Top-Scorer Max Newton und die Krefeld Pinguine haben vor dem nächsten Duell mit den Kassel Huskies den DEL2-Hauptrundentitel im Blick.
Foto: Jan-Malte Diekmann
Am Sonntag ist ein besonderer Blick auf die Krefeld Pinguine zu richten. Mit einem Sieg im Top-Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Kassel könnte der Spitzenreiter aus der Seidenstadt vorzeitig seinen ersten DEL2-Hauptrundentitel festzurren. Bei noch fünf auszutragenden Partien beträgt der Vorsprung der Pinguine vor dem direkten Duell mit den Huskies, in den letzten drei Jahren stets Ligaprimus nach der regulären Saison, zehn Punkte. Krefeld beendete die ersten drei Zweitliga-Jahre nach dem DEL-Abstieg 2022 hingegen auf den Plätzen vier, sechs und zwei; nun winkt erstmals das uneingeschränkte Playoff-Heimrecht.
Darüber hinaus sondieren die Pinguine weiterhin den Transfermarkt. „Ein Trainer ist nie wunschlos glücklich“, sagte Thomas Popiesch auf Nachfrage, ob er sich für die Playoffs noch Verstärkung wünsche. Der Markt sei derzeit in Bewegung. Eine Verpflichtung müsse jedoch sinnvoll sein: „Wir müssen vorbereitet sein. Wenn sich eine Möglichkeit ergibt, werden wir darüber sprechen.“ Ob ein möglicher Neuzugang einen deutschen oder ausländischen Pass besitzt, spiele dabei keine Rolle: „Wir haben in der Vorsaison gesehen, dass uns ein ausländischer Stürmer, den wir vor den Playoffs verpflichtet hatten, wegen einer späteren Verletzung weiterhelfen konnte.“ Ob in der Defensive oder Offensive nachgebessert wird, ist offen. „Aktuell sind alle Spieler gesund. Wenn wir uns qualitativ verbessern können, werden wir aktiv – momentan sehen wir allerdings keinen konkreten Handlungsbedarf.“
Derweil freute sich die Liga über einen neuen Zuschauerrekord, veröffentlichte, dass nach dem 47. Spieltag schon über 1,2 Millionen Besucher verzeichnet wurden. Bislang lag die Bestmarke, die erst in der Vorsaison gesetzt worden war, bei 1.192.109 Zuschauern.
Auf dem Eis beeindruckten am Freitag besonders einige Neuzugänge. Ryan Olsen schnürte einen Doppelpack für Bad Nauheim, Nick Baptiste traf erstmals für Düsseldorf, Philipp Kuhnekath für Crimmitschau. Interviews mit Olsen und Kuhnekath finden Sie in unserer kommenden Print-Ausgabe; ab Montag im E-Paper, ab Dienstag am Kiosk und natürlich im Abo.
Tim Heß/H.-G. Schoofs