Jim Hiller ist nicht mehr Trainer der Los Angeles Kings.
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Noch am Donnerstag hatten die Fans der Los Angeles Kings lautstark ihre Meinung geäußert: „Fire Hiller“ tönte es nach dem 1:8 gegen die Edmonton Oilers in der heimischen Arena. Der Trainer stand nun schon länger in der Kritik, hatte sich aber am Samstag mit einem 2:0 gegen Calgary vermeintlich Luft verschafft (als sein Schicksal aber schon entschieden war) und wurde am Sonntag nun doch gefeuert.
Der 56-Jährige, der zwischen 1996 und 2001 fünf Jahre in der DEL für Rosenheim und die Berlin Capitals gespielt hatte, war vor etwas mehr als zwei Jahren, im Februar 2024, zum Interimstrainer der Kings (nach der Entlassung von Todd McLellan) und später Cheftrainer befördert worden. Zweimal führte er die Mannschaft in die Playoffs, jeweils war in Runde eins gegen die Edmonton Oilers Endstation.
Nun übernimmt für den Rest der Saison D.J. Smith, der seit Februar 2024 Assistent unter Hiller war und zuvor bis zu seinem Rauswurf am 18. Dezember 2023 fünf Spielzeiten lang die Ottawa Senators als Head Coach betreut hatte. Zuvor war der 48-Jährige bereits vier Jahre in Toronto als Assistent tätig.
„Vor der Olympiapause hatten wir ein paar schwere Spiele, und ich hatte gehofft, dass unser Team die Auszeit und das kurze Trainingscamp nutzen würde, um sich zu erholen“, sagte General Manager Ken Holland, der sagte, er habe am Freitag viel nachgedacht und die Entscheidung dann in Absprache mit Präsident Luc Robitaille getroffen. Da die Mannschaft aber schon am Samstagnachmittag wieder spielte, wollte er nicht unmittelbar einen neuen Coach ins kalte Wasser werfen.
Nun erhofft man sich unter Smith den rechtzeitigen Umschwung. Aktuell haben die Kings, bei denen Neuzugang Artemi Panarin in den ersten drei Spielen drei Vorlagen verbuchten konnte, drei Punkte Rückstand auf einen Playoff-Platz.
Hillers Demission ist die zweite in der laufenden Saison in der NHL. Am 12. Januar hatte es mit Dean Evason (ehemals Landshut) einen weiteren in Deutschland bekannten Mann getroffen. Er wurde in Columbus von Ruhestands-Rückkehrer Rick Bowness ersetzt. Unter seiner Regie wurden elf von 14 Spielen gewonnen und das Team ist plötzlich wieder in Reichweite der Playoffs, hat derzeit fünf Zähler Rückstand.
Michael Bauer