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Sonntag, 8. März 2026

Sieben Heimsiege Playoff-Auftakt in der Oberliga: Viele Strafen, viele Favoriten-Siege – Hamm überrascht in Bad Tölz

Die Fans in Deggendorf hatten sich vor der Partie eine Choreographie ausgedacht.
Foto: Roland Rappel

Die ersten Achtelfinalbegegnungen der Oberliga stellten gleich schonmal unter Beweis, wie hart es in den Playoffs ab und an zugeht. Gleich fünf Spieldauer-Disziplinarstrafen wurden in den acht Partien ausgesprochen. Spielerisch war es vor allem für die „Favoriten“ meist ein Auftakt nach Maß: Die Tilburg Trappers schlugen die Passau Black Hawks mit 6:3, Memmingen gewann mit 6:2 gegen Leipzig. Auch für die beiden Hannoveraner Teams war es ein gelungener Playoff-Auftakt, die Indians schlugen den EC Peiting mit 6:0, die Scorpions waren mit 7:1 gegen die Höchstadt Alligators erfolgreich. Selb und Deggendorf gelangen 4:2- und 5:2-Heimsiege gegen Halle und Herford, Duisburg gewann gegen Lindau. Für den einzigen Auswärtssieg sorgten die Hammer Eisbären, die Bad Tölz mit 4:3 in der Overtime bezwangen.

Die Tilburg Trappers und Passau Black Hawks sorgten beim Auftakt in die Achtelfinals der Oberliga gleich mal für gefüllte Strafbänke. Beim 6:3-Heimsieg der Niederländer standen am Ende der Partie kombinierte 87 Strafminuten auf dem Spielbericht. Dennoch gab es nur einen Überzahltreffer in der Partie, Passaus Tjalf Deichmann nutzte fünf Minuten vor Ende der Partie ein Powerplay zum 3:5-Anschluss aus Sicht der Gäste. Über das ganze Spiel hinweg wurden die Trappers allerdings ihrer Favoritenrolle gerecht, vor allem die zweite Reihe um Doppeltorschützen Ties van Soest lieferte eine überzeugende Vorstellung und sorgte für die 1:0-Serienführung für die Niederländer.

Ihrer Favoritenrolle wurden unterdessen auch Memmingen und Selb gerecht. Der Hauptrunden-Vizemeister aus dem Süden schlug die Icefighters Leipzig mit 6:2 dank herausragender Performances von Felix Beauchemin-Brassard und Denis Fominych, die jeweils doppelt trafen. Die Selber Wölfe nutzten ihren Heimvorteil im Spiel gegen die Saale Bulls Halle und fuhren einen 4:2-Heimsieg ein. Ein letztes kleines Aufbäumen der Gäste in den letzten zehn Minuten der Partie kam zu spät, um die Hausherren noch ernsthaft unter Druck zu setzen. 

 

Die Spiele im Stenogramm (8 Einträge)

 

 

Die beiden Hannoveraner Teams starteten mit Kantersiegen in die Endrunde. Die Indians schlugen den EC Peiting mit 6:0. In der starken Offensive der Hausherren stach Nolan Ritchie heraus, der mit seinem Hattrick einmal mehr seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellte. Timo Herden sammelte im Tor der Indians den ersten Shutout der diesjährigen Playoffs. Auch der Stadtrivale der Indians, die Hannover Scorpions, machten da weiter, wo sie nach der Zwischenrunde aufgehört haben. Mit einem 7:1-Sieg gegen die Höchstadt Alligators machten auch sie den ersten Schritt in Richtung Viertelfinale. Scorpions-Stürmer Pascal Aquin war sowohl als Doppeltorschütze, als auch als Vorlagengeber an diesem Abend nicht zu stoppen. Auch Jan Pavlu traf doppelt für die Scorpions.

Hattricks gab es am Sonntagabend auch in zwei weiteren Hallen zu sehen. Beim 5:2-Heimsieg des Deggendorfer SC gegen die Herford Ice Dragons war es Deggendorf-Strümer Ty Jackson, welcher Jakob Urbisch im Gehäuse der Gäste gleich dreimal überwand. In Duisburg sorgte vor allem der starke Adam Kiedewicz und sein Dreierpack für den 5:2-Heimsieg der Füchse gegen die Lindau Islanders. 

Der einzige nominelle Außenseiter, der das Auftaktspiel gewinnen konnte, waren die Hammer Eisbären. Das Team von Tobias Stoliowski setzte sich mit 4:3 in der Verlängerung gegen die Tölzer Löwen durch. Die Gäste profitierten dabei von einer Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Toms Prokopovics wegen eines harten Checks gegen den Kopf zwei Sekunden vor Ende der Partie. Es war bereits die zweite große Strafe gegen die Tölzer Löwen an diesem Abend. In der zweiten Minute der Verlängerung war es Eisbären-Stürmer Daniel Reichert, der die Hammer Überzahl zum Siegtreffer nutzte.

Hanna Füller 


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Notizen

  • vor 3 Stunden
  • Mit 18 Stichen ist Linus Wernerson Libäck nach seiner foulbedingten Verletzung beim Spiel in Bad Tölz genäht worden. Es gehe ihm den Umständen entsprechend so weit gut, teilen die Hammer Eisbären mit. Der Stürmer muss sich nach der Rückkehr nach Hamm weiteren Untersuchungen unterziehen.
  • vor 2 Tagen
  • Jake Ustorf, Stürmer der Nürnberg Ice Tigers, fällt bis Saisonende aus. Grund ist eine Handverletzung.
  • vor 3 Tagen
  • Berlins Verteidiger Korbinian Geibel, der auch im Februar Olympia-Luft schnupperte, fällt aufgrund einer Schulterverletzung, die er sich am Mittwoch in Dresden zuzog, für den Rest der Saison aus. Der 23-Jährige wird zeitnah operiert.
  • vor 4 Tagen
  • Vorzeitiges Saisonende für Rourke Chartier: Der Stürmer der Dresdner Eislöwen (PENNY DEL) fällt mit einer Handverletzung aus.
  • vor 5 Tagen
  • Die Eisbären Regensburg (DEL2) verlängern die Verträge mit Co-Trainer Hugo Boisvert und Torwarttrainer Joey Vollmer.
 Beide bleiben auch in der Saison 2026/27 Teil des Trainerteams der Oberpfälzer.
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