Nach einem spielfreien Tag bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand steht für die DEB-Frauen am Montagnachmittag die dritte Partie an: Im Duell mit Frankreich (16:40 Uhr, live in der ARD und bei Eurosport) kann die Auswahl von Bundestrainer Jeff MacLeod einen Riesen-Schritt in Richtung olympisches Viertelfinale machen. Die Französinnen stehen nach drei Partien noch ohne Zähler da und haben keine Chancen mehr auf den Einzug unter die besten Acht. Dennoch warnt der Bundestrainer: „Jedes Spiel hier ist intensiv – egal, gegen welchen Gegner.“
Als Zielvorgabe für die Partie gegen Frankreich gibt MacLeod aus: „Wir wollen einfach unser Spiel durchziehen, der Fokus liegt auf uns selbst.“ Ganz ähnlich sieht es DEB-Stürmerin Emily Nix: „Wir müssen genauso weitermachen, wie wir gegen Japan ins Spiel gestartet sind. Frankreich hat ein paar gute Einzelspielerinnen. Auf die müssen wir aufpassen, aber ansonsten drücken wir ihnen einfach unser Spiel auf.“ Zur schwächeren zweiten Spielhälfte gegen Japan meinte Nix am Sonntag: „Wenn man 5:0 führt, macht das schon etwas mit einem im Kopf.“ Soll heißen, der letzte Zug zum Tor des Gegners war dann nicht mehr so da wie in der Anfangsphase gegen die Japanerinnen. Dorthin wollen die DEB-Frauen am Montagnachmittag zurückkehren. Und dann winkt auch der zweite Turniererfolg im dritten Match.
Der Eishockeytag in Mailand beginnt derweil bereits um 12:10 Uhr mit dem durchaus richtungsweisenden Duell zwischen Japan und Italien. Beide Teams haben bisher je drei Punkte auf ihr Konto gebracht. Der Sieger dieses Duells am Montagmittag kann sich nun durchaus berechtigte Hoffnungen auf den Viertelfinaleinzug machen. Zum ersten Mal im Turnierverlauf wird die Partie der Italienerinnen in der kleineren Arena von Milano Rho ausgetragen. Nichtsdestotrotz ist zu erwarten, dass die Fans der Gastgebernation ihr Spielerinnen lautstark unterstützen werden. Japan bleibt auf dem Papier dennoch der leichte Favorit in diesem Duell.
Am Abend kommt es dann in der Gruppe A zu zwei mehr oder weniger parallelen Spielen: Die Schweiz trifft um 20:40 Uhr in der Milano Santaguilia Ice Hockey Arena auf die bisher ungeschlagenen US-Amerikanerinnen. Eine halbe Stunde später stehen sich in Milano Rho die Teams aus Kanada und Tschechien gegenüber. Auch in diesen beiden Partien sind die Teams aus Nordamerika die klaren Favoriten, zumal beide Mannschaften nach je einem spielfreien Tag recht ausgeruht in ihre Aufgaben gehen können.
Und während die Gruppenphase des Frauenturniers in die entscheidende Phase geht, bereiten sich auch die DEB-Männer auf den Turnierstart vor. Am Sonntag landete die Nordamerika-Fraktion im Kader der deutschen Mannschaft in Mailand, am Montagmachmittag wird es erstmals zusammen aufs Eis gehen. „Alles ging schnell und reibungslos mit der Anreise. Wir freuen uns riesig, dass es auch für uns endlich losgeht“, sagte DEB-Verteidiger Moritz Seider (Detroit Red Wings) nach der Ankunft im Olympischen Dorf am Sonntag.
Aus Mailand von den Olympischen Spielen berichtet Sebastian Groß