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Mittwoch, 18. Februar 2026

Finnland steht im Halbfinale Schweiz belohnt sich trotz kämpferischer Leistung und 2:0-Führung nicht

Der Moment der Entscheidung: Artturi Lehkonen versenkt den Puck im Gehäuse hinter Leonardo Genoni zum Siegtreffer der Finnen in der Verlängerung.
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire

Nach Deutschland und Tschechien ist auch die Schweiz aus dem olympischen Eishockeyturnier in Mailand ausgeschieden – das Team von Head Coach Patrick Fischer unterlag trotz 2:0-Führung bis zur 54. Minute dem Gegner aus Finnland mit 2:3 in der Verlängerung. Artturi Lehkonen erzielte den spielentscheidenden Treffer für das Team Suomi in der Overtime.

Die Schweizer Nationalmannschaft erwischte gegen Finnland einen hervorragenden Start in die Partie. Zwar musste das Team von Patrick Fischer erst eine Unterzahlsituation überstehen, arbeitete defensiv aber äußerst solide. In der 15. Minute hatte der finnische Schlussmann Juuse Saros die Scheibe hinter dem eigenen Kasten und spielte einen Fehlpass! Ken Jäger eroberte den Puck und spielte sie direkt vor das Tor zu Damien Riat. Weil Saros nicht schnell genug zwischen die Pfosten zurückkehren konnte, schoss Riat ins verlassene Tor. 74 Sekunden später hielt die Schweiz den Puck erneut in der offensiven Zone. Pius Suter bediente Nino Niederreiter im linken Bullykreis – und der zog direkt ab. Der Schuss landete via dem rechten Innenpfosten im Netz. Es war der erste Treffer des Schweizer Fahnenträgers in diesem Turnier. Er profitierte davon, dass ein Finne Saros im Slot die Sicht nahm. 

Im Mitteldrittel änderte sich der Spielverlauf und es gab deutlich mehr Schüsse aufs Tor der Schweiz. Nach dem ersten Abschnitt hatte die Nati fünf und Finnland vier Torschüsse verzeichnet. Die Finnen drückten auf den Ausgleich, aber Leonardo Genoni überzeugte einmal mehr mit seiner Ruhe. Seine Abpraller waren gezielt zur Seite und viele Abschlüsse konnte der Schweizer Schlussmann direkt blockieren. Die Schweiz arbeitete defensiv leidenschaftlich und warf sich in jeden Schuss. So führte die Nati auch nach dem zweiten Abschnitt mit 2:0. 
 

Die Statistik zum Spiel (1 Einträge)

 


Ein Powerplay zu Beginn des Schlussabschnitts gab der Schweiz die Chance, gar auf drei Tore davonzuziehen. Stattdessen ging der einzige Torschuss während des Überzahlspiels aber auf das Konto der Finnen. Schnell war klar: Es war auch im dritten Abschnitt eine defensive Glanzleistung der Schweizer nötig, um ins Halbfinale einzuziehen. Acht Minuten vor Schluss zeigte Leonardo Genoni, der MVP der Weltmeisterschaft 2025, zwei Glanzparaden gegen Mikael Granlund. In der 54. Minute konnten die Finnen dann aber doch ein erstes Mal jubeln: Sebastian Aho hatte auf der rechten Seite etwas Platz, nutzte Jonas Siegenthaler als Screen und versenkte die Scheibe mit einem starken Abschluss in der linken Ecke.

Zweieinhalb Minuten vor Ende des dritten Drittels stand Genoni erneut im Mittelpunkt. Zweimal war er gegen Kaapo Kakko und Mikael Granlund mit der Stockhand zur Stelle. Danach nahmen die Finnen ein Timeout und Juuse Saros machte einem sechsten Spieler Platz. Und das Risiko wurde belohnt: Miro Heiskanen spielte den Puck von der linken Seite scharf vors Tor und traf via Stock des Schweizers Siegenthaler ins Netz. Der Treffer von Aho zeigte einmal mehr, wie wichtig das Momentum im Eishockey ist. Ab diesem Moment traten die Finnen mit komplett anderem Selbstbewusstsein auf. Die Partie ging in die Verlängerung. 

In dieser hatte Sven Andrighetto die Chance auf den Siegtreffer. Nach einem tollen Pass von Philipp Kurashev brachte er die Scheibe nicht im Tor unter. Kurz darauf kamen die Finnen zu einem Gegenstoß: Lehkonen konnte alleine auf Leonardo Genoni losziehen und versenkte die Scheibe mit einem tollen Abschluss via Lattenunterkante. Damit zogen die Finnen nach Kanada und der Slowakei ins Olympia-Halbfinale ein.

Maic Frieden

Die K.-o.-Phase im Überblick (5 Einträge)

 

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Notizen

  • vor 2 Tagen
  • Im Spiel um Platz 3 beim Turnier in Pardubice gewann am Sonntag Köln gegen Straubing mit 5:1. Gregor MacLeod, Louis-Marc Aubry, Veli-Matti Vittasmäki, Nate Schnarr und Jan Luca Sennhenn trafen für die Haie. Marcel Brandt erzielte das Tor der Tigers.
  • vor 4 Tagen
  • Die Dresdner Eislöwen haben ihr Testspiel am Samstag im tschechischen Litvinov mit 4:2 gewonnen. Die Tore für den abstiegsgefährdeten DEL-Club erzielten Travis Turnbull, Tomas Sykora, Rourke Chartier und Tomas Andres.
  • vor 5 Tagen
  • Die Kölner Haie (1:2 n.V. gegen den SC Bern) und die Straubing Tigers (2:3 gegen Dynamo Pardubice) haben ihre Halbfinals beim Hockeytown Cup im tschechischen Pardubice verloren und treffen am Sonntag (14 Uhr, kostenpflichtiger Livestream unter hockeytowncup.cz) im Spiel um Platz drei aufeinander.
  • vor 6 Tagen
  • Weißwassers Stürmer Nikita Knaus verletzte sich bei seinem Einsatz für die U19-Nationalmannschaft und wird den Rest der Saison ausfallen.
  • vor 8 Tagen
  • Julian Wäser wird den Hannover Indians am Freitag im Oberliga-Nord-Spiel gegen die Füchse Duisburg fehlen. Der Verteidiger ist nach seiner zweiten Fünf-Minuten-Strafe wegen Fighting in dieser Saison automatisch gesperrt.
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