Am Donnerstag standen sich DEB-Verteidiger Moritz Seider und Olympia-Sieger Brady Tkachuk wieder im Trikot ihrer NHL-Teams gegenüber, nicht mehr im Nationaldress.
Foto: IMAGO / Imagn Images
Für die Los Angeles Kings waren die Edmonton Oilers in der Nacht auf Freitag einfach eine Nummer zu groß. Leon Draisaitl führte die Kanadier mit einem Tor und drei Vorlagen zu einem 8:1-Kantersieg in Kalifornien. Acht verschiedene Torschützen zeigten die durchaus vorhandene Breite im Kader der Gäste gegen überforderte Hausherren auf. Die Drittel zwei und drei gingen jeweils mit 3:0 an die Oilers, die damit Platz zwei in der Pacific Division von Anaheim zurückerobern und ihre – die Olympia-Pause übergreifende – Niederlagenserie von vier Partien beenden konnten. Mit einem Tor und einer Vorlage erreichte Edmontons Kapitän Connor McDavid zum neunten Mal in seiner NHL-Karriere die Marke von 100 Scorer-Punkten.
Erfolgreich waren am Donnerstag auch der deutsche Head Coach Marco Sturm mit den Boston Bruins (4:2-Sieg über Columbus), DEB-Stürmer Nico Sturm (5:2-Erfolg mit Minnesota in Colorado) sowie Nationalverteidiger Moritz Seider, der das Duell der beiden deutschen Olympia-Teilnehmer mit Tim Stützle für sich entschied. Seiders Detroit Red Wings setzten sich in Ottawa mit 2:1 nach Verlängerung durch, den Siegtreffer in der Overtime erzielte Olympia-Gold-Gewinner Dylan Larkin. An den beiden Toren in der regulären Spielzeit waren Stützle und Seider jeweils als Assistenten beteiligt. Während Detroit mit dem Sieg weiter seinen Top-Drei-Platz in der Atlantic Division festigte, liegt Ottawa schon sieben Punkte hinter den Wild-Card-Rängen zurück. Die Senators brauchen im Saisonendspurt deshalb eine starke Siegquote, um die NHL-Playoffs am Ende nicht ein weiteres Mal zu verpassen.
Einige Serien in der besten Liga der Welt haben derweil weiter Bestand: Metropolitan-Spitzenreiter Carolina feierte dank eines Powerplay-Treffers von Sebastian Aho den vierten Sieg in Folge (5:4 gegen Tampa Bay). Für Minnesota war der 5:2-Auswärtserfolg in Colorado im Gipfeltreffen der Central Division sogar der sechste Sieg in Serie. New Jersey kassierte beim 1:4 in Pittsburgh die fünfte Pleite am Stück – schlechter platziert als die Devils um Olympia-Overtime-Goldschütze Jack Hughes sind in der Eastern Conference nur noch die New York Rangers.
Sebastian Groß
Die Ergebnisse im Überblick:
Boston – Columbus 4:2 (1:1, 1:0, 2:1)
Carolina – Tampa Bay 5:4 (3:2, 1:2, 1:0)
Florida – Toronto 5:1 (3:0, 0:0, 2:1)
Montreal – N.Y. Islanders 3:4 n.V. (1:0, 1:2, 1:1, 0:1)
Ottawa – Detroit 1:2 n.V. (1:0, 0:1, 0:0, 0:1)
Pittsburgh – New Jersey 4:1 (1:0, 0:1, 3:0)
Nashville – Chicago 4:2 (1:0, 0:1, 3:1)
N.Y. Rangers – Philadelphia 2:3 n.V. (1:0, 1:1, 0:1, 0:1)
St. Louis – Seattle 5:1 (1:1, 2:0, 2:0)
Colorado – Minnesota 2:5 (0:0, 1:2, 1:3)
San Jose – Calgary 1:4 (0:0, 1:1, 0:3)
Los Angeles – Edmonton 1:8 (1:2, 0:3, 0:3)
MCDAVID ➡️ DRAISAITL
— ESPN (@espn) February 27, 2026
Connor McDavid reaches his 9th career 100-point season moving him into 3rd most in NHL history 🔥 pic.twitter.com/jQFC6A6puB