstützen die Ice Breakers, deren Motto „Gemeinsam Gutes tun für unsere Gesellschaft“ lautet, bedürftige Menschen in und um Landshut insbesondere den Stille Hilfe e.V., die OB-Direkthilfe und das ambulante Kinderhospiz München.
Und das bereits seit Jahren. 2013 hatte das erste Benefizspiel stattgefunden, mit den Jahren wurden die Events größer und die Einnahmen hielten Schritt. Der Hobbyverein aus Landshut wurde deutschlandweit bekannt. 2018 wurden die Ice Breakers bei der DEL-Gala mit der Xaver-Unsinn-Trophy ausgezeichnet. Damals hatten das vor der Pandemie letzte Spiel 5.500 Zuschauer verfolgt und es waren mehr als 80.000 Euro an Spendensummen zusammen gekommmen. 2024 nahm der Club das Konzept wieder auf.
Zum Spiel am Samstag standen mit Andreas Geipel, Kamil Toupal und Cody Thornton auch ehemalige Landshuter Publikumslieblinge im Team. Thornton, Brandon Dietrich, Jackson Kuhn und Brent Walton waren extra aus Kanada angereist, Uwe Krupp coachte die Ice Breakers. Bei den Oldtimers standen unter anderem Michael Bresagk, Martin Ancicka, Patrick Köppchen, Felix Schütz, Fred Ledlin, Patrick Reimer und Ty Morris im Kader. Kurz vor dem Spiel hatten die Landshuter Nationalspieler Alexander Ehl, Fabio Wagner und Tobias Rieder noch eine Social-Media-Botschaft direkt aus dem Olympischen Dorf in Mailand geschickt.
„Die Spieler haben alle richtig Spaß gehabt und man sieht einfach, welche tolle Zeitgenossen beispielsweise Patrick Reimer oder Günter Oswald sind“, freute sich Schwalbe und schob hinter: „Das Wichtigste aber ist, dass sich niemand weh getan hat.“
Bei der Spendensumme müsse man in den kommenden Tagen noch rechnen, meinte Schwalbe am Sonntag. „Aber es sieht sehr gut aus, dass wir einen knapp sechsstelligen Betrag übergeben können.“ 2024 waren es rund 35.000 Euro. „Den bisherigen Rekord von 2018 werden wir wohl gebrochen haben.“
Rund ein Jahr dauerte die Planungszeit für das Event. Wann daher das nächste derartige Benefizspiel stattfindet, sei noch unklar, sagt Schwalbe. „Denn ein Jahr oder vielleicht sogar eineinhalb braucht man ja immer.“ Es gelte, Sponsoren zu akquirieren, die die Vorarbeiten mit finanzieren, Promotion zu machen uns sich selbst zu präsentieren. Rund 100 Ehrenamtliche aus dem Ice-Breakers-Umfeld waren im Einsatz, dazu auch noch Nachwuchseltern des EV Landshut. Allein Schwalbe beziffert seine Zeit auf rund 500 Stunden. Klar sei aber schon jetzt: „Wir werden auf alle Fälle wieder etwas machen!“
Michael Bauer