Während die Kanadierinnen vom Eis schlichen, feierten die USA ausgelassen ihren glatten 5:0-Erfolg über den Erzrivalen.
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Mit einer Machdemonstration fegte die Frauen-Auswahl der USA am Dienstagabend bei den Olympischen Spielen in Mailand vor 11.390 Zuschauern in der Milano Santaguilia Ice Hockey Arena die Kanadierinnen vom Eis. 5:0 hieß es nach 60 Minuten beim Gipfeltreffen der Gruppe A. Während im kanadischen Team Kapitänin Marie-Philip Poulin, die sich am Montag beim 5:1-Erfolg über Tschechien verletzt hatte, schmerzlich vermisst wurde, zeigten beim US-Team vor allem Verteidigerin Caroline Harvey (ein Tor, zwei Vorlagen) und Doppelpackerin Hannah Bilka ihre Klasse.
Die US-Amerikanerinnen haben sich damit ungeschlagen und ohne Punktverlust als Gruppensieger durchgesetzt, während Kanada – im Falle einer Niederlage nach 60 Minuten gegen Finnland im Nachholspiel am Donnerstag (14:30 Uhr) – sogar noch auf Platz drei zurückrutschen könnte. Genau aus diesem Grund steht auch der deutsche Viertelfinalgegner noch nicht fest, der entweder Kanada oder Finnland heißt. Die DEB-Frauen treffen als Zweiter der Gruppe B – und damit Siebtplatzierter der Endabrechnung – auf den Zweitplatzierten der Gruppe A. Sollten die Kanadierinnen die herbe Pleite vom Dienstag gut verdaut haben, gehen sie natürlich als Favorit ins abschließende Spiel der Gruppenphase gegen das finnische Team und sind damit auch der wahrscheinlichere Viertelfinalkonkurrent fürs deutsche Team. Fest steht hingegen schon der Gegner der US-Ladies. Sie treffen in der Runde der besten Acht auf Turniergastgeber Italien. Alle anderen drei Viertelfinalduelle sind noch vom Ausgang der Partie Finnland gegen Kanada am Donnerstagnachmittag abhängig.
Finnland fuhr seinerseits am Dienstagabend mit einem 3:1 gegen die Schweiz den ersten Sieg des Turniers ein. Alle vier Treffer in einer Partie mit mehr als der doppelten Zahl an Torschüssen für die Finninnen fielen dabei im zweiten Drittel, drei davon in finnischen Powerplays – zweimal in Überzahl, einmal für die Schweizerinnen in Unterzahl. Sie beenden die Gruppe A durch die Niederlage definitiv auf dem letzten Platz.
Mit einem glatten 4:0-Sieg über Außenseiter Japan haben Schwedens Frauen die Gruppe B bei den OIympischen Winterspielen in Mailand ungeschlagen und ohne Punktverlust abgeschlossen — und damit Deutschland vorzeitig den Viertelfinaleinzug beschert. Richtig zittern mussten die deutschen Frauen beim Verfolgen der Partie zwischen Japan und Schweden nicht, denn die Skandinavierinnen bogen früh auf die Siegerstraße ein. Schon nach 40 Minuten führte die schwedische Auswahl mit 3:0. Josefin Bouveng von der University of Minnesota sorgte mit einem Tor und einer Vorlage für die Vorentscheidung zugunsten der Schwedinnen, deren Schlussfrau Ebba Svensson Träff alle 20 Versuche der Japanerinnen, ein Tor zu erzielen, parierte. Nach der Niederlage ist das Turnier für Japan – ebenso wie für Frankreich – frühzeitig beendet. Aus der Gruppe B komplettieren Schweden, Deutschland und Italien die Runde der besten Acht in Mailand.
Aus Mailand von den Olympischen Winterspielen berichtet Sebastian Groß und Stefan Wasmer