Der EV Landshut um Goldhelm Tor Immo wahrte mit einem 3:2-Overtime-Derbysieg die Chance auf den direkten Viertelfinaleinzug über Platz sechs.
Foto: Christine Vincon
Am 51. Spieltag der DEL2 haben die Ravensburg Towerstars mit einem 5:1-Erfolg bei den Blue Devils Weiden Rang vier und sich damit das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale gesichert. Noch etwas um den direkten Einzug in das Viertelfinale zittern müssen weiter die Eisbären Regensburg. Nach der 0:4-Niederlage gegen Krefeld braucht man am letzten Spieltag in Ravensburg noch einen Punkt, um Rang sechs sicher zu fixieren. Der EV Landshut darf auf diesen durch den 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen Rosenheim weiter schielen, braucht aber am Sonntag einen glatten Sieg in Kassel und eine gleichzeitige Pleite der Eisbären. Außerdem bewahrte die Düsseldorfer EG mit einem 6:4-Sieg in Freiburg die Möglichkeit auf Rang sieben oder acht (Heimrecht in den Pre-Playoffs), die Eispiraten Crimmitschau sind durch den 5:4-Erfolg nach Verlängerung gegen Kaufbeuren nun auch rechnerisch gerettet. Zudem setzte sich Bietigheim mit 5:2 gegen die Lausitzer Füchse durch und die Kassel Huskies siegten im Derby in Bad Nauheim mit 3:2.
31 Minuten lang dauerte es, ehe die Ravensburg Towerstars in Weiden voll Kurs auf den Sieg und die Absicherung von Platz vier nahmen. Odeen Tufto brachte die Gäste in Führung, Erik Karlsson legte nach. Im Schlussabschnitt schraubten Mark Rassell, Robbie Czarnik und Florin Ketterer das Ergebnis in die Höhe, Noah Samanski traf in doppelter Überzahl nur noch zum 1:5-Anschlusstreffer der Blue Devils. Ravensburg hat sich damit in der bereits feststehenden Viertelfinalserie gegen Bietigheim endgültig das Heimrecht gesichert. Die Steelers waren zwar mit 5:2 gegen die Lausitzer Füchse erfolgreich, können aber Platz fünf nun nicht mehr verlassen. Nach einer schnellen 2:0-Führung der Steelers brachten Eric Hjorth und Charlie Jahnke die Füchse zurück – Jack Dugan, Brett Kemp und Alex Dostie sorgten aber noch für den am Ende klaren Heimsieg.
Spitzenreiter Krefeld Pinguine feierte derweil einen 4:0-Sieg in Regensburg. Mathew Santos, Jan Nijenhuis, Max Newton und Mick Köhler steuerten die Tore bei. Drei Punkte Vorsprung nimmt Regensburg nun im Fernduell um Rang sechs mit dem EV Landshut in den letzten Spieltag mit, doch die Niederbayern haben das bessere Torverhältnis. Der EVL legte gegen die Starbulls Rosenheim eine Aufholjagd hin. Shane Hanna hatte die Starbulls mit zwei Treffern in Führung gebracht, im letzten Drittel glichen Tobias Lindberg und David Elsner für Landshut aus, in der Overtime sorgte Tor Immo für den umjubelten Siegtreffer.
Die Eispiraten Crimmitschau haben sich derweil mit einem 5:4-Erfolg nach Verlängerung gegen Kaufbeuren auch rechnerisch und aus eigener Kraft gerettet, Platz zehn abgesichert und den vorzeitigen Klassenerhalt gefeiert. Dylan Wruck erzielte den spielentscheidenden Treffer nach 58 Sekunden in der Overtime. Zuvor hatte Kaufbeuren im zweiten Drittel eine 3:0-Führung der Eispiraten ausgeglichen und war im letzten Drittel durch Max Oswald sogar in Führung gegangen. Sebastian Streu brachte Crimmitschau in die Verlängerung, die Wruck dann beendete. Die Düsseldorfer EG hat derweil am letzten Spieltag noch die Chance, sich mit einem Sieg gegen die Lausitzer Füchse das Heimrecht in den Pre-Playoffs aus eigener Kraft zu sichern. In Freiburg gewann die DEG mit 6:4, gab dabei zwar zwischenzeitlich eine 3:1-Führung ab, sorgte im Schlussabschnitt dann aber noch für klare Verhältnisse.
Im Derby beim EC Bad Nauheim legten die Kassel Huskies einen echten Blitzstart hin. Tyler Benson, Darren Mieszkowski und Tyler Benson stellten schon nach elf Minuten auf 3:0. Mehr als die Anschlusstreffer von Raphael Jakovlev und Parker Bowles gelangen Bad Nauheim nicht mehr. Entgegen der Versprechungen hinsichtlich seiner Disziplin bei seinem Wechsel nach Bad Nauheim ging Ryan Olsen gegen seinen Ex-Club aus Kassel bereits in der zehnten Spielminute frühzeitig duschen. Nach einem heftigen Bandencheck an Huskies-Defender Simon Schütz erhielt der Angreifer eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Durch die Niederlage von Weiden bleibt Bad Nauheim vor dem letzten Spieltag aber auf Rang zwölf, nach wie vor punktgleich mit den Blue Devils. Beide Teams werden nun sicher in der 1. Playdown-Runde aufeinander treffen. Am Sonntag entscheidet sich am letzten Hauptrunden-Spieltag, wer das Heimrecht in diesem Duell besitzt.
Julian Kaiser