Feierte mit Detroit einen wichtigen Sieg in Nashville: Moritz Seider.
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Dank eines 4:2-Erfolgs bei den Nashville Predators am Montagabend liegen die Detroit Red Wings in der Eastern Conference weiterhin gut im Rennen, um sich erstmals seit 2016 wieder für die Playoffs zu qualifizieren. Bewusst hatte die NHL die Partie – obwohl an einem Werktag – für den europäischen Markt um 20 Uhr MEZ angesetzt; und damit bereits um 13 Uhr Ortszeit in Tennessee. Neben den beiden Abwehrstars aus Deutschland und der Schweiz mit Moritz Seider und Roman Josi standen auf beiden Seiten zusammengenommen elf Spieler aus Europa in den Aufgeboten.
Neben den beiden genannten waren dies bei Detroit der Österreicher Marco Kasper und die vier Schweden Simon Edvinsson, Axel Sandin Pelikka, Albert Johansson (alle Abwehr) und Stürmerstar Lucas Raymond. Bei Nashville wiederum der finnische Nationaltorhüter Juuse Saros, sein Backup und Landsmann Justus Annunen sowie mit Erik Haula ein weiterer Finne und dazu Filip Forsberg (Schweden).
Den besseren Start erwischten die Red Wings, die durch Rookie Emmitt Finnie, der im Nachschuss aus kurzer Distanz traf, in Führung gingen (5.). Nach einem wegen Torhüterbinderung zurückgenommenen Treffer zum vermeintlichen 2:0 gelang Nashville noch vor Drittelende der Ausgleich. Forsberg überwand Detroits Goalie John Gibson im Powerplay mit einer satten Direktabnahme aus der Halbdistanz in den Torwinkel (18.).
Im zweiten Drittel führte dann ein unnötiger Scheibenverlust von Seiders Reihenpartner Edvinsson zum Rückstand: Ryan O'Reilly kam an den Puck und passte klug zu Jonathan Marchessault, der nur noch ins Tor vollstrecken musste (28.). Im Red-Wings-Gehäuse stand zu diesem Zeitpunkt bereits Cam Talbot, der den angeschlagenen Gibson nach dem ersten Drittel abgelöst hatte. Diesmal aber waren es die Red Wings, die schnell binnen weniger als drei Minuten zurückschlugen. Nach direktem Spiel durch die neutrale Zone erreichte ein Flippass von Alex DeBrincat rechts vor dem Tor Raymond, der Saros aus spitzem Winkel überwand (30.).
Die Vorentscheidung fiel anschließend noch im Mittelabschnitt – durch einen allerdings nicht ganz unumstrittenen Treffer in Unterzahl. Kasper eroberte den Puck von Josi, der dabei mit dem Stock zu Fall gebracht wurde. Das Spiel lief weiter und die folgende Zwei-auf-Eins-Situation nutzte Detroit anschließend clever aus. Albert Johansson verwertete Kaspers Pass mit einem akkuraten Onetimer zum 3:2 (37.).
Im letzten Drittel bekamen Seider, Talbot & Co. in der Defensive einiges zu tun, denn Nashville drängte vor allem in der Schlussphase auf den Ausgleich, am Ende mit sechstem Feldspieler. Doch Detroits Abwehrbollwerk hielt und am Ende erzielte DeBrincat 27 Sekunden vor Spielende noch den 4:2-Endstand ins leere Tor.
Durch den Erfolg schoben sich die Red Wings in der Tabelle der Atlantic Division wieder auf Platz drei vor. „Wichtig ist, dass wir weiter voll im Rennen um die Playoffs dabei sind. So müssen wir weiter machen, um das bessere Ende für uns zu haben“, meinte Seider bei ProSiebenMaxx, wo die Partie im Free-TV übertragen worden war.
Joachim Meyer