Anzeige
Montag, 9. Februar 2026

Oberliga Süd Wölfe-Einspruch gegen nicht gegebenes Tor: DEB führt technische Gründe an, DSC dementiert dies jedoch

Die Selber Wölfe um Trainer Felix Schütz (stehend, Mitte) haderten beim Gastspiel in Deggendorf mit dem nicht gegebenen Tor durch Erik Nemec – die Situation sorgt weiter für Gesprächsstoff.
Foto: Roland Rappel 

Es war der große Aufreger Ende Januar im Top-Spiel zwischen Deggendorf und Selb. Und auch jetzt noch beschäftigt eine umstrittene Spielsituation die Gemüter. Was war passiert? In der 7. Minute wurde ein klarer und regulärer Treffer vom Selber Erik Nemec auch nach Videobeweis vom Schiedsrichtergespann nicht anerkannt. Der Puck war allerdings klar im Tor, wie die Zuschauer auf SpradeTV zu sehen bekamen. Und rasch machte sich diese Szene auf den Smartphones der Team-Verantwortlichen und den mitgereisten Fans breit. Der Unmut entsprechend groß – wäre das doch auch der Führungstreffer der Wölfe gewesen. Am Ende siegte der DSC klar mit 5:1.

Die Wölfe legten Protest ein. Sie verwiesen auf eine aus ihrer Sicht klare Fehlentscheidung der Unparteiischen. Der Deutsche Eishockey-Bund prüfte die vorgelegten Unterlagen. Nach Auswertung der Berichte wies der Verband den Protest zurück. Die Spielwertung bleibt bestehen. Grund für die Entscheidung: Die entscheidende Szene habe „aus technischen Gründen“ den Referees vor Ort nicht gezeigt werden können. Eine Aussage, die nur noch mehr offene Fragen hinterlässt. Die Selber Wölfe kündigten folglich einen Widerspruch an. Dieser wurde beim Spielgericht des DEB fristgerecht eingereicht. Selb sieht weiterhin Klärungsbedarf bei Ablauf und Regelanwendung. Es wird klar betont, dass eine objektive und transparente Aufarbeitung des Vorfalls gefordert werde. „Dabei geht es ausdrücklich nicht primär um eine Neubewertung des Ergebnisses, sondern um eine faire, sachliche und nachvollziehbare Aufarbeitung des Vorgangs im Sinne aller Spieler, Vereine und Fans der Oberliga“, heißt es seitens der Wölfe.

Parallel meldete sich Deggendorf. Nach eigener Darstellung lag weder Fehlverhalten noch ein Technikproblem vor. Auch am Spieltag habe es keine Störungen gegeben. Der Verein respektiere das Verfahren und äußere sich bis Abschluss nicht. Eine abschließende Bewertung steht noch aus. Auf Anfrage von Eishockey News äußerte sich der DEB wie folgt: „Die Bilder auf SpradeTV konnten beim angesprochenen Videobeweis aus technischen Gründen nicht zur Verfügung gestellt werden, weshalb die On-Ice-Entscheidung bestehen blieb.“ Auch eine entsprechende Kommunikation über die Entscheidungsfindung an die Fans, zum Beispiel via Durchsage des Stadionsprechers, sei nicht möglich gewesen: „In der Oberliga gibt es zum aktuellen Zeitpunkt keine mündliche Kommunikationsmöglichkeit zwischen Schiedsrichter und Zuschauern.“ Und weiter: „Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, können aktuell keine weiteren Details kommuniziert werden.“
 


Anzeige
Anzeige

Notizen

  • vor 16 Stunden
  • Wojciech Stachowiak (26) ist nach seinem Trade in die Organisation der Detroit Red Wings weiter in Topform. Der Nationalstürmer verzeichnete am Mittwoch beim 5:0-Sieg der Grand Rapids Griffins in Rockford ein Tor sowie zwei Assists und steht nun bei sieben Punkten in den jüngsten drei Matches.
  • vor 4 Tagen
  • Stürmer Roman Zap wird die Höchstadt Alligators nach einer Saison verlassen. Das gab der Oberligist bekannt. Der 22-Jährige suche eine neue Herausforderung. In 56 Spielen erzielte Zap 15 Tore und verbuchte zudem 19 Assists.
  • vor 5 Tagen
  • Matthew Pistilli bleibt bei den Stuttgart Rebels (Oberliga Süd) – und das gleich doppelt! Auch in der neuen Saison steht der 37-Jährige für das Team aus Baden-Württemberg auf dem Eis und geht gleichzeitig in sein zweites Jahr als Sportlicher Leiter des Clubs.
  • vor 7 Tagen
  • Die PENNY DEL hat die Anfangszeiten für die möglichen Spiele 5 und 6 im Viertelfinale festgelegt. Am 2. April würde ab 19.30 Uhr gespielt. Am 4. April würde so gestartet: 14 Uhr Ingolstadt - München, 15 Uhr Köln - Schwenningen, 16.30 Uhr Berlin - Straubing, 19 Uhr Bremerhaven - Mannheim.
  • vor 7 Tagen
  • Die Erding Gladiators und Stürmer Marc Schmidpeter gehen zur kommenden Saison getrennte Wege. Der 31-Jährige kam in der vergangenen Saison auf 18 Tore und 20 Vorlagen in 42 Spielen.
Anzeige

Die Eishockey NEWS-App

Lesen Sie jetzt alles über die schnellste Mannschaftssportart der Welt auf Ihrem Tablet oder Smartphone. Alle deutschen Ligen, die NHL und die europäischen Clubs finden Sie auf einen Klick. Mit allen Artikeln und Bildern.