Im Kampf um einen direkten Playoff-Platz sicherte sich der EC Peiting mit einem deutlichen 9:4-Erfolg über die Selber Wölfe drei wichtige Zähler.
Foto: Pauline Manzke / Selber Wölfe
Am 47. Spieltag der Oberliga Süd blieben an der Spitze die Kräfteverhältnisse stabil: Die Top Drei ließen nichts anbrennen. Deggendorf entschied ein emotionsgeladenes Derby in Passau mit 5:2 für sich, Memmingen nahm aus Bayreuth ein 6:3 mit und die Tölzer Löwen sicherten sich ihre drei Punkte mit einem 3.2-Arbeitssieg über den EV Füssen. Deutlich schmerzhafter verlief der Abend für die Selber Wölfe, die in Peiting mit 4:9 untergingen. Im Rennen um die Pre-Playoff-Ränge setzte sich Riessersee zuhause mit 6:4 gegen Höchstadt durch, während Stuttgart gegen Erding eine 2:3-Heimniederlage kassierte. In Heilbronn verabschiedeten sich mehrere Spieler mit einem 4:3-Sieg gegen Lindau vom eigenen Publikum.
Im torreichsten Spiel des Abends legte Peiting gegen Selb früh los: Bereits im ersten Powerplay (2. Minute) fiel die Führung, wenig später erhöhte Simon Mayr auf 2:0. Selb verkürzte zwar, doch die Gastgeber stellten den Abstand umgehend wieder her. Der Mittelabschnitt war von Strafzeiten geprägt – und von Effizienz auf Seiten der Hausherren. Sebastian Laßmann traf in Unterzahl (35.), keine Zeigerumdrehung später erhöhte Carson MacKinnon im Powerplay auf 5:3. Zwei schnelle Selber Treffer im Schlussdrittel sorgten kurz für Hoffnung, doch Peiting konterte mit einem weiteren Doppelschlag und schraubte das Ergebnis in Überzahl schließlich auf 9:4.
Die Passau Black Hawks lagen im Derby gegen Deggendorf früh 0:2 hinten, ehe Elias Rott eine Sekunde vor Drittelende in Unterzahl verkürzte. Buster Larsson glich in der 27. Minute aus, doch eine verpasste Überzahlchance rächte sich: Dylan Jackson brachte Deggendorf wieder in Front (34.). Das Schlussdrittel bot hitzige Szenen, Diskussionen und mehrere Videobeweise – bis zwei Treffer ins leere Tor den Gästesieg endgültig besiegelten.
Im direkten Duell um die Pre-Playoff-Ränge startete Höchstadt engagiert, doch Riessersee nutzte durch den jungen Lenny Elwing eine der wenigen Chancen zum 1:0 (10.). Während die Alligators weiter Druck machten, gehörte das zweite Drittel mit drei Treffern den Werdenfelsern. Höchstadt kämpfte sich bis auf 4:5 heran, doch Alexander Höller setzte mit seinem Empty-Net-Treffer den Schlusspunkt zum 6:4.
In Heilbronn standen die Zeichen auf Abschied: Mit Patrick Berger, Jeroen Plauschin, Nolan Ritchie, Calder Anderson, Niklas Jentsch, Lars Schiller, Leon Fern und Thore Weyrauch werden nach diesem Wochenende gleich acht Spieler die Falken verlassen und zu anderen Teams wechseln. Entsprechende Dankesworte gingen an die Spieler. Die Falken lieferten vor 1.300 Zuschauern gemeinsam mit Lindau noch einmal ein intensives Spiel. Die Islanders führten nach dem ersten Drittel 2:1, ehe die Falken im zweiten Abschnitt das Kommando übernahmen. Lukas Bender glich für die Gäste in der 43. Minute aus, doch Sebastian Hon traf in der 51. Minute zum 4:3, das die Gastgeber bis zur Sirene verteidigten.
Ein hartes Stück Arbeit wartete auf Bad Tölz gegen Füssen. Nach frühem Rückstand drehten die Löwen die Partie bis zur Spielmitte mit drei Treffern, doch Füssen blieb dran und verkürzte vor der zweiten Pause. Weitere Chancen auf den Ausgleich blieben ungenutzt, sodass Bad Tölz den knappen Vorsprung über die Zeit rettete.
Memmingen musste in Bayreuth lange kämpfen. Markus Lillich brachte die Gäste früh in Führung (8.), doch Bayreuth drehte die Partie bis zur 33. Minute auf 2:1. Dann schlug Felix Brassard mit einem Doppelschlag zurück. Nach dem 4:2 durch Timo Gams (49.) war der Widerstand gebrochen, Memmingen machte das halbe Dutzend voll – Bayreuth betrieb nur noch Ergebniskosmetik.
Auch in Stuttgart blieb es spannend: Cheyne Matheson traf bereits in der 2. Minute für Erding, Jannik Herm glich schnell aus (6.). Sechs Sekunden vor der zweiten Pause brachte Fabian Renner die Hausherren in Führung, doch das Tabellenschlusslicht antwortete im Schlussdrittel mit zwei Treffern binnen zwei Minuten und entführte den knappen 3:2-Auswärtssieg.
Michael Sporer