Indians-Spieler Ryan Gropp (3. v.l.) jubelt nach seinem 3:3-Ausgleich gegen den EC Peiting. Foto: Christian Fölsner
Fünf Mannschaften haben sich im Oberliga Achtelfinale am Dienstag bereits den zweiten von drei nötigen Siegen gesichert, dreimal gab es einen Serienausgleich in den Best-of-five-Serien. Zwei Partien wurden erst in der Overtime entschieden. Drei Matchstrafen, eine Spieldauerstrafe und zahlreiche Fünf-Minuten-Strafen zeigen, dass die Spiele zeitweise mit zu hoher Intensität geführt werden.
Leizpigs Tim Detig war mit drei Toren einer der Sieggaranten für die Sachsen beim 7:3-Erfolg über die Memmingen Indians. Die Memminger fanden nach dem 2:2-Ausgleich nach 0:2-Rückstand in der Partie keine Mittel mehr und mussten das Eis als Verlierer verlassen.
Ein eindrucksvolles Comeback feierten die Lindau Islanders. Die Bodenseestädter lagen bereits mit 1:4 gegen die Füchse Duisburg zurück, gewannen am Ende mit 5:4 nach Verlängerung. Duisburg musste verletzungsbedingt auf Klavs Planics verzichten, für den die Saison beendet ist. Auch Martin Schymainski fehlte den Füchsen. So blieben am Ende 14 tapfere Feldspieler, die den 4:1-Vorsprung nicht über die Zeit retten konnten.
Die Selber Wölfe sicherten sich mit einem 4:3-Overtime-Sieg in Halle ebenfalls den Matchball. Die Partie gestaltete sich ausgeglichen. Zwar gelang Halle dreimal der Führungstreffer, den die Franken aus Selb jeweils ausgleichen konnten. Bulls-Goalie Kai Kristian kassierte im Schlussabschnitt eine Matchstrafe, nachdem der Keeper mit seinem Blockhandschuh zugeschlagen hatte.
Kurzzeitig stand der EC Peiting vor einer Überraschung gegen die Hannover Indians, unterlag letztlich aber doch denkbar knapp mit 3:4. Nach dem Mitteldrittel stand es 2:2-Unentschieden. Im Schlussabschnitt brachte Peitings Heger die Hausherren in Führung. Die Indians schlugen jedoch zurück und drehten die Partie im Laufe des Drittels. Indians-Stürmer Jari Neugebauer musste mit einer Matchstrafe im Mitteldrittel vorzeitig zum Duschen.
Auch die Hannover Scorpions hatten ordentlich mit den Höchstadt Alligators zu kämpfen. Höchstadt führte zwischenzeitlich mit 3:1. Ein Shorthander von Nick Miglio zum 3:2 leitete dann die Wende für die Niedersachsen ein, die am Ende deutlich mit 6:3 die Oberhand behalten konnten.
Revanche für die 4:5-Niederlage von Sonntag feierten die Tölzer Löwen gegen die Hammer Eisbären. Bei den Hausherren konnten die Wernerson Libäck-Zwillinge wieder auflaufen. Das half den Eisbären, die zu allem Überfluss nach Matchstrafe auf Tom Geischeimer verzichten mussten, allerdings nur wenig, die Löwen waren am Ende deutlich überlegen und sicherten sich ungefährdet den Sieg.
Den höchsten Sieg des Abends feierte der Deggendorfer SC mit 9:2 bei den Herford Ice Dragons. Knackpunkt der Partie war ein Powerplay der Herforder zum Ende des zweiten Drittels. Statt hier den 3:3-Ausgleich zu erzielen gelang den Deggendorfern ein Doppelschlag in Unterzahl. Von diesem Schock konnten sich die Hausherren nicht erholen. Deggendorf musste allerdings früh auf Luca Zitterbart verzichten, der mit Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen geschickt wurde.
Ein Gegentor mehr als der DSC kassierten die Tilburg Trappers beim 9:3-Sieg bei den Passau Black Hawks. Wie schon am Sonntag war auch diese Partie wieder hart geführt, 26 und 31 Strafminuten kassierten die Teams, trotzdem gab es „nur“ vier Powerplay-Tore für die 937 Zuschauer zu sehen. Passau hatte sich die Rückkehr in die Playoffs so sicher anders vorgestellt, muss nun am Freitag aber bereits mit dem Saisonende rechnen.