Kassels Stürmer Tristan Keck erzielt einen seiner drei Treffer gegen Ravensburg.
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Party-Stimmung bei der Düsseldorfer EG: Über 600 mitgereiste Fans sahen am 46. DEL2-Spieltag einen 5:3-Erfolg bei Tabellennachbar Crimmitschau. Die Bietigheim Steelers vermasselten den Anhängern der Eisbären Regensburg mit einem 3:0-Sieg hingegen eine Sonderzug-Fete. Das wichtige Tabellenkeller-Duell zwischen Weiden und Bad Nauheim ging mit 3:1 an die Blue Devils, die während der Partie einen neuen Trainer vermeldeten. Die Top-Drei-Clubs aus Krefeld (3:1 gegen Landshut), Kassel (6:1 gegen Ravensburg) und Rosenheim (7:4 in Kaufbeuren) blieben am Sonntag verlustpunktfrei. Freiburg unterlag mit 2:5 in Weißwasser.
Die Eisbären Regensburg wurden in Bietigheim von einem Sonderzug unterstützt, doch aufgrund eines Problems mit der Bande begann das Match im Ellental verspätet. Die Steelers – und besonders Brett Kemp, der zwei Tore in den ersten zehn Minuten erzielte – trotzten den Widrigkeiten besser. Die Oberpfälzer fanden auch im weiteren Verlauf nicht ins Match, sodass Kemp seinen Dreierpack vollendete und Schlussmann Olafr Schmidt bei nur 19 Schüssen der Gäste ohne größere Mühe fehlerfrei blieb.
Auch die Fans der Düsseldorfer EG reisten via Sonderzug zum Auswärtsspiel, Crimmitschau hieß das Ziel. Der DEL-Absteiger triumphierte im Sahnpark ausgerechnet dank eines wichtigen Powerplay-Treffers von Ex-Eispirat Max Balinson (52.), ehe das Team von Harry Lange das Resultat mit drei Empty-Net-Goals in der Schlussphase in die Höhe schraubte. Crimmitschau blieb somit nur aufgrund der sächsischen Schützenhilfe aus Weißwasser, die den formstarken Tabellenelften Freiburg mit 5:2 schlugen, auf dem letzten Pre-Playoff-Rang. Lane Scheidl (Doppelpack) und Adam Brady punkteten dreifach für die Füchse, die mittlerweile sogar die Top Sechs unter Druck setzen.
Landshut blieb bei der 1:3-Niederlage in Krefeld offensiv erneut blass, das war nach 60 intensiven Minuten beim souveränen Spitzenreiter aber wohl eher zu verkraften als bei so manch anderer Niederlage in den letzten Wochen. Besonders, weil Pinguine-Schlussmann Danny aus den Birken (28 Paraden) eine wirklich starke Leistung abrief. Die Kassel Huskies ließen ihren Frust von der 0:1-Niederlage in Freiburg an den Ravensburg Towerstars aus – Goalgetter Tristan Keck verbuchte bereits in den ersten zehn Minuten einen Hattrick. Nach 60 Minuten stand ein deutlicher 6:1-Sieg der Schlittenhunde gegen den amtierenden Vizemeister in den Annalen.
Viel Kampf, wenig Qualität: Das teuflische Krisenduell in Weiden blieb 40 Minuten torlos. Dann wurde den Gästen aus Bad Nauheim einmal mehr ein Shorthander zum Verhängnis, als Zach Tsekos einen Weidener Unterzahl-Konter abschloss. Youngster Paul Vinzens legte nach – und die Hausherren blieben auch nach Davis Kochs Anschlusstreffer cool. Mit dem Dreier zogen die Blue Devils an Bad Nauheim, nun Vorletzter, vorbei. Kaufbeuren ging trotz erneut hochkarätiger Förderlizenz-Unterstützung aus München – darunter Verteidiger Phillip Sinn und Angreifer Philipp Krening, der ein Vier-Punkte-Spiel verzeichnete – gegen Rosenheim leer aus. Die Starbulls stellten beim 7:4 im Allgäu sieben verschiedene Torschützen.
Tim Heß