Einmal mehr duellieren sich Kanada und die USA um eine Goldmedaille im Frauen-Eishockey.
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Am Donnerstag ist in Mailand der finale Spieltag des Eishockey-Frauenturniers angesetzt. Den Auftakt macht das kleine Finale zwischen der Schweiz und Schweden (14:40 Uhr, live in der ARD und bei Eurosport). Der Fokus richtet sich aber natürlich auf den Kampf um Gold am Abend zwischen Kanada und den USA (19:10 Uhr, live in der ARD und bei Eurosport). Es ist die Wiederholung des olympischen Finales von 2022 in Peking. Damals gewann Kanada mit 3:2, weil das US-Team zu spät aufwachte. Bei der letzten Weltmeisterschaft hatten die US-Ladys im Finale die Nase vorne: Tessa Janecke hatte ihr Team im tschechischen Budweis in der 78. Minute zum 4:3-Sieg nach Verlängerung geschossen.
Ohne Frage sind die US-Amerikanerinnen im Jahr 2026 der Favorit in diesem Duell, nicht zuletzt aufgrund des deutlichen Ergebnisses in der Gruppenphase. Beim ersten Aufeinandertreffen während der laufenden Olympischen Winterspiele ließ die USA den Kanadierinnen nicht den Hauch einer Chancen und schickte den Olympia-Titelverteidiger mit 5:0 vom Eis. Und auch im Halbfinale hatten die US-Ladies deutlich weniger Schwierigkeiten in ihrem Duell mit Schweden als das Team aus Kanada beim knappen Erfolg über die Schweiz.
Apropos Schweiz: Im Gegensatz zu den am Mittwoch ausgeschiedenen Männern haben die Schweizer Frauen am Donnerstag ihre Medaillenchance. Einen Favoriten im 50/50-Duell gegen Schweden auszumachen, ist schwierig. Beide Teams standen im bisherigen Turnierverlauf einander noch nicht gegenüber und weisen ihre Stärken jeweils in der Defensive auf. Gegen Goldfavorit USA mussten sowohl die Schweiz als auch Schweden jeweils eine 0:5-Niederlage einstecken. Gegen Tschechien konnten beiden Mannschaft knapp gewinnen – alles deutet also auf ein Duell auf Augenhöhe hin.
Aus Mailand von den Olympischen Winterspielen berichtet Sebastian Groß