Tim Gettinger & Co. beschäftigten Wolfsburgs Keeper Dustin Strahlmeier in Spiel 1 immer wieder, aus 35 Schwenninger Torschüssen resultierte jedoch nur ein einziger Treffer.
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Siegen oder Saisonende – so lautet das Motto am Freitagabend in der ersten Playoff-Runde der PENNY DEL für die Schwenninger Wild Wings und die Nürnberg Ice Tigers. Beide Teams haben dabei die Chance, auf eigenem Eis den vorzeitigen Knockout im Best-of-three-Format abzuwenden, beide waren jedoch in der Heimtabelle des Grunddurchgangs nur Mittelmaß. Und beide Mannschaften stehen nach Spiel 1 vor großen Aufgaben.
Diese besteht für die Ice Tigers ab 19.30 Uhr (live bei MagentaSport) vor allem darin, ein Mittel gegen Kristers Gudlevskis zu finden. Obwohl die Franken bei der 0:4-Auswärtsniederlage im ersten Duell ab dem zweiten Drittel ordentlich im Spiel waren, blieben alle 31 Abschlüsse gegen den nach langer Verletzungspause so stark zurückgekommenen lettischen Star-Keeper erfolglos. „Wir müssen herausfinden, wie wir ihn bezwingen können“, sagte Liga-Top-Scorer Evan Barratt dementsprechend nach dem Match bei MagentaSport, während sein Coach Mitch O’Keefe „unnötige Fehler“ monierte, mit denen sich sein Team „selbst um den Lohn gebracht“ habe. Deutlich zufriedener war dessen Gegenüber Alexander Sulzer, der bis auf eine kurze Phase im mittleren Abschnitt eine unter dem Strich clevere Leistung seiner Schützlinge sah und festhielt: „Wir haben über 55 Minuten sehr gut und solide gespielt.“ Dass die Fischtown Pinguins in einer von Ausfällen geprägten Saison kurzfristig auch noch auf Top-Goalgetter Miha Verlic hatten verzichten müssen, fiel letztlich also nicht ins Gewicht.
Sogar 35 Schüsse (bei nur 20 gegnerischen) waren es für den zweiten Verlierer von Spiel 1, die Schwenninger Wild Wings, beim 1:3 in Wolfsburg. Doch auch der Mannschaft von Steve Walker mangelte es an Effizienz. „Wir haben nicht für genug Verkehr vor dem Tor gesorgt“, machte der Schwenninger Trainer als Grund aus und forderte mit Blick auf das Duell am Freitag (19 Uhr; live bei MagentaSport und im Free-TV bei DF1): „Wir müssen in diese dreckigen Räume rein.“ Mutmacher für Walker & Co.: Gegen die Grizzlys gab es saisonübergreifend zuletzt vier Heimsiege in Serie. Doch die Autostädter dürften Selbstvertrauen aus dem hart erkämpften Arbeitssieg im ersten Vergleich und der insgesamt positiven Bilanz (vier Erfolge aus sechs Partien) unter Tyler Haskins ziehen. „Mir hat gefallen, wie wir gespielt haben. Wir haben darüber gesprochen, wie wir unser Risiko limitieren können, und das ist uns größtenteils gelungen“, lobte Wolfsburgs Neu-Coach sein Team nach Spiel 1 – und setzt für das zweite Duell auf „die glückliche Mischung zwischen zu aggressiv und zu passiv“.
Stefan Wasmer
Freitag, 20. März
| 19.00 | Schwenningen | – | Wolfsburg | 2.10 | | | 4.10 | | | 2.85 | ||||
| 19.30 | Nürnberg | – | Bremerhaven | 2.50 | | | 4.20 | | | 2.35 |
(Stand: 19.03.2026, 15.30 Uhr)