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Dienstag, 24. März 2026

Vor drittem Playoff-Duell Oberliga-Aufreger: Nachträgliche Sperren für die Duisburger Üffing und Popoff – Deggendorfs Zitterbart zwei Spiele raus

Luis Üffing (Füchse Duisburg) wurde vom DEB nachträglich für ein Spiel gesperrt.
Foto: IMAGO/Funke Foto Services

Aufreger vor dem dritten Playoff-Duell in der Oberliga zwischen Duisburg und Deggendorf: Die Füchse-Stürmer Luis Üffing und Carter Popoff, zwei Leistungsträger, wurden nachträglich und ohne jegliche Strafe im Spielverlauf durch den Deutschen Eishockey-Bund gesperrt, nachdem der Deggendorfer SC diese Sperren beantragt hatte. Darüber berichtet am Dienstag die NRZ. Duisburg hatte die Viertelfinalserie gegen den Hauptrundensieger der Südstaffel am Sonntag mit einem 5:3-Erfolg ausgeglichen. Die Füchse werfen dem Verband nun eine Einflussnahme auf das Playoff-Geschehen vor, obwohl die Videos nach dem Dafürhalten des EVD nicht eindeutig zeigen, dass es im Falle von Popoff einen Crosscheck zum Kopf oder im Falle von Üffing einen Kniecheck gegeben habe. „Auf den Videos ergibt sich kein klares Bild zu den vermeintlichen Foulspielen. Wenn der Verband derart in die Playoffs eingreift, dann muss das nicht nur klar sein, dann muss es glasklar zu erkennen sein“, sagte Duisburgs Co-Trainer Fabian Schwarze gegenüber der NRZ.

Am Dienstagmittag veröffentlichten die Füchse zudem ein eigenes Statement. „Für uns ist diese Entscheidung kaum nachvollziehbar. Am vergangenen Sonntag wurde auf dem Eis keine Strafe ausgesprochen – die Schiedsrichter standen direkt daneben. Jetzt wird ein Urteil gefällt, das ausschließlich auf unscharfen Videobildern basiert. Natürlich akzeptieren wir die Entscheidung, auch wenn sie uns schwerfällt“, sagt Füchse‑Geschäftsführer Tom Södler. Zudem heißt es in der Mitteilung: „Eine Revision wäre möglich, aber realistisch gesehen würde sie uns heute nicht mehr helfen. Dafür jetzt Geld zu investieren, nur um vielleicht eine Aufhebung zu bekommen, macht schlicht keinen Sinn. Trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack. Es bestätigt einmal mehr, dass wir offenbar in den Köpfen unseres Gegners stecken. Wer sich seiner Überlegenheit sicher ist, braucht solche Wege nicht, um sportlich Einfluss zu nehmen. Schade.“

Etwas später wartete auch der DSC mit einer Stellungnahme auf: „Im direkten Anschluss an die Partie wurde von uns versucht, entsprechende Zusatzmeldungen zu den beiden strittigen Szenen zu erstellen. Zu diesem Zeitpunkt war der offizielle Spielbericht jedoch bereits abgeschlossen, sodass dieser Weg nicht mehr möglich war. Parallel dazu wurde der DEB grundsätzlich darüber informiert, dass wir weitere Schritte einleiten werden. Bereits in der ersten Drittelpause wurde die betreffende Szene zudem dem Schiedsrichterteam gemeldet. Unser Handeln erfolgt dabei ausdrücklich im Sinne des Sports sowie zum Schutz der eigenen Spieler. Beide in Rede stehenden Fouls hätten während der Partie jeweils mit großen Strafen geahndet werden müssen – so auch die nachträgliche Einschätzung des Verbands. Insbesondere die Situation um Carter Popoff hatte durch das unmittelbar folgende Gegentor zum 2:1 einen direkten Einfluss auf das Spielgeschehen, wodurch unserem Team ein klarer Nachteil entstand. Darüber hinaus kam es zu einer weiteren Situation abseits der Kamerabilder, in deren Folge einem DSC-Spieler das Nasenbein gebrochen wurde. Diese Szene blieb im Spielverlauf ungeahndet. Wir sehen uns in der Verantwortung, derartige Vorfälle auch im Nachgang überprüfen zu lassen, und haben in diesem Fall von den entsprechenden Regularien Gebrauch gemacht. Dieses Recht steht selbstverständlich auch jedem anderen Club zu. Am Ende des Tages steht für uns als DSC der Schutz der eigenen Mannschaft über allem. Dieser Verantwortung fühlen wir uns als Off-Ice-Staff verpflichtet und sehen uns nach Sichtung der vorliegenden Bilder in unserer Einschätzung bestätigt.“

Deggendorfs Verteidiger Luca Zitterbart wurde derweil für zwei Spiele aus dem Verkehr gezogen. Der ehemalige DEL- und DEL2-Crack hatte sich am Sonntag allerdings auch eine Spieldauer-Disziplinarstrafe (Crosscheck in Richtung Kopf von Philippe Sanche) eingehandelt. Für dieses Vergehen bekam Zitterbart ein Spiel Zwangspause aufgebrummt. Ein weiteres Match kommt hinzu, da der Rechtsschütze mit einer weiteren große Strafe (Faustkampf gegen Popoff) belegt wurde – seine zweite „Fighting“-Strafe in den Playoffs.


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Notizen

  • vor 6 Stunden
  • Im einzigen NHL-Spiel am Montag gewannen die Ottawa Senators mit 2:1 bei den New York Rangers. Rangers-Stürmer Mika Zibanejad (32) absolvierte dabei sein 1.000. Hauptrundenspiel.
  • gestern
  • Die NHL kommt im Rahmen ihrer Global Series im Dezember nach Deutschland. Schon Mitte November macht sie in Veikkaus Arena in Helsinki (Finnland) Halt. Am 12. und am 14. November messen sich dort die Carolina Hurricanes und die Seattle Kraken um Torhüter Philipp Grubauer in regulären Saisonspielen.
  • gestern
  • Die Tölzer Löwen (Oberliga Süd) haben die Zusammenarbeit mit ihrem Geschäftsführer Fabian Schlager bis einschließlich der Saison 2029/30 verlängert.
  • gestern
  • Stürmer Spencer Machacek hat sich einer Operation unterzogen. Der Leitwolf der Grizzlys Wolfsburg hatte sich im zweiten Spiel der Erstrunden-Playoff-Serie gegen die Schwenninger Wild Wings am Unterkörper verletzt.
  • gestern
  • Michael Fomin hat seinen Vertrag verlängert und trägt auch kommende Saison das Trikot der Füchse Duisburg. Der 27-jährige Angreifer geht somit in seine sechste Spielzeit für den Nord-Oberligisten.
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